Gedichte von Karin Jugl

aMoUr ~ aMoR ~ lOvE ~ LiEbE



Gedanken über Leben und Gesellschaft   -   aMoUr ~ aMoR ~ lOvE ~ LiEbE

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Kurzbiographie


Abschied
Aforismi
Avec toi
Baiser d'adieux
Bedingung
Blaue Luft   -   Aire azul Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Blutende Nähe
Cada día pienso en ti
Cadeau d’anniversaire
C’est assez, je suis à bout de forces
C’est dur, mourir au printemps
Chimère illusoire
Condamnation
De vez en cuando...
Dich heute sehen   neu
Domination
Du für mich   -   Tú para mí Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
El paraíso
El porvenir
Er ist die Sonne...
Erlebnis in der sixtinischen Kapelle
Es ist einsam ohne Liebe...
Esperanza   -   Esperanza Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Estando sentado cerca de la ventana Dieses Gedicht ist in Spanisch
Étrangeté
Fleur d'été
Fuiste polvo, polvo eres
Geduldsspiel
Gestern
Heute existieren müssen
Hin und...?
Ich Bin Dein
Ich liebe...
Ich spüre seine Wärme...
Ich träum' von einer Vollmondnacht...
Impressionen
Indiferencia
Inébranlable
It would be so perfect
Jamais
Je ne m’en vais pas volontairement
Je ne veux plus!
Je suis naïve
Je suis un lion
L’amertume de la vie
L’amour
La bague
La confesión
La danse unique
La excursión a pie
La posibilidad
Le gentilhomme
Mât d‘amarrage
Mayas pequeñas, margaritas grandes Dieses Gedicht ist in Spanisch
Mein Mut in der Vase  -  Mi valor en el florero Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Melocotón
Mi fuego baila tango - Mi fuego baila tango Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Mi razón
Monde chimérique
Monde des rêves
Mondstrahlen
Mon existence
Mon serment
Nachtgeflüster
Nachtstunden... - Horas de noche Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Nur du und dir und mir
Ode an dich - Oda para tí Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Onset of winter - Onset of winter Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Passion
Promenade en bateau
Rosen brennen lichterloh...
Sehnsucht...
Sin corazón
Skandal
Sonnenspiel - Juego del sol Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Sonnenwende - Solsticio Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Soul suicide
Souvenirs lointains
Spero
Spurensuche im Lebenssand
Stefan...
Sternblumenglanz
Ta peinture
Taumelnd
Ti deseo, mon rêve
Tomber dans l‘oubli
Ton individualité
Tromperie
Tu m’as fait naître
Tu me manques
Vergangenheitsheilen
Verloren
Was machst es...
Weißes Licht durch alle Zeit
Welch trügerisches Spiel meiner Gedanken!
Wenn ich ja sage   -   Si digo que sí Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Wir dummen Kinder
Wunderland - Tu país fabuloso Dieses Gedicht ist auf Spanisch übersetzt
Zeit ist Veränderung...








Dich heute sehen

Dich heute sehen -
wie Blasen in ein buntes Sandmosaik
wie Regenbogen malen
wie barfuß über eine Blumenwiese laufen
wie Lavaflüsse brennen
wie in türkisfarbenes Wasser eintauchen
wie in Rachmaninov schweben
wie Lippen berühren, Sturm auslösend
wie schreien von einer Autobahnbrücke
wie Kinderstaunen über das Christkind
wie einswerden mit der Welt

wie wie wie

Schokoladeneiscreme, gelbe Blütenblätter, Lächeln,
Weihnachtskekse riechen, blauer Himmel, Eiskristalle,
Vogelzwitschern, Himbeerküsse, Wind in den Haaren,
Stoff auf der Haut, Handstreifen, Erdbeermarmelade,
Sonnenaufgang, tauglitzernde Grashalme, tanzen
undurchsichtige Blicke, Schlagrahm schlecken,
zufällige Lichtspiele, Seifenblasen, Herzklopfen hören,
Bachrauschen, in den Wolken Bilder sehen, sich drehen,
Luftschlösser bauen, die Nase in Rosen stecken,
Blätterrascheln, Teig kneten,
mit den Fingern auf der Haut zeichnen,
Augen senken, flüstern, Musik,
schnurrende Katze, Kopf anlehnen, singen, schaukeln,
Lider fallen lassen,
träumen,
schweben

- sprachlos -

Für die Liebe gibt es keine Worte.


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Sonnenwende

Zwischen Abgründen
stehen wir.
Ein unbedachtes Wort,
ein unüberlegter Schritt
und wir fallen.
Ich halte mich gedanklich
fest an deiner Jacke.
Die Wolken brennen
heute nacht,
selbst wenn man
die Augen schließt.
Mein Lächeln -
ein sehnsüchtiges Langen.
Zu dunkel
ist der Weg
zu dir.



Solsticio

En medio de abismos
estamos.
Una palabra irreflexiva,
un paso imprudente
y caemos.
Me sujeto mentalmente
a tu chaqueta.
Las nubes arden
esta noche
- incluso cuando
se cierran los ojos.
Mi sonrisa
- una ansiedad.
Demasiado oscuro
es el camino
hasta tí.



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Mayas pequeñas, margaritas grandes

Me pregunto
comó puedes ver mi pelo
extendido por mariposas y violetas,
comó puedes oír
campanas de las primaveras en mi voz,
comó puedes oler
un jardín de frutas,
comó puedes sentir
botones de rosas en mi piel.
Me pregunto
cómo puedes amarme,
por qué me quieres -
bien que yo,
yo no puedo quererte.
Pero no tenemos otra alternativa:
El amor elige.


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Verloren

sind die abgefrorenen Knospen im Garten.
Verloren
sind die Briefe eines abgestürzten Flugzeugs.
Verloren
sind die Worte, die er sich nicht zu sagen traute.
Verloren
sind die Gefühle für ihre Phantasievorstellung.
Verloren, vergangen,
verschwendet, vergeudet,
fort.
Fort.
Verloren seid auch ihr für mich.
Verloren bin ich auch für euch.
Ich halte euch fest,
Erinnerungen.
Ich will euch nicht hergeben.
Aber wie sinnlos ist diese Vorstellung!
Vergeudet, verschwendet,
vergangen verloren,
fort.
Fort.


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Ich Bin Dein

Du siehst mich an
von oben bis unten.
Von meinem Scheitel über meine Nasenspitze,
von meinem Schlüsselbein zu meinem Nabel,
von meinen Knien zu meinen Zehenspitzen -
und du weißt:
all das ist dein;
ist nur für dich da;
um dich zu erfreuen,
um dich zu erschrecken,
um dich zu verzaubern.
Ich lächle verschmitzt,
wenn du mich ansiehst
und deinen Kopf auf meinen Bauch legst,
wenn du deine, meine Lippen küsst,
denn ich bin froh,
dass ich dein bin
und du mein bist.


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Du für mich

Ich ziehe dich zu mir,
drehe meine Gedanken in deine Richtung,
wie sich Blumen zur Sonne wenden.

Worte zerschlagen.
Bilder zerfetzt.
Illusionen zerplatzt.

Du bleibst.
Bist meine Hoffnung,
bist mein Lächeln,
mein Lebensmut.
Mein ganzes Herz ist dein.
Mein ganzes Vertrauen hast du.
Ich flehe, bete in Gedanken:
Bleib mir!



Tú para mí

Te acerco a mí,
vuelvo mis pensamientos a tu dirección
- como las flores se dirigen al sol.

Palabras rotas.
Imágenes desgarradas.
Ilusiones fracasadas.

Te quedas.
Eres mi esperanza,
eres mi sonrisa,
mi ánimo para seguir viviendo.

Todo mi corazón es tuyo.
Tienes toda mi confianza.
Imploro, rezo en mis pensamientos:
¡Te quedas!



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Mein Mut in der Vase

Die Blumen, die du mir
zum Geschenk gemacht hast,
treiben aus, wachsen und gedeihen
- gerade so wie meine Liebe
- zu dir, für dich -
sich verziert mit Blättern und Knospen.
Mit jedem deiner Blicke,
deiner Küsse,
deiner Worte
springt eine Knospe auf
und verwandelt sich
in eine Honiglilie.
Ich bin verliebt in diese Pflanze;
pflege sie, als wäre sie meine Tochter.
Ich begieße sie mit meinen Freudentränen
und schütze sie mit meinem Idealismus
vor Wind, Kälte und Blitzschlägen des Lebens.
Aber wirst DU
mich nicht vergessen zu pflegen und zu schützen?
Meine Liebe zu dir?
Unerträgliche Ungewissheit.



Mi valor en el florero

Las flores que me regalabas
echan hojas, crecen y tienen botones.
Como mi amor por tí
se adorna con yemas, hojas y capullos.
Con cada una de tus miradas,
de tus besos
y de tus palabras
se abre de golpe un capullo
y se convierte en una
azucena de miel.
Estoy enamorada de esta planta,
la cuido como si fuera mi hija.
La riego con mis lágrimas de alegría
y la protejo con mi idealismo
contra el viento, el frio y contra los rayos de la vida.

¿Per TÚ
no me olvidarás?
¿Cuidarme, protegerme?
¿Mi amor por tí?

Incertidumbre insoportable.



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Blaue Luft

Du bist alles,
was ich wollte.
-Aber als ich dich pflückte,
hast du all deine Blütenblätter verloren.

