Gedichte
Leben
Spiel der Zeit
Die Zeit vergeht doch wie im Flug,
so ist es doch ein Selbstbetrug.
Gedanken, Sorgen die man sich macht,
kommen oft dann über Nacht.
Wollen dann nicht mehr weichen,
bleiben ohne gleichen.
Verdränge den Schmerz,
besinne dich im Glück,
dann kommst du weiter,
auf der Lebensleiter.
Die Zeit spielt mit uns ein Spiel,
davon verstehen wir nicht viel.
Behalt, was dich glücklich macht,
die Sorgen vergess über Nacht.
Das Schlechte kommt von ganz allein,
drum nimm dir Zeit zum glücklich sein.
(Trixi)
(Danke an Trixi)
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Zeit
Sie ist das was wir nicht haben,
Sie ist das was wir uns gaben,
Sie war viel zu schnell vorbei,
Das erkannten auch wir zwei!
(MariuStaind)
(Danke an MariuStaind)
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Mensch und Schicksal
Ehe ich in dieses Erdenleben trat,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde;
da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangen nahm-
da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte;
da waren Hass und Hochmut, Stolz und Scham.
Doch sah ich auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind -
wo Klage nicht mehr ist, und nicht mehr Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt;
wo Liebe dem, der noch in Stoff gebunden,
die Seligkeit des losgelöst seins schenkt -
wo sich der Mensch, der Menschenpein entwunden,
als Auserwählter hoher Geister denkt...
Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel;
mir ward gezeigt die Wunde, draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel...
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört` ein Wesen ich die Frage tun,
ob ich wohl dieses Leben mich getraute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun...
Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme -
"Dies ist das Leben, das ich leben will",
gab ich zur Antwort mit entschloss`ner Stimme
und nahm auf mich mein neues Schicksal still...
So ward geboren ich in diese Welt,
so war`s, als ich ins neue Leben trat -
ich klage nicht, wenn`s oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab` ich es bejaht!
(H. Hesse)
(Danke an Frauke)
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Es ist nicht schwierig Mensch zu sein,
ob arm, ob reich, ob groß, ob klein.
Packt dieses Thema richtig an,
ob junge Frau, ob alter Mann.
Gemeinsam geht`s wohl stets am besten,
im Norden, Süden, Osten, Westen.
Die Jugend, sie soll fröhlich sein,
doch laßt die "Alten" nicht allein.
(Autor unbekannt)
(Danke an Melly)
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So ist es
sagt man
ein Baum zum Beispiel
ist so
so ist ein Baum
und ein Baum ist nicht so
und alles ist nicht so
so ist es
(Peter Bichsel)
(Danke an Monika)
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Ode an das Meer
Nur das Rauschen
in den Ohren
salzige Luft
in der Nase
Wind
zerzaust die Haare
Möwen kreischen
und kreisen
wie Geier
über den Fischen
Wellen brechen
immer wieder
eintönig
oder gleichmäßig
und beruhigend
Menschenleer
alleinsein
einsam
ich bin schon süchtig
will mehr
immer mehr Meer...
(Elena Gohdes)
(Danke an Elena Gohdes)
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Mein Rennen
Ich renne und renne und renne.
Ein Lauf um Leben und Tod.
Ein Lauf um Liebe und Hass.
Der Regen peitscht mir ins Gesicht.
Die Sonne brennt auf meiner Haut.
Schreie dröhnen in meinen Ohren.
Stille breitet sich in mir aus.
Ich renne und renne und renne.
Kalte Luft füllt mich mit Leben.
Stickige Schwüle lässt mich ersticken.
Nur der ebene Boden gibt mir Halt.
Spitze Steine bringen mich zum Fallen.
Nichts hält mich auf, stoppt meinen Lauf.
Ich renne und renne und renne.
Auf der Suche nach der Liebe meines Lebens.
Auf der Flucht vor Angst und Leid.
Mein Herz kämpft für den Sieg.
