Auch was
auf der Hand liegt
muß ich
aus der Hand zu geben
bereit sein
und muß wissen
wenn ich liebe
daß es wirklich
die Liebe zu dir ist
und nicht nur
die Liebe zur Liebe zu dir
und daß ich nicht
eigentlich
etwas Uneigentliches will
Aber
solange ich atme
will ich
wenn ich den Atem
anhalte
deinen Atem
noch spüren
in mir
Aber
du bist wiedergekommen
Du
bist wieder
gekommen
Du
du bist
du bist wieder
Ich bin wieder
weil du bist
Du bist gekommen
du wieder
und immer wieder
wieder du
Du
du
du und ich
immer wieder
und wieder
Gefühl, Gedanken, seine Nähe,
der Ton seiner Stimme,
der Duft seiner Haut
all das bleibt.
Der Schmerz über das Vergangene,
der Platz für ihn im Herzen,
die schönen Stunden
all das bleibt. Jedes Wort, jede Zärtlichkeit
jede Minute, an die man sich erinnert
an seine Worte, wie er sagte,
dass er sie liebt all das bleibt. Schmerz und Zorn über das Goodbye
ob nun echt, ob Eitelkeit,
auch der Kampf zwischen Gefühl und Verstand
auch das bleibt für sehr lange Zeit. Schau nach vorn, denk nicht zurück,
bewahr die schönen Stunden Dir im Herzen,
atme durch und lieb das Leben denn Leben ist es,
was für immer bleibt.
Ich liege
auf dem Rücken
und mir zugleich
am Herzen
im Magen
und mit mir selbst in den Haaren
Ich muß mich also
zuerst
gefressen haben
mit Herz und Haaren
um jetzt
im Magen liegen zu können
Tatsächlich fand ich
unter meinen Nachrufen einen
in dem es heißt:
"Er verzehrte sich
angesichts
unserer Welt"
Daraus erhellt
dass unsere Welt
dabei war
und als Augenzeugin
die Verzehrung
bestätigen kann
Nun wüßte ich gerne
wessen Inhalt
mein Magen jetzt ist
wenn ich
dessen Inhalt er war
jetzt sein Inhalt bin
Wenn ich mich
nach dir
verzehre
heißt das
ich habe zuerst
als Hauptgericht
dich verzehrt
und mich dann
als Nachtisch
oder warst du
die Suppe
und ich
bin das Fleisch?
An Dich denken
und unglücklich sein?
Wieso?
Denken können
ist doch kein Unglück
und denken können
an Dich:
an Dich
wie Du bist
an Dich
wie Du Dich bewegst
an Deine Stimme
an Deine Augen
an Dich
wie es Dich gibt --
wo bleibt da
für wirkliches Unglück
(wie ich es kenne
und wie es mich kennt)
noch der Raum
oder die Enge?
Ich lese das
was du schreibst
von deinen schlechten Eigenschaften
Gut schreibst du
aber das kann mich
nicht trösten darüber
dass alle diese
deine schlechten Eigenschaften
so weit weg sind von mir
denn ich will sie
ganz nahe haben
Und wenn ich versuche
einzeln an sie zu denken
- deine schlechten Eigenschaften
wie du sie aufgezählt hast -
dann wird mir bang
und ich finde
ich muss mich zusammenreißen
damit meine guten
deine schlechten
noch halbwegs wert sind
Also:
Fünf halbe Lieben hast du, sagst du, gehabt
und vier geringere, die du
nur als Viertellieben betrachtest?
Ja, und dazu kommen
zwei große Lieben
große, nicht ganz große, meinst du
und nennst sie Dreiviertellieben
Das sei also
sagst du
dasselbe
wie fünf
ganz große Lieben
Ja, alles zusammen gibt fünf
Aber wie, wenn die Viertellieben
und Dreiviertellieben gegen die halben Lieben
aufzurechnen sind?