In Träumen
versuchte ich dich wiederzubeleben.
Ich schenkte dir meine blaue Luft,
meinen Horizont und meine Flüsse.

Wie der kleine Prinz
suchte ich dich in einem Rosenfeld,
in einem Meer von Gedichten.

Aber die Dornen zerrissen meine Haut
und ich kehrte weinend zurück.

Dann sah ich dich in meinem Fenster.
Ich setzte mich an meinen Schreibtisch,
schloss meine Augen.

Meine Gedanken
begannen zu schreiben ...



Aire azul

Eras lo que más quería.
- Pero cuando te cogía
perdías todas las hojas.

En sueños
intentaba reanimarte.
Te regalaba todo mi aire,
mis horizontes y mis aguas

Como el príncipe pequeño
te buscaba en un campo minado de rosas.
en un mar de poemas

y las espinas desgarraban mi pelo
volvía llorando.

Entonces te veía en mi ventana.
Me sentaba en mi escritorio,
cerraba mis ojos.

Mis pensamientos
comenzaban a escribir.



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Wenn ich ja sage

Wenn ich ja sage,
bin ich dann deine aufgehende Sonne
jeden morgen, immer wieder?
Wenn ich ja sage,
entführst du mich dann in meine Träume,
auch wenn um uns nur noch Alpträume existieren?
Wenn ich ja sage,
schenkst du mir dann dein ganzes Vertrauen,
lässt du mich dann dein >alles< sein?
Wenn ich ja sage,
reichst du mir dann deine Hand,
wenn der Weg steinig und unwegsam wird?
Wenn ich ja sage,
akzeptierst du mich dann so, wie ich bin
mit all meinen Fehlern und Leidenschaften?
Wenn ich ja sage.
Wenn ich ja sage?
Was aber:
Wenn ich nein sage?
Was geschieht dann mit uns?



Si digo que sí

¿Si digo que sí
- entonces soy tu sol saliendo
cada mañana, una y otra vez?
¿Si digo que sí
- entonces me secuestras en mis sueños
aunque alrededor de nosotros existan solamente pesadillas?
¿Si digo que sí
- entonces me regalas toda tu confianza,
me dejas ser toda para tí?
¿Si digo que sí
me tiendes la mano
cuando el camino es pedregoso e intransitable?
¿Si digo que sí
me aceptas como soy -
con todos mis defectos y pasiones?
Si digo que sí.
¿Si digo que sí?
Pero:
¿Si digo que no?
¿Qué pasará con nosotros?



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Wunderland

Geh nicht fort!
Verlasse mich nicht,
lasse mich nicht allein!
Wenn du gehst,
nimmst du die Sonne mit dir,
das Licht, die Wärme -
alles, was ich zum leben brauche.

Nur für dich
fließt mein Blut durch meine Adern.
Nur für dich
schlägt mein Herz.

Deine roten Küsse des Feuers
haben die Frau in mir erweckt.
Deine blauen Blicke der unendlichkeit
haben das Meer meiner Seele aufgewühlt.
Deine Berührungen der Pfirsichhaut
haben meine schwebenden Gedanken zum tanzen gebracht.

Ich möchte dich halten,
dir ein Bett aus Sternschnuppen bereiten.
Sehe in meinen Augen
dieses schillernde Firmament.



Tu país fabuloso

¡No te vayas!
¡No me abandones -
no me dejes solo!
Si te vas
quitas el sol contigo,
la luz, el calor -
todo lo que necesito para vivir.

Sólo para tí
corre la sangre en mis venas.
Sólo para tí
late mi corazón.

Tus besos rojos de fuego
han desperzado la mujer en mi.
Tus miradas azules del indefinido
han agitado el mar en mi alma.
Tus toques del melotocón
han hecho bailar mis pensamientos flotando.

Quiero detenerte
hacerte una cama de estrellas fugaces.
Ve en mis ojos
este firmamento cetelleando.



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Ode an dich

Ich weiß, dass du mich beschützen wirst.
Du breitest deine Arme aus
wie ein Schutzschild.
Deine Gegenwart
ist ein Ort frei von Angst.
In dir habe ich gefunden,
was ich gesucht hatte -
Diesen Platz,
von dem ich glaubte,
er würde nur in meiner Phantasie existieren.
Dieser Kokon, diese Seifenblase,
diese hell erleuchtete Galaxie.
Mit dir geht die Sonne im Sekundentakt auf,
meine Seele verwandelt sich in eine lachende Bauchtänzerin
und meine Gedanken werden zu einer reihe gelber Blumen.
In deinen Armen ist das Glück Zuhause
und deine lachenden Augen löschen
jede Traurigkeit, jeden Kummer
und jeden pessimistischen Negativismus aus.

Unsere Seelen verbinden sich,
sind zwei sich drehende Vögel
in diesem Himmel
der Sonnen, der Monde
und Sterne.



Oda para tí

Sé que me protegerás.
Extiendes tus brazos
como una tienda de defensa.
Tu presencia
es un lugar libre de miedo.
En tí he hallado
lo que he buscado -
este sitio
en el que creía
que existaría solamente en mi imaginación.
Este capullo, esta pompa de jabón,
esta galaxia claramente iluminada.
Contigo el sol sale en un compás de segundos,
mi alma se convierte en una danzarina oriental riendo
y mis pensamientos se convierten
una serie de flores amarillas.
En tus brazos está en casa la felicidad
y tos ojos sonrientes eliminan
toda la tristeza, toda la pena
y cada negativismo pesimisto.

Nuestras almas se alian -
dos pájaros girando
en este cielo
de soles, de lunas
y de estrellas.



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Estando sentado cerca de la ventana

Mi vida es una película.
Pinturas de varios colores.
El uno al otro.
Sólo mi imaginación pone límites
a la realidad.
Nada es imposible.
Escucho algunos pensamientos,
sonrío con la música.
Mis ojos se convierten en la paleta de Monet.
El viento habla conmigo
y me revela secretos dulces.
El sol es mi ropa de verano
con girasoles luminosos
que me cantan canciones bailarinas,
con tonos que no oigo nunca,
con palabras que no conozco.
Lo que era absurdo
tiene ahora sentido.
Te siento
en el aire,
en mis válvulas del corazón
y en mis puntas del dedo.
En mis sueños del día
hago una reverencia ante ti,
como un símbolo,
en recompensa.


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Vergangenheitsheilen

Ich wasche dir die Wunden rein,
Die ich dir in meinem blinden Zorn schlug.
Unrecht tat ich dir, ich gesteh‘ es mir ein;
Grob und gemein war ich auf meinem Rachezug.

Aber vergib‘ mir, mein Ungestüm verzeih‘ mir!
Denn aus blutender Liebe hab ich’s getan.
Verletzt, enttäuscht, eisig ist’s, als wenn ich erfrier‘
Ohne dich; erwacht aus dem Fieberwahn.

Deine Seele, die ich nie kannte,
Und die ich so wütend herzlos nannte,
Ist in Wahrheit schöner als in meinem Traum,
Süßer, wärmer, ein lichterfüllter Raum;
Mein Kokon vor der Wirklichkeit;
Gib mir doch noch ein wenig Zeit,
Mich an die kalte Dunkelheit zu gewöhnen;
Deiner Zärtlichkeit möcht‘ ich so gern frönen!
So verlass ich dich mit Wassertränen;
In meinem Blut dennoch vergehendes Sehnen.

Vielleicht wird meine Liebe erlöschen - bald.
Meine Seele ruhig, mein Herz ganz kalt.
Aber vergessen werde ich dich nie,
Du bist eine Galaxie in meiner Biographie.


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Sehnsucht...

Was für ein kleines Wort
für ein solches Gefühl! Diesen Schmerz.
Schlägt doch mein Herz
An einem endlos fernen Ort.

Geliebte Erinnerung will ich halten,
In Bildern, Tönen und sprechenden Sinnen,
So findet mein Andenken kein Entrinnen.
Phantasie ist mein bestes Werkzeug.

Nichts
hat Bestand, alles vergeht.
Vom Zeitenwind verweht.
Nur meine Liebe,
die weiter besteht.


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Mondstrahlen

Sie genießt diese zärtliche Vertrautheit,
Hüllt sich ein in ihr sanftes, weiches Kleid.
Sein Herz erbebt beim Anblick ihrer Augen.
Er fragt sich, was sie mit ihm angestellt hat,
Warum er sich bei ihr so zufrieden fühlt, so satt-
Wie sie es schafft, all seine Zweifel aufzusaugen.

Ewig hat sie sich gesehnt nach Feuer,
Nach Leidenschaft und Abenteuer.
Und er spürt ihr glückliches Lächeln auf seiner Haut.
Stunden versunken in extatischem Nichtstun,
Wenn ihrer beider Blicke aufeinander ruh’n.
Sodass ihr Herzpochen dumpf hämmert, dennoch laut.

In all der Stille, dennoch hell in blauer Nacht,
Der Mond hat sie mit süßen Träumen bedacht.
So liegen sie mit schlafendem Anlitz
Kopf an Stirn. Nichts vermag sie zu entführen,
Wenn die beiden sich berühren.
Weder des Himmels noch der Hölle Donner und Blitz.


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Sternblumenglanz

Wenn dein Geist dem Meinen nahe ist,
So schwimmt mein Denken und Fühlen in einem Sonnenfluss.
Wenn dein Herz das Meine berührt,
So ist es, wie wenn du in all meinen Zellkernen bist.
Wenn unsere Lippen sich vereinen zu einem Kuss,
Dann ist es so, wie wenn du meinen Verstand entführst.