Mein Kopf verliert die Schlacht.
Ich sehne mich nach Wärme.
Fliehe vor der Sonne.
Ich fürchte mich vor Kälte.
Renne ins ewige Eis.
Ich renne und renne und renne.
(Steffi)
(Danke an Steffi)
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Trauer
meine Seele
kann nicht lachen, weinen
Warum so schwer?
Leben.
(Jane)
(Danke an Jane)
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Spielen
Laßt uns spielen
ehe der Lebenstraum einschläft
Laßt uns
einen Schneemann kneten
der uns verlacht
die hochnasigen Erwachsenen
an der Nase führen
zum Mondmann fliegen
mit ihm unser Spiel treiben
Laßt uns ein Weilchen den Glauben umarmen
alles sei
wie es sein soll
im Atemspiel
mit dem Tod
(Rose Ausländer)
(Danke an Monika)
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Wakan Tanka spricht zu mir
Nicht durch die menschlichen Gedanken,
festgehalten auf den Seiten eines Buches.
er schreibt nicht Worte, nicht Credo, nicht Dogma,
um mich zu binden an einen Klan.
Im Flug der Vögel auf ihrem Zug
in Ländern, unerreichbar meinem Auge.
In Bäumen, die wurzeln und gelassen aufwachsen zu ihrer ganzen Grösse.
In Blumen, deren Blüten solch zarten Duft in sich bewahren,
und durch jedes Tier,
das seinen Sinn in sich begreift.
Im Aufsteigen der Sonne zur Morgendämmerung,
kündend von einem neuen Beginn,
in der Mondin, die Flut und Ebbe der Gezeiten in ihren Händen hält.
in Venus, Jupiter und Mars
und in den Sternen, die sein Gefolge sind.
In allem, was da atmet
und sich bewegt
und kriecht
und fliegt
und steht,
spricht Wakan Tanka zu mir.
(Kenneth Meadows - native American)
(Danke an Evi Krottenthaler)
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Das Meer
Am Strand harren sie aus, streichholzklein,
Treiben
In Gedanken hinaus ins rotgeränderte
Auge.
Es ist der Horizont
Die Zündschnur
Die ihre Köpfe in Brand setzt.
Sand rinnt
Durch ihre Körper. Sie warten
Gelassen
Am Fuße des Lichtkreuzes über dem Wasser. Sind es
Piraten? Sind es Gerechte?
Keine Regel kennt der streunende
Wind,
Der kommt,
Der geht.
Sie sind jung, und sie sind alt, und
Sie haben das Meer erreicht!
(Horst Samson)
(Danke an Horst Samson)
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Die Kraft zur Liebe habe ich verloren,
verlassen und einsam in Trauer und Tränen, bin ich nun
Habe mich selbst längst gefunden, kann mich dennoch nicht binden,
habe Angst vor Liebe und Zweisamen Glück,
habe Angst es gibt kein Zurück!
Ihr möchtet mir helfen, spürt wie weit die Liebe entfernt von mir,
merkt wie sehr ich den Männer augen flüchte.
Doch ihr werdet es nie schaffen, denn das Schicksal hat mich zerrüttet und erst wenn
der Tag kommt, an dem ich vergeben und vergessen kann,
an dem ich der Liebe eine zweite Chance gebe und dem Tod verzeihe,
erst dann, wenn ich bereit bin,
mein Leben zu teilen
und nicht nur Angst vor Verlust
sondern auch Verlangen nach Zuneigung habe,
dann wird sich meine Seele und mein Herz öffnen und sich bereit erklären!
(Julia Homann)
(Danke an Julia)
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Mögest Du immer Arbeit haben,
für Deine Hände etwas zu tun.
Immer Geld in der Tasche,
eine Münze oder auch zwei.
Immer möge das Sonnenlicht auf Deinem Fenstersims schimmern,
und die Gewißheit in Deinem Herzen,
dass ein Regenbogen dem Regen folgt.