Das hebt sich dann auf
und dann hast du
in deinem ganzen Leben
nicht eine einzige wirkliche Liebe gehabt
Nicht schlafen mit dir
nein: Wachsein mit dir
ist das Wort
das die Küsse küssen kommt
und das Streicheln streichelt
und das Einatmen einatmet
aus deinem Schoß
und aus deinen Achselhöhlen
in meinem Mund
und aus meinem Haar
zwischen deine Lippen
und das uns Sprache gibt
von dir für mich
und von mir für dich
eines dem anderen verständlicher
als alles
Wachsein mit dir
das ist die endliche Nähe
das Sichineinanderfügen
der endlosen Hoffnungen
durch das wir einander kennen
Wachsein mit dir
und dann
Einschlafen mit dir
Ich muß mein Kissen küssen
auf dem du gelegen hast.
Ich muß meine Finger küssen
die dich liebkost haben.
Ich muß meine Zunge küssen
aber das kann ich nicht.
Dich nicht näher denken
und Dich nicht weiter denken
Dich denken, wo Du bist
weil Du wirklich dort bist
Dich nicht älter denken
und Dich nicht jünger denken
nicht größer, nicht kleiner
nicht hitziger, nicht kälter
Dich denken und nach Dir sehnen
Dich sehen wollen
und Dich liebhaben
so wie Du wirklich bist
Wo keine Freiheit ist
Bist du die Freiheit
Wo keine Würde ist
Bist du die Würde
Wo keine Wärme ist
Keine Nähe von Mensch zu Mensch
Bist du die Nähe und die Wärme
Herz der herzlosen Welt
Deine Lippen und deine Zunge
Sind Fragen und Antworten
In deinen Armen und deinem Schoss
Ist etwas wie Ruhe
Jedes Fortgehenmüssen von dir
Geht zu auf das Wiederkommen
Du bist ein Anfang der Zukunft
Herz der herzlosen Welt
Du bist kein Glaubensartikel
Und keine Philosophie
Keine Vorschrift und kein Besitz
An den man sich klammert
Du bist ein lebender Mensch
Du bist eine Frau
Und kannst irren und zweifeln und gut sein
Herz der herzlosen Welt
Wer sehnt sich nach dir
wenn ich mich nach dir sehne?
Wer streichelt dich
wenn meine Hand nach dir sucht?
Bin ich das oder sind das
die Reste meiner Jugend?
Bin ich das oder sind das
die Anfänge meines Alters?
Ist das mein Lebensmut oder
meine Angst vor dem Tod?
Und warum sollte
meine Sehnsucht dir etwas bedeuten?
Und was gibt dir meine Erfahrung
die mich nur traurig gemacht hat?
Und was geben dir meine Gedichte
in denen ich nur sage
wie schwer es geworden ist
zu geben oder zu sein?
Und doch scheint im Garten
im Wind vor dem Regen die Sonne
und es duftet das sterbende Gras
und der Liguster
und ich sehe dich an und
meine Hand tastet nach dir.
Ich weiß nicht was Liebe ist
aber vielleicht
ist es etwas wie das:
Wenn sie nach Hause kommt aus dem Ausland
und stolz zu mir sagt: "Ich habe eine Wasserratte gesehen"
und ich erinnere mich an diese Worte
wenn ich aufwache in der Nacht
und am nächsten Tag bei der Arbeit
und ich sehne mich danach
sie dieselben Worte noch einmal sagen zu hören
und auch danach
dass sie nochmals
genau so aussehen soll
wie sie aussah
als sie sie sagte -
Ich denke, das ist vielleicht Liebe
oder doch etwas hinreichend Ähnliches
Alles
was tut
als hätte ich es verloren
sammelt sich heimlich
und ordnet sich
ganz von selbst
zu einem Haus
mit eingerichteten Zimmern.
Es riecht schon nach Brot
in der Küche
Im warmen Bett schlägst du
wirklich du
nackt die Decke zurück
und streckst mir
zum Einzug
zwei lebende Arme entgegen.