Deine Nähe ist weder erdrückend noch erstickend,
Du lässt mich ‘ich‘ sein – völlig individuell;
Du bist ein Quell der tiefgründigsten Zufriedenheit,
Deine Gegenwart ist für mich beglückend und erquickend;
Du erleuchtest den Himmel und machst die Nacht wieder hell.
Die Zeit trägt endlich für mich ihr prächtigstes Kleid:

Eine Zeit mit dir, unendlich unendlich,
Der Ergründung, der Berührung, temps d’amour,
Ein Sternschnuppenstrahl für dich und mich,
Gegen alle Vernunft vernehm ich deinen Schwur:

Ich will dich lieben – bis ans Ende dieser Welt,
An den Grund der tiefsten Ozeane neben Geheimnismuscheln,
Im Elfenbeinturm, in der Erkenntnis Zelt,
Soll die Welt, so lange sie will, tuscheln –
Du bist mein Sternblumenglanz.


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C’est assez, je suis à bout de forces

Wilder Zorn schüttelt mein Herz!
Wie konntest du mir das antun?
Mir, die ich dir die treueste Freundin war.
Für dich war wohl unsre Freundschaft ein lustiger Scherz.
Nun darfst du jedenfalls gehen – mitsamt deinen Schuhn!
Ich werf‘ sie dir nach! Mach dich nur rar!

Ich habe dich beschützt, gestützt,
Dir mein Vertauen gegeben.
Doch was hat es mir nun genützt?
Du hast mich verraten
Und lässt dich auf deinen Thron heben,
Während ich darf in der Hölle braten.

So sei zufrieden mit dieser Heldentat!
Aale dich in deinem Ruhmesbad.
Ich werde jedenfalls nicht mehr da sein,
Wenn du mich brauchst und ich dir Stütze sein soll.
Unsere Sonatine ertönt in finstrem Moll,
Ich habe die Nase voll
Von dir, deiner Heuchelei und deinem Schleim.


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Wir dummen Kinder

Ich falle ewig tief hinab,
In eine Schlucht der Einsamkeit.
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hab,
Zu existieren ohne dich,
Die Sonne am Himmel zu sehen,
Allein meinen Weg zu gehen.
Wie konnte dies nur geschehen?
Ich möchte weinen, fühle mich fürchterlich.
Ist es das Leben? Der Fortgang der Zeit?

Wir wollten nicht sein wie der Rest der Welt,
Hatten unsere Träume, unsere Ideale
Nun seh ich, wie alles zerfällt.
Alles, was mir vorher nicht so kostbar erschien,
Unser stilles Einverständnis, unser Lachen,
Unsere Späße, all die verrückten Sachen!
Ich wünschte, ich könnt‘ es ungeschehen machen,
Das, was uns entzweit, ausgraben unser Wien.
Was für ein Preis, den ich nun für einen Scherz zahle!

Ich habe vergessen, warum ich böse war,
Ich weiß nur, dass alles verändert ist, ohne dich.
Auf dieser Welt ist glückliche Zufriedenheit so rar.
Warum sollten wir eine Sekunde so verstreichen lassen?
Viel zu wertvoll war jede lächelnde Sonnenstunde,
Die Musik in unseren Herzen, unendlich.
Lass mich ein Heilmittel finden für unsere Wunde,
Zuflicken, was dich mich machte hassen.


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Melocotón

Tu aroma
secuestra mi alma
en un país de sueños.

Tu piel suave
pasa por mis labios y
deja mil pequeñas estrellas.

Tu sabor
coge mis sentidos
y hace los bailar.

Metáforo, fantasía,
fruta, melocotón,
te canto un himno.


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Mi fuego baila tango

Deine weichen Lippen schweben über mich
Und meine Sinne blühen auf,
Wie Knospen im Sonnenlicht.
Ich irrte in einem Labyrinth und fand
die Liebe und Hoffnung wieder.
Dich, dich fand ich.

Wenn du über mein Haar streichst,
hinterlässt du tausend kleine Sternchen,
die in der Schwüle verglühen.
Welche Bilder zeichnen deine Hände
auf meine Haut?

Ein letzter Moment des Zweifels überkommt mich.
Was ist, wenn du nicht die Erfüllung meiner Träume bist?
Was ist, wenn ich nur glaubte, dich zu lieben?
In Wahrheit aber bloß die Einsamkeit hasste?

Du scheinst meine Gedanken zu erraten ...
Und durch meine Augäpfel steigst du in meine Seele ...

Ich fühle mich wie eine Meerjungfrau,
die in den Tiefen des Ozeans ihren Schatz entdeckt,
Geblendet von der Schönheit,
Erfasst von der Leidenschaft
ist ihr ganzes Sein.



Mi fuego baila tango

Tus labios dulces flotan en el aire sobre mi
Y mis sentidos florecen
Como botones debajo del rayo de sol.
Estaba engañado en un laberinto y hallaba
el amor y la esperanza de nuevo.
Tú, te hallaba.

Cuando acaricias mi pelo
dejas mil pequeñas estrellas
que se van extinguiendo en el bochorno.
¿Qué pinturas dibujan tus manos
sobre mi piel?

Un último momento de duda me sobreviene.
¿Qué sucede, si no eres el cumplimiento de mis sueños?
¿Qué sucede, si creo solamente que te quiero?
Pero en realidad no quiero la soledad?
- la odio?

Me parece que adivinas mis pensamientos ...
Y a través de mis globos del ojo entras en mi alma ...

Me siento como una ondina,
que descubre en el fondo del océano su tesoro.
Deslumbrada por la hermosura.
Henchida de pasión.
Está su existencia.



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Heute existieren müssen

Ich bin kompliziert, frustriert, desillusioniert!
Es ist mir, wie wenn mein ganzes Leben an Wert verliert.
Vielleicht bin ich auch einfach bloß egozentriert.
Aber ich fühle mich zermalmt, zertreten!
Wie soll ich mir meine Hoffnung behalten?
Es hilft kein Sehnen, kein Träumen, kein Beten.
Ich spüre meine Lebensglut erkalten,
Das Schicksal möge über mich verwalten.

Was ist das Leben ohne Liebe und ohne Passion?
Was ist die Musik ohne Note, ohne Klang und Ton?
Was ist das Ziel meines Verharrens – hier – mein Lohn?
Ich weiß, ich bin unendlich undankbar!
Ich wünschte doch nur, einmal meine Träume zu leben!
Und sei auch noch so groß die Gefahr!
Ich würde sterben um zu leben,
Um einmal in der Unendlichkeit zu schweben!

Um dich zu finden, um „ich“ zu sein.
Was für eine Phantasie! Doch die Realität holt mich ein.
Fort all der Schaum, das Licht, der Schein.
Denn das Leben ist Theater, so wie das Theater Leben ist.
Wir alle haben unsere Texte und Rollen.
Du scheinst alles zu sein, nur das nicht, was du bist.
Was bedeuten Wünsche und Visionen, unser Wollen?
Über uns schwingt das Damoklesschwert, das ewige Sollen.


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Je suis naïve

Dein Finger streicht über die Flügel meiner Seele.
Ich blicke dich an und sehe Hoffnung.
Mißbrauche meine Kinderaugen nicht.
Mache mich nicht blind.
Mache mich leben.


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Je suis un lion

Im Traum wandelte ich
Auf einem Seil weit oben im All.
Plötzlich sah ich mich
In die Tiefe fallen, herab vom Mondesball.

Erschrocken bin ich aufgewacht
Und trocknete mein tränenüberströmtes Gesicht,
Befreite mich aus meinem Angstschacht,
Um zu schreiben ein Gedicht.

Da merkte ich plötzlich,
Dass ich in Sicherheit war.
Nicht existent war weder Furcht noch Gefahr.

Ich bin ein springender Löwe,
Frei wie eine sich in der Luft drehende Möwe,
Ich bin auch alleine stark, ohne dich.


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Ti deseo, mon rêve

Könnte ich dir sagen, wie sehr ich mich nach dir sehne,
Könnte ich dir sagen, wie glücklich ich bin,
Könnte ich dir sagen, was ich fühle für dich!
Nimm mich in deine Arme, küsse mich.
Gib unserem Dasein einen Sinn.
Dieses Gefühl, wenn ich mich an dir anlehne!

Ich möchte die Wolken von den Bergen blasen für dich,
Vor deinen Augen Blütenwasser kreisen lassen,
Alle deine geheimsten Wünsche kennen,
Dich mit Leidenschaft erfüllen, berühren, sanft und zärtlich.
Dann wirst du jeder Faser meiner Seele erfassen,
lieben! Entzünden und entbrennen.

So wie deine Seele zu meiner wird –
Ein fliegender Geist am Himmelszelt
ohne einen Funken Angst.
Gott, die Liebe ist unser Hirt,
sie ist es, die uns behutsam hält
auf dieser Welt.