Die gute Hand eines Freundes möge Dir immer nahe sein,
und Gott möge Dir Dein Herz erfüllen,
und Dich mit Freude ermuntern.
(Irischer Segenswunsch)
(Danke an Matthias)
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Pass Dich nicht an
und geb Dich nicht geschlagen,
lebe Deine Träume
und verwirkliche Deine Ziele.
Schwimm gegen den Strom
denn nur an der Quelle
kannst Du den Lauf des Flusses verändern.
Lass Dich niemals abbringen,
von den Menschen,
die nicht den Mut hatten
etwas zu ändern.
Kämpfe, schöpfe Mut
und bediene Dich Deiner Kraft.
Und lass niemals den Helden sterben,
den Helden in Dir.
(Anika Spangenberg)
(Danke an Matthias)
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Wir haben die Erde gekränkt,
sie nimmt ihre Wunder zurück.
Wir, der Wunder
eines.
(Reiner Kunze)
(Danke an Nele)
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Von der Inspiration
Nur ein Anfänger von Engel
fliegt unterhalb der Wolken
(noch ist er in sich selbst
nicht weit genug entfernt vom Menschen)
Wenn deine Stirn ein Flügel streift,
ist's einer von ihnen,
und du stehst am Anfang
wie er
(Reiner Kunze)
(Danke an Nele)
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Das Lied in meiner Seele
Wenn ich fröhlich bin, dann sing ich ein Lied
und wenn ich traurig bin, dann mach ich Musik.
So still und sanft tönt dann ihr Klang
und trägt mich fort in ein andres Land, wo ich träumen kann.
Dann geh ich den Strand entlang, sehe den beginnenden Sonnenuntergang
der Wind säuselt sanft, ich atme Meeresluft,
kein Lärm den ich hör und spür, auch keinen Schmerz der mich quält.
Die Musik begleitet mich den Weg entlang,
besänftigt mein Gemüt mit ihrem Zauberklang.
Sie dringt ganz tief in mich hinein,
soll im Bittren süsser Labsal sein.
(Karin Casaulta)
(Danke an Karin Casaulta)
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Trauriger Tag
Ich bin ein Tiger im Regen
Wasser scheitelt mir das Fell
Tropfen tropfen in die Augen
Ich schlurfe langsam, schleudre die Pfoten
die Friedrichstraße entlang
und bin im Regen abgebrannt
Ich hau mich durch Autos bei Rot
geh ins Café um Magenbitter
freß die Kapelle und schaukle fort
Ich brülle am Alex den Regen scharf
das Hochhaus wird naß, verliert seinen Gürtel
(ich knurre: man tut, was man kann)
Aber es regnet den siebten Tag
Da bin ich bös bis in die Wimpern
Ich fauche mir die Straße leer
und setz mich unter ehrliche Möwen
Die sehen alle nach links in die Spree
Und wenn ich gewaltiger Tiger heule
verstehn sie: ich meine es müßte hier
noch andere Tiger geben
(Sarah Kirsch)
(Danke an Nele)
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Erkennbar werden
Eine Hand hinhalten
wie das eigene Leben.
Sich zu erkennen geben
in den fünf Fingern
und ihrem Druck.
Die Chance nutzen,
durchsichtig zu werden,
um sich selbst
den Rückweg abzuschneiden
in den Schutz des ängstlichen Abstands.
(Ulrich Schaffer)
(Danke an soul_rose)
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Sonnenaufgang
Jeden Morgen
erwache ich
und die Sonne lacht.
Jeden Abend
schlafe ich ein
und der Mond scheint.
Einem Sonnenaufgang
zu sehen
ist mein Traum.
Einmal erwachen
und der Himmel
verbirgt mir die Sonne.
"Sonne zeig dich!"
werden meine Worte sein
an diesem Tag.
Die Sonne taucht alles
in ein rötliches Licht
und sie steigt auf gen Himmel.