Deine ferne Stimme
ganz nahe am Telefon -
und ich werde sie bald aus der Nähe
entfernter hören
weil sie dann von deinem Mund
bis zu meinen Ohren
den langen Weg nehmen muss
hindurch zwischen deinen Brüsten
über den Nabel hin
und den kleinen Hügel
deinen ganzen Körper entlang
an dem du hinabsiehst
bis hinunter zu meinem Kopf
dessen Gesicht
vergraben ist zwischen deine gehobenen Schenkel
in deine Haare
und in deinen Schoß
Wenn ich an deinen Mund denke
wie du mir etwas erzählst
dann denke ich
an deine Worte
und an deine Gedanken
und an den Ausdruck
deiner Augen
beim Sprechen
Aber wenn ich an deinen Mund denke
wie er an meinem Mund liegt
dann denke ich
an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Schoß
und an deine Augen
Ich habe Dich so lieb
daß ich nicht mehr weiß
ob ich Dich so lieb habe
oder ob ich mich fürchte
ob ich mich fürchte zu sehen
was ohne Dich
von meinem Leben
noch am Leben bliebe
Wozu mich noch waschen
wozu noch gesund werden wollen
wozu noch neugierig sein
wozu noch schreiben
wozu noch helfen wollen
wozu aus den Strähnen von Lügen
und Greueln noch Wahrheit ausstrählen
ohne Dich
Vielleicht doch weil es Dich gibt
und weil es noch Menschen
wie Du geben wird
und das auch ohne mich
Ich hielt ihn für ein welkes Blatt
im Aufwind
Dann auf der Hand:
ein gelber Schmetterling
Er wird nicht länger dauern
als ein Blatt
das fallen muß
in diesem großen Herbst
(und ich nicht länger
als ein gelber Falter
in deiner Liebe großer Flut
und Ebbe)
und flattert doch
und streichelt meine Hand
auf der er sich bewegt
und weiß es nicht
Ich liebe Dich
nicht darum, weil Du so bist,
sondern weil ich so bin,
wenn ich bei Dir sein kann.
Ich liebe Dich
nicht wegen all dem,
was Du aus Dir gemacht hast,
sondern für das,
was Du aus mir machst.
Ich liebe Dich
um meines besseren ICH willen,
das Du hervorzukehren weißt...
Ich liebe Dich
weil Du Hand anlegst an mein übervolles Herz
und alle Leichtfertigkeiten und Schwächen übersiehst,
die man nicht übersehen kann
und dafür alles,
was schön und gut ist, zum Vorschein bringst,
das zu finden kein anderer tief genug geblickt hat...
Ich liebe Dich
weil Du Deine Ohren vor den Mißklängen in mir
verschließt
und stattdessen
durch ehrfürchtiges Lauschen die Musik in mir verstärkst.
Ich liebe Dich, denn Du hilfst mir,
auf dem Bauplatz meines Lebens nicht ein Gasthaus,
sondern einen Tempel zu errichten;
so wie Du mir auch hilfst,
daß meine täglichen Worte nicht Vorwurf,
sondern Gesang sind.
Ich liebe Dich
weil Du mehr zu meinem Glück beigetragen hast,
als es irgendein anderer hätte tun können
und Du tatest es ohne eine Berührung,
ohne ein Wort, ohne ein Zeichen.
Du tatest es einfach dadurch, daß Du Du selbst bist.
Und wahrscheinlich ist es das,
was man unter Freundschaft versteht...