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Weißes Licht durch alle Zeit

In meinem Herzen gibt es keine
Größere Angst, als euch aus meinen Händen entgleiten
Zu lassen. Erfassen kann ich kaum diesen Gedanken;
Es gibt keine ehrlichere, wahrhaftere und reine
Liebe in aller Welten Zeiten,
Als diese! Ich möchte euch demütig danken
Für eure unendliche Güte,
Für jede Berührung, jedes Wort.
Ich bin der glücklichste Mensch der Welt.
Und wünsche, dass Gott euch behüte,
Nicht verändere diesen trauten Ort –
Mein Zuhause, das ewig diese Zärtlichkeit behält.
Kein Feuer kann mein Herz
Mehr erwärmen als euer Lachen.
Kein Wind trocknet meine Tränen so mild,
Nimmt fort, mit sich all den Schmerz.
Ich möchte euer Glück ewig bewachen,
Es festhalten in einem Lied, in einem Bild.
Und wenn mir die Zeit alles nimmt,
Meine Träume, meine Jugend,
selbst meinen Kampfgeist und meine Scheintugend,
Meine Liebe bleibt in einem Gemälde von Klimt
bestehen.


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Bedingung

Wirst du mir mein Herz zerbrechen,
Mir meine Augen ausstechen,
Ich warne dich, ich würde mich rächen
- Erbarmungslos. Denn ich bin voller Leben!
Fühle meine Lippen beben.
Ich mache die ganze Welt sich drehend schweben.

Sieh mir in die Augen, sie brennen;
Beinah Hexenaugen könnte man sie nennen.
So lernst du mich erst jetzt richtig kennen,
Denn ich bin nicht rein und tugendhaft,
Sondern ungezügelt und wild, voll Leidenschaft.
Feuer, nicht Blut, ist mein Lebenssaft.

Nicht zu brechen ist mein Wille,
Auch wenn meine Hände duften nach Vanille
Und ich deinen Durst nach Geborgenheit stille.
Ich bin weder deine Schwester noch dein Kumpan,
Auch wenn das nicht passt in deinen perfekten Plan,
Du bist mein Prinz und ich dein verwandelter Schwan.

Zumindest dann, wenn du mich nicht verletzt,
Und mich – so wie ich bin – schätzt,
Trotz meinem Ungezügelt-Sein nicht bist entsetzt.
Dann werde ich dir alles sein,
Voller Glut und doch hold und rein,
Eine Fata Morgana, ein Traum, Schein,
alles.


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Es ist einsam ohne Liebe,
Ohne Feuer und Leidenschaft,
Ohne Sehnsucht und ohne romantische Tagträume,
Ohne deine Augen in meinen Gedanken,
Ohne die Aufregung, wenn ich dir begegne,
Ohne mein pochendes Herz und mein rasendes Blut,
Ohne deine Stimme, ohne deine Wärme.
Wo bist du nur?
Ich vermisse dich so unendlich.


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Je suis naïve

Dein Finger streicht über die Flügel meiner Seele.
Ich blicke dich an und sehe Hoffnung.
Mißbrauche meine Kinderaugen nicht.
Mache mich nicht blind.
Mache mich leben.


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Je ne m’en vais pas volontairement

Sag mir, ist deine Seele ein strahlender Stern?
Sag mir, ist deine Stimme ein Glockenspiel?
Sag mir, sind deine Augen Fenster, durch die die Sonne scheint?
Sind meine Tränen dein Herz, das still weint?
Mein Kopf ist leer, zerbrochen ist mein Federkiel,
Denn wir sind uns so unendlich fern.

Unsere Wege mussten sich trennen,
Aber der Schmerz ist schier unerträglich!
Ich will dich noch nicht ganz ziehen lassen,
All diese Gedanken machen mich mein Leben hassen.
Können wir denn ohne einander sein, du und ich?
Gar so, als würden wir uns nicht einmal kennen?

Vielleicht kannst du es, ich nicht.
Ich lasse dich nicht gehen, niemals.


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Monde des rêves

Lasse mich nicht weinen bloß aus Einsamkeit.
Alles ist so grau, so trüb, nicht lebenswert.
Es zerbricht mir einfach das Herz!
Dieses Gefühl, diese Gedanken, dieser Schmerz.
Die Schwermut und die Stille sind mein Gefährt.
Mein Leben gleich dem Tod. Meine Träume nimmt mir die Zeit.

Träume von Verständnis, Träume von Fröhlichkeit.
Träume von Wärme, Träume von Geborgenheit.
Träume von Vertrauen, Träume von Ehrlichkeit.
Träume von Liebe, Träume von Zärtlichkeit.
Träume von uns.


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Geduldsspiel

Ich fühle mich so unendlich einsam,
Verloren wie ein Staubkorn in der Luft.
Ich weiß, bald werden wir gemeinsam
Lachen über die längst übersprungene Kluft.

Aber bis dahin bin ich allein,
Ohne deine Blicke, ohne deine warme Hand,
Muss ich ohne dich sein,
ohne dieses unerkannte Band
der Liebe.

Lasse mich nicht warten ...


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Spurensuche im Lebenssand

Oft sind wir Menschen am einsamsten
In der Gegenwart anderer Seelen.
Trotz süßer Liebkosungen und Worte
Kann uns manchmal wahre Zärtlichkeit fehlen –

Zärtlichkeit des Geistes.
All die Dinge, die ich in dir finde.
Wenn du auch noch so weit fort bist,
Umhüllen mich dennoch deine warmen Winde –

Deine Luftstöße auf meiner nackten Haut,
Deine mich überströmenden Küsse,
Deine Hand, deine Finger, Kreise ziehend.
Brodelnd heiß werden meine Sinne, meine innren Flüsse –

Sich mischend mit deinem Blute,
Feuerrot und von Flammen durchdrungen.
Unerschöpflich schenkst du mir aufrichtige Liebe.
Machst erschöpft unser beider Lungen –

Ringend nach Luft zum Atmen,
Luft zum Leben!
Durchdrungen von glitzerndem Herzstaub.
Den uns Gott hat gegeben.

Nur nach dir sehne ich mich,
Hoffe dich eines Tages zu entdecken.
Ohne dich zieht alles an mir grau verschwommen vorbei.
Aber du wirst mich aus meinem Dornröschenschlaf erwecken.


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Gestern

Gestern habe ich dich begraben.
Dich an den Ort getragen,
Wo die Körper meiner Geliebten liegen.

Gestern habe ich dich ein letztes Mal angeblickt,
Auch wenn es sich so nicht schickt
Für die inkorporierte Scheintugend.

Gestern habe ich das letzte Mal von dir geträumt,
von deiner Haut glänzend und gebräunt
Und diesen verletzenden Augen.

Aber heute liegst du allein
In der Gruft der Erinnerung, deinem vergilbten Schrein.
Heute bist du Vergangenheit
Und scheinst mir nichts mehr als eine Begebenheit
längst vergessener Tage zu sein.

Heute habe ich begonnen zu
Atmen, zu
Denken, zu
Leben.


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De vez en cuando...

Von Zeit zu Zeit zieht mich
das Nichts mit sich hinab
in eine bunte Sinnlosigkeit;
zwar süß und duftend,
schillernd und glimmernd,
bezaubernd, verlockend,
hauchig und leicht.
Jedoch will meine Seele nichts finden,
womit sie diese tiefe Einbuchtung
- einer Kluft gleich, felsig und kahl -
erfüllen kann.
Das einzige,
am Grunde dieser eisigen Grotte liegend,
das mir blieb, bist du,
die Töne, die ich für dich in Reih‘ und Glied brachte,
die Worte, die ich für dich zu Gänseblümchenketten flocht,
und die Gedanken an dich,
in meinem Herzen dein Bild.


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Tomber dans l‘oubli

Warum soll es von Vorteil sein,
Dich zu vergessen?
Sie nennen mich besessen,
Ich soll dich endlich loslassen.

Ich soll dich ziehen,
Die Vergangenheit ruhen lassen;
Dich gar hassen?
Aus meinem Leben entfernen?

Aber ich will nicht!
Ich kann dich nicht hergeben,
Ein neues, aufregendes Leben
Beginnen – ohne dich.

Es ist so schwer.
Es tut so weh.


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Promenade en bateau

Isis und Osiris sind gekommen mich abzuholen,
Schüchtern steige ich in ihr Boot,
Begegne dem Tod,
Dem untergehenden Feuer am Horizont.

Obwohl es verboten ist sich umzudrehen,
Wende ich meinen Kopf um zu dir.
In die Augen siehst du mir
Nur für einen kurzen Augenblick.

Aber ich blicke dir lange nach,
Voll Liebe und Sehnsucht,
Nach meiner rettenden Bucht
- oh! ich möchte dich nicht verlassen!

Bleib‘ bei mir! denke ich.
Aber du hörst mich nicht.
....Liebst mich nicht.
Liebtest mich nie....


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Inébranlable

Selbst wenn man um die Enttäuschung weiß,
Wundere ich mich immer wieder,
Wie sehr es verletzt,
Vergiftend durch meine Venen fließt; feuerheiß
Legt es sich auf meine Gedanken nieder.
Todesschwarz hat es mein Herz benetzt.

Aber meine Gefühle, meine Gedanken
haften dennoch an dir.
Wie oft betrog mich die Hoffnung?
Ließ mich in meinen Entschlüssen wanken?
Tausende Ratschläge gab man mir.
Und ich versprach Besserung.

Aber es hilft nichts – mich selbst zu belügen.
Denn mein Herz ist das Deine,
Meine Seele existiert für dich.
Ich kann die ganze Welt betrügen,
Alle Herzen, aber nicht das Meine,
Nicht mich.
I c h l i e b e d i c h .