Am Mittag steht sie hoch
am Himmel und ihre Wärme
erfreut mich bis sie untergeht.
In dieser Nacht
erlebe ich all dass
was mir am Tag passiert.
(Autor unbekannt)
(Danke an soul_rose)
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Scheinwelt
Trügerischer Blick
verfolgst du mich?
Gibt es einen
der wie ich lebt?
Jeden Moment
können wir erwachen
aus einem Traum,
einer schönen, trügerischen
Scheinwelt.
Ist die Scheinwelt
ein Zufluchtsort
den wir benutzen
um vor den Problemen
zu fliehen.
Probleme,
die für uns unlösbar sind
und doch ist die Lösung
so einfach
zu erraten.
Eine Lösung
so einfach
zu erraten,
dass die Scheinwelt
nutzlos ist.
(Autor unbekannt)
(Danke an soul_rose)
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Engel
Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel.
Sie gehen leise, sie müssen nicht schrei'n,
oft sind sie alt und häßlich und klein,
die Engel.
Sie haben kein Schwert, kein weißes Gewand, die Engel.
Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand,
oder er wohnt neben dir, Wand an Wand,
der Engel.
Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel.
Dem Kranken hat er das Bett gemacht,
er hört, wenn du ihn rufst in der Nacht,
der Engel.
Er steht im Weg, und er sagt:Nein, der Engel,
groß wie ein Pfahl und hart wie ein Stein -
es müssen nicht Männer mit Flügeln sein,
die Engel.
(Rudolf Otto Wiemer)
(Danke an Monika)
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Man sollte Kinder lehren,
ohne Netz auf einem Seil zu tanzen,
bei Nacht allein unter freiem Himmel zuschlafen,
in einem Kahn auf das offene Meer hinaus zu fahren.
Man sollte sie lehren,
Luftschlösser statt Eigenheime zu erträumen,
nirgendwo sonst als nur im Leben zu Hause zu sein
und in sich selbst Geborgenheit zu finden.
(Hans-Herbert Dreiske)
(Danke an Nele)
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Das Leben...
Das Leben ist ein Chance - nutze sie.
Das Leben ist Schönheit - bewundere sie.
Das Leben ist Seligkeit - genieße sie.
Das Leben ist ein Traum - mach daraus Wirklichkeit.
Das Leben ist Herausforderung - stell Dich ihr.
Das Leben ist Pflicht - erfülle sie.
Das Leben ist ein Spiel - spiel es.
Das Leben ist kostbar - gehe sorgfältig damit um.
Das Leben ist Reichtum - gehe sorgfältig damit um.
Das Leben ist Liebe - erfreue Dich an ihr.
Das Leben ist ein Rätsel - durchdringe es.
Das Leben ist ein Versprechen - halte es.
Das Leben ist eine Hymne - singe sie.
Das Leben ist eine Tragödie - ringe mit ihr.
Das Leben ist ein Abenteuer - wage es.
Das Leben ist Glück - verdien es Dir.
Das Leben ist Leben - verteidige es.
(Mutter Theresa)
(Danke an Matthias)
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Die Zeit, die Heutige, sie steht
wie alles was sehr schnell vergeht
Gefühlen gegenüber nicht sehr offen
das macht mich manchmal sehr betroffen
nur cool sein, Autos, Geld und dies und das
Anerkennung heischen, ohne Unterlaß
wo führt uns dieser Weg nur hin
ist das des Lebens zeitgerechter Sinn?