Ich kann vielleicht
deine Brüste nachbilden
aus meinem Kissen
für meine Zunge
für meine Lippen
und für meine Hände
damit sie besser
denken können an Dich
Ich kann vielleicht
deinen Schoß nachbilden
aus meinem Kissen
für mein Geschlecht
für meinen Mund
und für mein ganzes Gesicht
damit es sich besser
vergraben kann in meiner Sehnsucht
Aber deine Augen
kann ich
aus nichts nachbilden
auch deine Stimme nicht
nicht deinen Atem
nicht deinen Geruch
und keine einzige
von deinen Bewegungen
Und meine Hände
meine Lippen
meine Zähne
und meine Zunge
und auch mein Geschlecht-
das alles
will nur dich
und keinen Ersatz für dich
Und auch deine Brüste
kann ich nicht wirklich nachbilden
und auch nicht deinen Schoß
und wenn ich es versuche
werde ich immer
nur traurig
und du
fehlst mir noch mehr
Dich denken
und an Dich denken
und ganz in Dich denken und
an das Dich-Trinken denken
und an das Dich-Lieben denken
und an das Hoffen denken
und hoffen und hoffen
auf das Dich-immer-Wiedersehen
Dich nicht sehen
und in Gedanken
Dich nicht nur denken
sondern Dich auch schon trinken
und Dich schon lieben
Und dann die Augen aufmachen
und in Gedanken
dann erst Dich sehen
und dann Dich denken
und dann wieder Dich lieben
und wieder Dich trinken
und dann
Dich immer schöner und schöner sehen
Und dann Dich denken sehen
Und denken,
daß ich Dich sehe
Und sehen, daß ich denken kann
und Dich spüren
auch wenn ich Dich
noch lange nicht sehen kann.
Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?
In den Himmel?
Der ist zu hoch.
In die Wolken?
Die sind zu flüchtig.
In den Baum
der gefällt und verbrannt wird?
Ins Wasser
das alles fortschwemmt?
In die Erde
die man zertritt
und in der nur
die Toten liegen?
Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?
In mich
und in mich
und immer tiefer
in mich.
Wie du hier liegst
offen
zwischen mir und meinem Tod
kannst du beides zugleich sein
mein Tod und mein Leben
mir näher als mein Geschlecht
und duftend nach dir und nach mir
Weil wir das Leben verlachen
kannst du jetzt lachen
Weil wir das Leben beweinen
kannst du jetzt weinen
und kannst lachen
und weinen zugleich
weil wir leben und sterben
Natürlich denke ich
auch schon an deinen Schoß
wie ich ihn küssen will
dass er nass wird
und wieder trocken
und was mir
oder meinen Fingern
einfallen wird bei dir
Du findest das ungehörig?
Gut: wenn es dir lieber ist
will ich deine Haare
nahe an deinem Ohr
nur fast, doch nicht wirklich küssen
und an deine Augen denken
und mir ein für alle mal sagen
dass dein Schoß für mich
nicht existiert.
So fügsam bin ich -
Warum bist du jetzt beleidigt?
Wahrscheinlich glaubst du
wenn zwei Menschen einander sehr bald
ihre Namen sagen
und miteinander essen
und fragen was sie arbeiten
und was sie denken
dass daraus dann nie mehr
eine wirkliche Freundschaft wird
Gesetzt ich verliere dich
und hab dann zu entscheiden
ob ich dich noch ein Mal sehe
und ich weiß:
Das nächste Mal
bringst du mir zehnmal mehr Unglück
und zehnmal weniger Glück
Was würde ich wählen?
Wenn ich weit weg bin von Dir
und wenn ich die Augen zumache
und die Lippen öffne
dann spüre ich wie Du schmeckst
nicht nach Seife und antiseptischen Salben
nur nach Dir
und immer näher nach Dir
und immer süßer nach Dir
je länger ich an Dich denke
und manchmal nach uns
nach Dir und nach mir und nach Dir.
Aber wenn ich bei Dir bin
und wenn ich Dich küsse und trinke
und Dich einatme
und ausatme und wieder einatme
wenn ich mit offenen Augen
fast nichts von Dir sehe
ganz vergraben in Dich
in Deine Haut und in Deine
Haare und Deine Decken
die duften nach Dir
dann denk ich an Dein Gesicht
weit oben
wie es jetzt leuchtet
oder sich schön verzieht in rascherem Atmen
und denke an Deine
klugen genauen Worte
und an Dein Weinen zuletzt
im Fenster des Zuges
Wenn ich bei Dir bin
ist vieles voller Abschied
und wenn ich ohne Dich bin
voller Nähe und Wärme von Dir.
Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte
Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und übernächsten Trennung
Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet
Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben.
Als ich Liebe vorschlug
lehntest du ab
und erklärtest mir:
"Ich habe eben
einen liebenswürdigen Mann
kennengelernt
im Traum
Er war blind
und er war ein Deutscher
Ist das nicht komisch?"
Ich wünschte dir schöne Träume
und ging hinunter
an meinen Schreibtisch
aber so eifersüchtig
wie sonst kaum je
Gewöhnt sein,
an deine Art zu sprechen
zu schreiben,
zu denken
und mehr von dir hören
und sehen
und lesen wollen
auch deine Stimme
und deine Hände
und deine Augen
und gar nicht
nur aus Gewohnheit.
daß nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich anschmiegen
und das was sich losreißen will
Wer nur die Hälfte liebt
der liebt dich nicht halb
sondern gar nicht
der will dich zurechtschneiden
amputieren verstümmeln
Dich dich sein lassen
ob das schwer oder leicht ist?
Es kommt nicht darauf an mit wieviel
Vorbedacht und Verstand
sondern mit wieviel Liebe und mit wieviel
offener Sehnsucht nach allem -
nach allem was du ist
Nach der Wärme
und nach der Kälte
nach der Güte
und nach dem Starrsinn
nach deinem Willen
und Unwillen
nach jeder deiner Gebärden
nach deiner Ungebärdigkeit
Unstetigkeit
Stetigkeit
Dann ist dieses
dich dich sein lassen
vielleicht
gar nicht so schwer
Seither bedeutet Küssen
eigentlich nur noch
Dich küssen
also nur noch
geküsst haben
nicht mehr küssen
nicht wirklich mehr küssen dürfen
also vielleicht auch
nicht wirklich küssen können
Aber eigentlich hat Küssen
nicht nur Küssen bedeutet
sondern auch bei dir sein
Und eigentlich
bedeutet seither
auch sein
nichts als bei dir sein
und atmen
nichts als dich einatmen
oder in dich hineinatmen
also nichts als
bei dir gewesen sein
und bei dir geatmet haben
also eigentlich
nicht mehr atmen
und nicht mehr sein
Daß ich
Viel zu alt bin
Für dich
Oder daß du
Zu jung bist für mich
Das sind alles
Gewichtige Argumente
Die entscheidend wären
In den Lehrwerkstätten
In denen Aufgeklärteren
Menschen
Sich ihre berechnete
Zukunft
Zurechtschneiden
Streng nach Maß
Was bist Du mir?
Was sind mir deine Finger
und was deine Lippen?
Was ist mir der Klang deiner Stimme?
Was ist mir dein Geruch
vor unserer Umarmung
und dein Duft
in unserer Umarmung
und nach ihr?
Wenn ich dich küsse
ist es nicht nur dein Mund
nicht nur dein Nabel
nicht nur dein Schoß
den ich küsse
Ich küsse auch deine Fragen
und deine Wünsche
ich küsse dein Nachdenken
deine Zweifel
und deinen Mut
deine Liebe zu mir
und deine Freiheit von mir
deinen Fuß
der hergekommen ist
und der wieder fortgeht
ich küsse dich
wie du bist
und wie du sein wirst
morgen und später
und wenn meine Zeit vorbei ist
Und wenn mein Zeigefinger
schon ganz naß ist von dir
mir noch Zeit nehmen
und mit seiner Kuppe
auf deinen Bauch
ein Herz malen
so daß dein Nabel
mitten im Herzen die Stelle ist
wo angeblich Amors Pfeil
das Herz durchbohrt hat
und dann erst
wenn du erraten hast
daß es ein Herz war
was ich auf dich
gezeichnet habe