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Cadeau d’anniversaire

Heute Nacht hatte ich einen Traum
Unbeschreiblich schön
Unbeschreiblich wirklich
Nicht in dieser Zeit, nicht in diesem Raum

Ich habe meinen Kopf an deine Schulter gelegt
Und du hast mich geliebt
Ich habe dein Herz pochen gefühlt
Noch immer bin ich tief bewegt

Doch plötzlich warst du verschwunden
Wie real...


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Sonnenspiel
(jeux du soleil)

Im Augenblick deines Erscheinens
fielen die Sterne vom Himmel herab.
Wie ein magischer Zauberstab
hast du meine Seele mit Blüten ausgeschmückt.

Und ich wage keine Sekunde daran zu denken,
diesen Moment missen zu müssen
- dieses Geschenk der singenden Bäume.



Juego del sol

En este momento de tu visión
cayeron las estrellas del cielo.
Como una varita mágica
decoraste mi alma con flores.

No arriesgo pensar un segundo
prescindiendo de este momento
- este regalo de árboles cantando.



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Mon serment

Wie gerne kehre ich zu euch zurück,
Lasse mich in eure Arme schließen.
Welch wunderbar warmes Glück
Eure aufrichtige Liebe zu genießen!

Wo auch immer ich bin,
Euch gilt meine Liebe, meine Gedanken.
Auch wenn ich mich zu selten darauf besinn,
Ich kann euch nicht genug danken.

Und wenn unsere Körper eines Tages sterben,
So verspreche ich, dass, wenn noch irgendein Funke von mir existiert,
sich eine Flamme entzündet, aus all den Scherben
sich ein helles Licht in all der Dunkelheit niemals verliert
... mOn aMoUr mY lOvE aMoRe MiO Mi AmOr ...


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Sin corazón

Staunend wandle ich durch dich,
durch das, was man Seele und Herz nennt;
Ich fühle ich einen brennenden Stich
in mir, denn ich kann keine Liebe erkennen.

Kein Verständnis, keine Zärtlichkeit.
Eine leere Hülle. Einer Wüste.
Keine Oase weit und breit.
Eine ausdruckslose Büste
Eines längst vergessenen Imperators.

Auch ich bin vor dir gekniet.
Habe mitgesungen dein Lied.
Habe gesehen den Himmel schillernd gold.
Meine ganze Welt war unantastbar hold.

Aber ich habe mich befreit!
Nun bin ich bereit,
Auch barfuß davonzulaufen,
Mich wieder umzutaufen
auf meinen eigenen Namen,
den ich schon beinah vergessen hatte.


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Fuiste polvo, polvo eres
(für Fredl)

Irgendwann
werden wir alle
nicht mehr sein
weder
weder Fleisch und Blut
noch Gedanke oder Erinnerung
dann werden wir eintauchen
in das Meer
der Träume


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Cada día pienso en ti

Wie ärgere ich mich über meine Emotionen;
Unberechenbar überströmen sie mich.
Ich gebe die Schuld meinen Hormonen,
Nur um es mir selbst nicht einzugestehen.

Alles ist ein Konstrukt unseres Gehirns.
Auch, dass ich mich nach dir sehne?
Auch diese Empfindung, die mich durchzuckt?
Auch meine herabtropfende Träne?

Und selbst wenn es so wäre,
Bist du der einzige Mensch auf der Welt,
Der mich so verwandelt,
Der mich im Leben festhält.

Welch bittere Ironie...


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Mi razón

Ich zerbreche mir den Kopf über die Dinge,
Die du mir ins Ohr geflüstert hast;
Wie du es schaffst,
Dass ich dauernd an dich denke.

Auf der einen Seite
Bin ich über meine Gefühle entsetzt;
Ich fürchte, dass die Zeit mich verletzt,
Endlos fortschreitend, ohne Rücksicht auf mein Herz.

Aber
Andererseits
Möchte ich schweben, fliegen,
Mich an dir anschmiegen,
Dir blind vertrauen.

Doch keine weiche, himmelblaue Wattewolke
Wird mich auffangen.
Ich muss viel eher um mein Leben bangen;
Du weißt, dass ich nur die Wahrheit ausspreche.


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Ton individualité

Ich mag es, dass du auch mit deinem Armband spielst,
So wie ich es oft tue,
Wenn mein Blut wild durch meinen Körper rast
Und ich finde dabei keine Ruhe,
Dir zuzuschauen, ich möchte deine Hände festhalten.
Ich möchte so unendlich viel –
Pfeifen auf all die Regeln und Anstalten,
Die die Menschen brauchen, weil sie Angst vor sich selbst haben.
Lass uns entfliehen,
Nur uns selbst sein – nichts weiter;
Vertraue mir,
Sei ausgelassen und heiter
Und erfreue dich an deinem Leben,
an mir, an meinen Worten,
Die dich ins Paradies erheben.


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Ta peinture

Ich wünschte, Monet könnte deine Gedanken
Mir malen auf einen großen Bogen Papier;
Mit welchen Farben würden die Pinsel deine Seele umranken,
Dir dein Herz aufmalen?

Und ich würde dann dein Gemälde betrachten –
stundenlang, darin versinken.
Jede kleine Einzelheit beachten,
Fasziniert von deiner inneren Schönheit.


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Aforismi

Ich sehne mich nach deiner Stimme,
deinem Lachen.
Ich denke über die Dinge nach, die ich dir sagen möchte,
jeden Tag, jeden Moment.
Und ich vertraue darauf,
dich zu finden – irgendwann.
... Sternenübersäte Weite ...


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Spero

Ich hoffe, du wirst mich irgendwann verstehen,
So unwichtig es auch für dich ist.
Vielleicht wirst du später einmal sehen,
Wie deine Worte verwundeten mit unsichtbarer List.

Du drehst dich um, gehst fort
kopfschüttelnd, verständnislos;
Wegen diesem einen Wort
L I E B E
verpasst du mir einen Stoß
ins Nichts.


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El paraíso

Ich werfe mein Haar zurück,
genieße es, ich zu sein.
Eigentlich fasse ich es gar nicht, mein Glück,
möchte diesen Moment stellen in einen goldnen Schrein;
Lasse meine Kreolen wild hin und herschwingen,
spüre den dünnen Stoff auf meiner nackten Haut,
Und all meine Häarchen singen
und meine Lippe taut –
schwerrot.
Dieser Mund, den du möchtest küssen,
Zieht an dir vorbei, wie ein Plakat.
Ich weiß, ich hätte es sagen müssen,
Dies ist eine endlose Fahrt
ins Paradies.


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Welch trügerisches Spiel meiner Gedanken!
Unberechenbar schwirren sie um mich.
Machen Herz und Kopf wild zanken,
in meiner Seele aalen sie sich,

Wohlwissend, dass ich ihnen nicht mächtig bin.
Rücksichtslos sammeln sie sich,
ohne zu fragen nach einem Sinn,
Sie zwingen mich, zu denken an dich.

All die bunten Bilder, schillernden Phantasien
von Liebe und vollkommner Pracht,
unantastbar – diese vergehen nie.
Diese haben unendliche Macht.

Du batest um Verzeihung, gedankenlos,
wusstest nicht, dass sie mein Herz von Neuem entzünden.
Doch ich bin hilflos!
Nein! ich kann es nicht begründen,

Denn das, was du mit mir geschehen lässt,
ist unaufhaltsam, tränennass und subtil.
Lässt von mir übrig keinen Rest,
macht aus meinem Leben ein Theaterspiel.


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Jamais

Ich hatte solche Angst vor dem Leben,
doch heute habe ich mich entschlossen,
ja! Ich möchte meine Seele geben,
nicht schwermütig, traurig und verdrossen
hinauf zum Himmel schauen!

Und ich habe erkannt,
dass ich dich liebe – Stefan,
du hörst es lieber unbenannt,
oder möchtest, dass ich es verdränge.

Oder welches Wetter schickst du mir?
Sonne, Regen oder gar Stürme?
Du weißt, ich wünsche dir
Berge von Glückseligkeiten, die ich vor dir auftürme.

Du verweist mich in Einsamkeit,
in Schwermut, Wüste und Kälte,
bist kaum eine Sekunde bereit,
bloß zuzuhören, was sich noch dazu gesellte.

Denn ich bin dir völlig egal,
was auch immer ich tue,
der Himmel scheint todesfahl,
du verweilst in seliger Ruhe,
oder täusche ich mich?

Doch ich zürne dir nicht,
vielmehr möchte ich dir sagen,
mit all den anderen und auch mit diesem Gedicht,
an unendlich vielen Tagen:
Ich vergesse dich nie.


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Taumelnd

Heute will ich
fröhlich
sein mit dir.
Vergessen alle Tränen,
die geflossen sind wie Fontänen.
Genießen. Jetzt und hier.

Süße Worte,
die ich in meinem Herzen hörte,
spinnen zu glimmernden Netzten.
Dich darin einbinden,
die aller süßesten Verse erfinden.
Nenne sie ruhig Fetzen!

Denn sie können nicht,
kein Gedicht
der Welt Dir gleichen.
Doch sei meine Feder,
der beugsame Ast einer Zeder.
Und doch können wir uns niemals ganz erreichen.


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Tu me manques

Mein Gott! Wie vermisse ich dich!
Kein Moment, an dem ich nicht
an dich denke, sehnsüchtig!
Sehe tief in mir dein Gesicht.

Wo bist du? ruf ich in die Nacht hinaus,
aber du antwortest nicht.
Keine Gegenrede darauf,
bin ich verschwunden aus deinem Licht?

Ich verzehre mich nach dir,
strecke meine Hände zum Himmel empor.
Es erscheint mir schier,
als fühlt‘ ich nie so zuvor.

Wenn du deine Augen schließt,
ist es, wie wenn du meine Seele liest.

Zeig mir, dass ich nicht umsonst flehe,
dass du auch sehnsüchtig suchst meine Nähe.


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Avec toi

Mit dir werden Sekunden zu Stunden
und der Himmel sternklar,
es heilen alle Wunden,
meine Träume und Wünsche werden wahr.

Sag mir, dass ich nicht träume,
dass die Erdbeeren schon immer so süß und rot,
dass meine Fantasien keine Schäume
waren, denn das bedeutete meinen Tod.

Der Liebe Strahl hat mich geküsst,
und es ist mir, als müsst
ich die ganze Welt umarmen!


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La confesión

Klagt mich an!
Oh, ihr Menschen, die ihr mich nicht versteht!
Ihr wollt zügeln meinen Überschwang,
wenn ihr mich mit lachendem Munde seht!

Ihr nennt mich schlecht,
denn ja – ich liebe!
Meine süßen Worte sind nicht recht,
sterben durch eure ironische Hiebe.

Ihr nennt mich überspannt und romantisch,
leidenschaftlich und nervös.
Eure Blicke sind pedantisch,
ihr wollt, dass ich die Bande lös‘.

Vergeblich, oh ihr, meine Freunde.
Die ihr um meine Beine streicht,
wartet umsonst, dass mein Gefühl entweicht,

Oder ich beschämt verleugne,
ich trete mutig dafür ein,
wahre nicht Euren trügerischen Schein!
Denn ja – ich liebe!


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Chimère illusoire

Wirst du verschwinden,
wie kleine Luftwasserblasen?
Werde ich dich nicht wiederfinden,
Verschluckt von Nebeln und Gasen?

Des Traumes und der Fantasie,
Die auch mich gefangen nehmen,
denen ich nicht entkomme – nie!
Der Liebe hilft kein Sehnen.

Welt! zeige mir,
dass uns Sternmuscheln umgeben!
geaalt habe ich mich schier –
du könntest ähnliche Gefühle hegen ....

Glitzernder Mondenhauch,
lass‘ mich nicht im Stich!
Schwebe mit mir weit hinauf,
umarme mich, küsse mich!


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Mât d‘amarrage

Wie Phönix hast du mich
aus der Asche auferstehen lassen.
Kann ich dich
denn jemals fassen?

Dich halten,
damit du nicht wirst davonfliegen?
Deine Ikarosflügel zusammenfalten,
den Himmelsrand verbiegen?

Ich lasse Gewitter erzittern den Himmel,
Wellen schlagen auf Klippen,
nur um zu berühren deine Lippen.

Rauschende Wasser und Himmelsgestirne
machen uns schweben durch die Welt.
Die Liebe ist es, die uns hält.


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Monde chimérique

Wenn ich atme, lebe, denke,
dann denke ich an dich.
All meine Gedanken schenke
ich dir, so süß und lieblich.

Und selbst wenn ich träume,
berührst du mein Herz,
führst mich in unerkannte Räume,
nimmst weg all den Schmerz,

Der mich quälte, endlos.
Du breitest deine Flügel aus,
trocknest die Blumentränen des Taus.

Mit dir, bei dir, in dir
erwache ich zum Leben;
du machst mich engelsgleich schweben.


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Le gentilhomme

Ganz plötzlich, lautlos,
war dein Lächeln die Geburt eines Sternes
und dein Blick ein feuerspeiender Vulkan,
der die glutige Masse über mich strömen ließ.
So bin ich untergetaucht,
habe meine nackte Haut benetzt,
bin geschwommen
im Frühling-
in der Liebe
mit dir.


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Tu m’as fait naître

Als die Blätter grün wurden
und die meisten Menschen fröhlich waren,
bist du plötzlich gekommen und
bist mit mir zum Himmel empor gefahren.

Hast meine Augen wach geküsst,
vom Winterschlaf erweckt,
streicheltest meine Haut wie Federspiele
und hast mein wahres Ich entdeckt.

Ließest Wasser brennen
und Traum Wirklichkeit werden,
hast meinen Sarg geöffnet,
mich abgehalten, vom Sterben...

Du hast die Sterne leuchten gemacht,
die Gräser zum singen gebracht;
den tränentrocknenden Wind geschickt,
nie hatte ich eine reale Fantasie, dich, erblickt.

Ein letztes, süßes Wort,
mein Herz, das schlägt bei dir.
Seiest du auch noch so weit fort,
in meinen Gedanken bist du stets bei mir.


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Zeit ist Veränderung.
Tod ist Leben ohne Träume.
Schmerz ist Bewusstsein ohne dich.
Sinnlosigkeit ist Leben ohne Liebe.
Zukunft bist du ohne mich.


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Abschied

Ich frage mich,
sind wir uns denn je begegnet?
Habe ich jemals zu dir gesprochen?
Und du mir vielleicht sogar manchmal entgegnet?

Haben wir jahrelang dieselbe Luft geatmet?
Und dieselbe Sonne gesehn?
Habe ich dir je meine Seele offenbart?
Konnte ich dir jemals meine Liebe gestehn?

Es ist Zeit
Adieu zu sagen.
Ich gestehe, ich fühle Tränen tropfen.
Doch es ist keine Zeit zu klagen.

Noch ein letztes Mal halte ich nostalgisch an dir fest,
möchte dein Bild nicht hergeben.
Doch die Zeit reißt dich fort
Und sagt, ich solle endlich leben.

Doch gibt es mich
ohne dich?
Ohne Saite – ein Bogenstrich?


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C’est dur, mourir au printemps

Fass‘ meine Hände
und lass‘ uns im Kreise drehen,
die Welt verzogen sehen,
wie mit bunten Bildern übersäte Wände.

Lass‘ uns den Regen
auf der Haut spüren,
und die Liebe tief, allgegenwärtig;
den Frühling neben uns legen,
mich deine Augen berühren.

Was ist das, Leben?
Morgen sind wir ein Grashalm,
oder ein Stern,
dort oben schwebend
(nicht im Himmel),
sprich keinen Psalm,
das kann nicht der Kern
dieser endlosen Sinnlosigkeit sein.

Ich lebe heute,
verlasse mich nicht,
keine Sekunde, die ich bereute,
sieh mir ins Gesicht!
Meine Tränen der Bitterkeit...


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Nachtstunden....

Meine Augen
baden sich in einem Meer von Sternen
glitzernd hell.
Es schien mir
ewig
diese Dunkelheit,
diese Kälte.
Fast wäre ich
erblindet und erfroren.
doch die Sonne,
du,
hast mich
wiedererweckt.



Horas de noche

Mis ojos
se bañan en un mar de estrellas
- centelleando - iluminados.
Me pareció
infinita
esta oscuridad,
este frío.
Casi habría muerto de frío
- pero el sol,
tú,
me has reanimado.



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Onset of winter

Der Schnee fällt auf noch
nicht aufgebrochene Knospen,
bedeckt sie eiskalt,
lässt sie sterben.
Fast so wie deine Blicke,
die mich zuerst verwunden
und dann
sogar mein Blut
gefrieren lassen.



Onset of winter

La nieve cae
encima de los capullos
- ya no se abrendos -
los cubre con frialdad,
los hace morir.
Casi como tus miradas
que me hieren al principio
y entonces
hacen congelar
incluso mi sangre.



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Mon existence

Glaubst du wirklich,
dein Leben wäre völlig unverändert,
ebenso,
wie jetzt,
in diesem Augenblick,
wenn meine Lippen niemals zu dir gesprochen,
deine Ohren nie geküsst hätten?
meine Feder niemals über
das weiße Blatt geglitten wäre,
um Worte nur für dich
zusammenzusetzen
oder gar zu erschaffen?
Oder glaubst du wirklich,
dass deine Worte immer diesselben sind,
auch ohne meine Existenz,
ohne meine unerschöpfliche,
unauslöschliche Liebe zu dir?
Wenn ich auch
niemals
nie
deine Seele, dein Herz erreichen konnte,
in der Weise
wie ich es gewünscht hätte,
so sage ich dennoch,
dass du nur du bist
durch Gott und die Welt,
durch alles und durch nichts
und auch durch
mich.


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It would be so perfect

Lichtschattenspiele auf den maisgelben Wänden
gelb, gelb
wie Sonnenblumenblüten,
wie dein Hemd,
das -
für meine Augen -
heller leuchtet - als selbst die Sonne.
Durch Fensterglas seh' ich
einen einzigen Stern
doch der ist hell
wie ein Traumbild
(scheint er auf mich?)
Musik hört man,
die die Enden meiner Seele erreicht
- zu sich hinabzieht.
Traumphantasie
zu schön fast!
Als dass es wahr sein könnte....
nimm mir alles,
aber schenk' mir dein Herz
nur für diese eine Nacht.
Fordre alles -
gib nichts -
außer mein sein
zurück.


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Soul suicide

Ich wünschte,
ich würde dich nie mehr wiedersehen.
Doch wer wünscht sich seinen eigenen, seelischen Tod?


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Fleur d'été

Es gibt Sommertage
so hell
so warm
so wunderschön
wie die Sonne selbst-
ich sehne mich nach ihnen
doch wenn heut'
die sich im Wasser spiegelnden Strahlen
meine Haut bemalen
und ich mein Haupt erhebe
zu dir
zu seinem Angesicht
das mich Lächeln macht
dann weiß ich
es gibt sie noch
die klaren Morgen
wolkenlos
erfüllt nur von Vogelstimmen und
sanftem Blätterrauschen
die Mittage
bewegungslos
ohne einen Ton
glühendheiß
Nachmittage
schwanger von Blütenduft
und tropfendem Pfirsichsaft
spielenden Zehen auf saftigem grünen Gras
laue Abende
mit Himmelsfarben
so bunt und lebendig
wie die Farbteller von monet
kühle, sternenübersäte Nächte
mit klirrenden Champagnergläsern
zarter Musik
und dem Rauschen pastellner Roben
doch du fehlst
bist nirgends in meinen Bildern der Erinnerung


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La excursión a pie

Ich wollte
all mein sein
meine ganze Seele
flöße
in meine Knöchel
meine Sohle
selbst in meine kleine Zehe
die sich reckt
weit, weit
versucht dich zu erreichen
Ach! Wie beneidenswert
sind meine Zehenspitzen
die streifen
den Saum deiner Jacke
die sind nur ein Windhauch entfernt
von dir...
könnt ich nur
sehen, riechen, sprechen
mit meinen Fußspitzen....
wie beneidenswert sie doch sind!


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Indiferencia

Missachte mich
verfluche mich
beschimpfe mich
schrei mir ins Gesicht!
Doch
ignoriere mich nicht...
lass mich dir nicht
völlig
gleichgültig sein
ich bin kein welkendes Blütenblatt
am Wegrand
kein Papierknäuel
das du gedankenlos
wegwerfen kannst
keine Wolke
die lautlos vorüberzieht
ich bin Geist
ich bin Seele
ich bin Herz
ich bin Liebe
Liebe wirft man nicht achtlos weg


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Esperanza

In meinem Träumen
gibt es
in meinen Wünschen
gibt es
in meinem Herzen
tief in mir
gibt es
Hoffnung
ich wünschte
es gelänge mir
sie zu ersticken
doch dann stürbe ich mit ihr



Esperanza

en mis sueños
hay
en mis deseos
hay
en mi corazón
hondo en mí
hay
esperanza
desearía
poder ahogarle
pero moriría
con ella



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El porvenir

Wann wird all dies endlich
enden?
Wie erwarte ich sehnlich
eine Erlösung!
Befreit soll ich werden
von deiner Gegenwart
ohne die ich nicht zu existieren vermag
Es gibt weder gestern
noch heute
noch morgen
Das einzige
was ich fühle
bist du
den Augenblick deiner Gegenwart

Wie?
oh, wie soll ich weiter-
leben
dichten
denken
atmen
ohne dich?

Findet mein Leben
sein Ende
am Beginn
des Lebens?


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Stefan
heißt Kranz oder Krone
Gekränzt hat er mich
Eine Krone trägt er


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La posibilidad

Könnt' ich
dir
mit meinem Worten
einen Bruchteil meiner Gefühle mitteilen -
(würdest du dann...?)
Könnt' ich
dir
mit meinen Augen
nur im gerinsten sagen -
(würdest du dann...?)
Ach - könnt' ich
dich
nur dich
einfangen
mit meinen flammenden Händen
die du entzündet hast
verzaubert hast
du
meine Hände
meine Augen
meine Worte
Wenn du mich
fühltest
sähest
hörtest
würdest du mich dann nicht...?


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La bague

Sonnenstrahlen kitzeln mein Gesicht
hörst du die Wellen?
Wie gerne wäre ich eine von ihnen...
meine Seele
ist das Wasser
so bewegt
durch dich
wild treffen sie auf Gestein
verschlingen es.
Der weiße Schaum
scheint es zu zerschlagen
mit sich in die Tiefe zu reißen
doch-
nach einem Atemzug
sehe ich:
nichts ist verändert
die Brandung ist wie eh und je
unverändert
wie deine Seele
dein Herz


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Je ne veux plus!

Ich möchte dich nicht mehr
sehen
hören
riechen
schmecken
fühlen
Ich kann
und ich will !
nicht mehr mit dir sprechen.
Jedes Wort
das über meine Lippen
zu dir, dir, dir
huscht,
oder über die Tastatur meines Computers
zu deinen, deinen, deinen
Augen
reißt mir
eine Wunde in mein Herz
treibt mir Tränen in die Augen
macht mich dich
hassen.


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Hin und....?

Lass mich
Lass mich gehen!
Los
Laufen
Davon
Fliegen
Weit
>nein, danke (?)
nicht
retour<


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Ich spüre seine Wärme
meine Hand berührt das Holz,
auf dem er saß
warum ist er gegangen?
Oder ich nicht mit ihm?
Das Holz wird kalt
ein Schauer läuft mir über den Rücken
und Tränen rollen über meine Wangen
und der Zug über die Gleise
immer weiter fort
fort


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Baiser d'adieux

Später werde ich es einteilen
in ein Leben vorher und ein Leben nachher
mit und ohne
aber sonst wird der Wind alles mit sich nehmen.
Nichts wird mehr übrigbleiben
nichts


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L‘amour

Dunkelheit
wird durchbrochen
von mildem Licht
Mondlicht?
Sternenschein?
Eiskristalle?
Wasserglitzern?

Hibiskustautröpfchen?

Wärme?
Sprudelnde Thermen?
Sonnenkerzen?
Nein
Liebe


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Domination

Deine Hand ist so nah
dein Atem so warm
- verbrennt mich
deine Stimme schwebt in der Luft
berührt mein Haar
meine Lippen

Warum kann ich nicht auslangen?
Konsequenzen vergessen?
Nur den Augenblick
auskosten
aufsaugen
verzehren
?
Was hält mich zurück?
? deine Nähe.

Deine Ferne.


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Condamnation

Mein Körper lebt
Meine Seele jedoch
Hast du ermordet
In meiner Brust pocht es
Mein Herz aber
Hast du zerbrochen
Und in eine Grube
Fernab der Gesellschaft
Verachtet
Und völlig allein
Schmutzig - kalt
In ein Grab geworfen


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Tromperie

Mir war's
Als würde ich deine Seele sehen
Doch es war bloß ein Schatten
Nach dem meine Sehnsucht griff
Ein Schatten
Der leis' und trügerisch
Vorbei schlich
Um mich zu täuschen
Zu vergiften


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Étrangeté

Sag' mir Fremder
Aus welchem Lande kommst du?
Fremder, sag',
Ist es dort Sitte
Lachend Leid zuzufügen?
Oh', sag mir Fremder
Den Grund für deine Worte,
Denn ich kann dich nicht verstehen....


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La danse unique

Unter all den Menschen in jenem großen Saal
Forscht‘ ich nur nach deinem Gesicht.
Und wie war’s mir eine Qual,
Deine Augen zu sehen – ganz ohne strahlend mildes Licht.

Ich lief zu dir quer durch den Raum,
In meiner Brust brannte mein Herz;
Gar wild flog meines Rockes Saum,
Wie der Wind die Vögel, so trug mich der Schmerz.

Wie weich öffneten sich deine roten Lippen,
Um zu richten süße, milde Worte an mich,
Die mich zerschlugen wie die Kannten scharfer Klippen;
Mich zwangen zu sehen nur noch dich.

Lächelnd reichtest du mir deine starke Hand,
Führtest mich zu jenem Orte musikerfüllter Luft;
Ganz sacht, fast schüchtern berührtest du mein Gewand.
Und ich atmete deinen herrlich herben Duft.

War dies denn alles nur Phantasie?
Die mir geschickt raubte den Verstand?
Solch verlockend schöne Sucht empfand ich nie.
Um uns legte sich plötzlich ein noch unerkanntes Band.

Doch wie fern erscheint mir all dies heute,
Meine Seele vermag sich kaum zu halten,
Kein Augenblick, den ich bereute.
Ich fühle keine Empfindung erkalten.


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Ich liebe.
Dich.
Ich soll dich lieben.
Soll ich dich lieben?
Soll ich für dich meine Seele verwesen,
Mein Herz verbluten und meinen Geist absterben lassen?
Gib mir einen Grund!
Sag mir, warum ich dürsten muss nach deinen Blicken,
Warum ich hungern muss nach deinen Worten!
Frei will ich sein!
Mich lösen von deinen Ketten!
Den Ketten der Liebe,
Die mich
tiefer
blutiger
grausamer
einschneiden
als schwerste Eisenschellen.
Liebe erdrückt mich, erstickt mich-
Liebe mordet.
Ich sterbe.

Leer fühle ich mich.
Verlassen.
Seltsam.
Denn nie begleitete deine Seele die meine,
dein Schatten meinen Schatten.

Nie fühlte mein Herz deine Wärme,
Nie.
Vielleicht fühlt‘ ich darum nie einen größeren Schmerz.


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Erlebnis in der sixtinischen Kapelle

Überwältigt stehe ich inmitten dieser Pracht,
Schwindelig, laut, voll Leidenschaft giert jedes Antlitz nach mir,
Jeder Sinn in mir erwacht,
Es erfasst mich, zerreisst mich wie ein wildes Tier.

Kaum vermag ich mehr zu unterscheiden,
Welche Wesen sind aus Fleisch und Blut,
Alle Seelen leiden,
Verbrennen stöhnend in der Glut.

Uns beide hebt diese brodelnd rote Leidenschaft
Hinauf in seine Weiten,
Von Neuem fließt der Lebenssaft
Mit all seinen fesselnden Schönheiten.

Nie dagewesene Bilder
Strömen plätschernd über unser Sehen,
Immer zarter, immer milder,
Endlich erhören die Propheten unser Flehen.

Jäh, ganz sacht schließen unsere Augen sich
Und wir schweben zurück in unsere alte Welt,
Erschrocken suchen tu ich dich,
Doch längst fort ist mein erträumter Held.


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Blutende Nähe

Du nimmst mein Herz
Und zerschneidest es in sieben Streifen,
Trotzdem ist manchmal deine Nähe
Ein viel größerer Schmerz;
Der Glaube, ich kann dich nicht mehr erreichen,
Obwohl ich dich neben mir sehe.


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Skandal

Wie hat geblickt die Welt entsetzt,
Als ich gezeigt hab' meine Liebe,
Verdrängt, vergessen, verleugnet ist's jetzt,
Beraubt mich nicht, oh ihr Diebe!
Gelb und golden seid ihr vor Neid,
Wenn ihr mich seht im Herzenskleid,
Von einem fremden Lande soll ich sein?
Ich schwör's euch, mein Gewissen, das ist rein!
Doch ich geb' es zu sogar,
Ich bring' euch meiner Lieder Strophen dar,
In denen ich gar oft bin geflogen,
zu einem glitzernd hellen Stern,
Nicht ein Wort ist hiervon gelogen,
Gestehen tu ich's euch nur zu gern!
Denn nichts Schimpfliches ist doch dabei,
Wenn ich mein Herz – sei's auch nicht im Lied – befrei,
So schweigt und gehet nur hin –
Und höret von Weitem wie ich sing,
Mit einer aquamarinhellnen Stimme,
Die euch zerschlägt, wie eine mächt'ge Klinge,
Wie ein zerschelltes Boot an einer Klippe,
Wie Küsse auf Stefanens rotgeschwungner Lippe -
Ist das der Anfang, oder das End'?
Das nicht mal unser Gott mehr kennt –
Jetzt ist es aus mit der Verbindung –
Und vielleicht auch - irgendwann einmal – mit der Empfindung.


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Ich träum' von einer Vollmondnacht,
Von einem stillglitzernd grünen See,
Aus dem emporsteigt eine holde Fee,
Und plötzlich seine Liebe entfachet.


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Impressionen

Wie die Dichter vergangner Tage,
Wandelt meine Seele durch das stille Land,
Erfüllt von Freude - nicht von Klage,
Mir ist's, als wenn ich deine Seele fand.
Verbunden ist nun unser Denken,
Getrennt und doch so nah,
Mein ganzes Leben möcht' ich dir schenken,
Es ist unglaublich, dass es geschah!
Obwohl mein Herz wild jauchzend singt,
So hab' ich keinen Sieg errungen,
Und doch hör ich, wie Engelsgloria erklingt,
Nichts von alledem scheint mir erzwungen.
Ganz plötzlich ward es heut geschehn,
Dass du du meinem Worten lauschtest,
Nie hab ich dich so mild gesehn,
Wie du mich zart anhauchtest.
Die Welt schreit zornig und wild: „Mein Kind!
Dass du wohl bist nicht allzu blind!“
Und warnte, warnte...
- Doch ich?
Was kümmern Konfessionen mich?
Brechen tu ich sie – und dich
Will ich hochheben über alle Gedanken,
Gott tausendmal für unser Leben danken,
Dass du bei mir bist - wenn auch speziell.
Süßer Worte Sinn erfassen ist nicht schwer für mich,
Auch tiefe Nacht verbreitet sich,
Sodass ich müd' in Nebeln wandle und mich verlier –
in Gedanken von dir....


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Nachtgeflüster

Wenn das Licht der Nacht mein Herz durchbricht,
Kannst du nicht in weiter Ferne sein,
Denn nur in diesen trauten Momenten
Fühl' ich den warmen Schein des Mondes
In den tiefsten Winkeln meiner Seele,
Und plötzlich, getroffen wie von tausend Blitzen,
Stehst du vor mir in all deiner holden Pracht,
Ganz sanft langen sogleich meine durch die nächtlichen Winde lauen Hände nach deinem glühenden Leib,
Wie im Traum vergessen wir die Gegenwart,
Doch nur kleine tanzenden Glühwürmchen und glitzernden Sternbilder sind unsere Zeugen,
wenn sich unsre beiden Herzen finden.


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Passion

Im wildem Taumel verschwand um uns die Welt,
Ohnmächtig waren meine Gedanken,
Eine Glut schien mich entflammt zu haben,
Wie Feuer brannten deine Hände auf meiner Haut,
Meine Kehle wart wie zugeschnürt,
Voller Leidenschaft bogen sich unsere Körper,
Als fesselte sie eine unsichtbare Kraft aus alter Zeit,
Welche wog schon Zeus und Aphrodite in zarten Schlaf,
Doch scheint plötzlich alles so verändert,
nichts mehr so wie es vorher war,
Wie weggeblasen ist die Banalität des täglichen Lebens,
wie berührt von Engelshand,
beträufelt mit glitzerndem Elfenstaub,
so fühle ich mich jetzt in deinen Armen,
fest umschlungen,
erfüllt von Glückseligkeit.


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Was macht es,
Wenn alle Uhren dieser Welt weiterticken?
In Gedanken bin ich trotzdem bei dir.
Du bist nicht nur in meinen Träumen,
sondern vor meinen Herzen stehst du,
Und blickst mich an.
Was macht es schon,
Wenn Zeit vergeht?
Es ändert nichts.
Ich weine weiter.
Und werde niemals damit aufhören,
Nicht eher bevor du wieder bei mir bist,
Und ich bei dir.


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Rosen brennen lichterloh im schwarzen Himmel der Nacht,
Süße Locke der Versuchung,
Die mich umschlungen hat,
Schimmertraum und Sternenglanz auf matten grünen Weiden,
Kälte, Wärme, Zaubertanz, Elfenbeinchen und Puppenkleide,
Glitzernde Steine und Kometenspiel,
Alles was ich fühle, ist Sehnsucht nach dir,
Knospenschlösser in allen Weiten,
Tief versunken in deiner Gegenwart,
Efeukranz ziert dein Gestirn,
Jupiter und Venus strahlen flackernd in deinen Augen,
Doch nur all die Meere dieser Welt können deine Lippen sein,
Voller tiefer Wogen,
Dunkel und verborgen,
Hell und klar.


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Nur du und dir und mir

Nur dir will ich meine Hände leihen,
wenn du dich fürchtest in dunkler Nacht.
Nur vor dir möcht' ich mein Herz befreien,
schreien, ohne dass du über mich lachst.

Nur du sollst spielen mit meinem Haar,
wenn wir zusammen liegen dort,
sollst du mich küssen hundertmal,
an disem himmelstrauten Ort.

Nur vor dir will ich weinen,
wenn meine ganze Welt zerbricht,
möchte ich, dass wir dann träumen
und es würde wieder Licht.

Ich gäbe alles, alles nur für dich
und täte alles, damit du fühltest, so wie ich!

Doch die Dunkelheit, sie kehrt zurück,
hüllt mich ein in ihre Kälte,
es verschwindet das erträumte Glück,
welches mein Herz erhellte.


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Er ist die Sonne, der Mond und die Sterne,
erleuchtet meine Seele und mein Herz,
und doch ist er in so weiter Ferne,
alles was ich fühle ist Schmerz.

Der Nebel verhüllt meine Gedanken,
seine Augen seh ich immerzu,
dies Bild lässt mich schauderlich wanken,
es lässt mir keine Ruh.

Ich suche einen Ausweg, doch längst gibt es keinen mehr,
und wünschte ihn wiederzusehen, mein Herz, es ist so schwer.

Seine Augen sind mein Feind, denn sie machen mich benommen,
es beherrscht mich die Liebe, seit er die Hügel meines Herzens erklommen.


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Souvenirs lointains

Ich möchte, dass ich mich erinner‘
An dein anbetungswürdiges Gesicht,
Dich berühren – jedes Haar, jeden Finger;
Dieses Gefühl, das mich trifft wie hellstes Sonnenlicht.


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L’amertume de la vie

Ich seh der Berge Gipfel entbrannt
Und es ist mir, als erlangt‘
Eine alte Sehnsucht mein wehes Herz,
Das sich vor Schmerz
zerreißt.
Und jede Faser meines Denkens schreit wild auf:
"Hab ich denn jemals so geliebt?"
Wie ein süßer Todeshauch,
Der letztes Leben vertrieb.
So kalt, so finster, so schwarz und schwer
Wie in dunkler Wüstenwelt;
Mein Inneres spricht schon nimmermehr,
wie gläsern doch Gott unser Schicksal in seinen Händen hält.
Wirres, böses, zynisches Lachen
Läßt mich schier erschreckt erwachen;
Ist auch rein und treu mein stilles Sehnen,
Enden wird es doch in Tränen.
Träumen tu ich nun ganz stumm,
Verzweifelt fragen warum. Warum?
Kann denn die Welt nicht sein,
Ein einziger warmer Sonnenschein?


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© Karin Jugl


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