Wer aber mit des Herzens Auge sieht
wie schon manch´ wahrer Dichter riet
der hat die großen Werte wohl erkannt
tritt ruhigen Gewissens und gewandt
vor den unbestechlichen Richter der Leben
und erreicht wohin seine Taten ihn erheben
(Klaus Wolfgang Krense)
(Danke an Klaus Wolfgang Krense)
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Die wichtigsten Dinge im Leben
Einen Menschen lieben,
der Hahn kräht in der Früh,
die Farbe des Rapsfeldes,
eine Wiese im morgendlichen Gegenlicht,
der Duft des dampfenden Yogi-Tees,
Schollenfilet in Ingwersoße,
orangefarbene Kiefernstämme in der Abendsonne,
der Geruch von frisch geschnittenem Gras
und der des reifen Korns,
drei junge Männer blasen Didgeridoo,
ein nebeliger Morgen im Altweibersommer,
Raureif auf herbstlich bunten Blättern,
der erste Schnee in großen Flocken,
ein Eichhörnchen klettert von Ast zu Ast.
(Helgard Gebhardt)
(Danke an Sebastian)
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Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst,
Was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind,
und was weiß ich von Deinen.
Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde,
Und weinen und erzählen -
Was wüsstest Du mehr von mir als von der Hölle,
wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und furchtbar.
Schon deshalb sollten wir Menschen so nachdenklich,
so ehrfürchtig voreinander stehen,
wie vor dem Eingang zur Hölle.
(Autor unbekannt)
(Danke an Sebastian)
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Wer Schmetterlinge lachen hört
Wer Schmetterlinge lachen hört
Der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondenschein
ungestört von Furcht
die Welt entdecken.
Der wird zur Pflanze, wenn er will
zum Tier, zum Narr, zum Weisen
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.
Der weiß, dass er nichts, weiß,
wie alle anderen auch nichts wissen,
nur weiß er, was die anderen
und auch er noch lernen müssen.
Wer sich in fremde Ufer spürt
Und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich
ungestört von Furcht
sich selbst entdecken.
Abwärts zu den Gipfeln
Seiner selbst blickt er hinauf.
Den Kampf mit seiner Unterwelt
Nimmt er gelassen auf.
Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondenschein
ungestört von Furcht
die Nacht entdecken.
Wer mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben.
(Novalis)
(Danke an Sebastian)
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Dem der Tod vor den Augen stand,
der weiß das Leben zu schätzen,
wem das Leid ins Gesicht geschrieben,
der weiß was die Sonne bedeutet.
Doch hast du wirklich erkannt,
was geschah als der Schutzengel seine Hand über dich legte,
ist dir bewußt wie wir litten,
wie wir weinten aus Angst dich zu verlieren?
Heute sprichst du kaum mit uns
und nicht viel ist von dir geblieben und deinem Leben.
(Julia)
(Danke an Julia)
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Stell dir vor, das Leben wäre ewig,
wir würden nie Schmerz und Leid erfahren,
wäre das gut?
Ich denke nicht, weil vorauf könnte man sich dann freuen.
Leben wir nicht nur um zu sterben?
Eine ewige Frage...
(Blackangel)
(Danke an Blackangel)
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Vom Stundenzeiger des Lebens
Das Leben besteht aus seltenen einzelnen Momenten
von höchster Bedeutsamkeit und unzähligen vielen Intervallen,
in denen uns bestenfalls die Schattenbilder jener Momente umschweben.
Die Liebe, der Frühling, jede schöne Melodie,
das Gebirge, der Mond, das Meer -
alles redet nur einmal ganz zum Herzen:
wenn es überhaupt je ganz zu Worte kommt.
Denn viele Menschen haben jene Momente gar nicht
und sind selber Intervalle und Pausen
in der Symphonie des wirklichen Lebens.
(Friedrich Nietzsche)
(Danke an Tania)
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In der Welt zu sein,
womit läßt es sich vergleichen?
Als sei im Frühlicht
ein Boot herausgerudert,
das keine Spuren hinterläßt.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Das Schlimmste für mich wäre,
wenn ich blind werden würde,
wenn ich die Schönheit der Welt,
die Farben,
die Menschen nicht mehr sehen könnte
Es mag zwar richtig sein,
dass man nur mit dem Herzen gut sieht,
doch das Wesentliche sollte doch für das Auge sichtbar sein.
(bondgirl017)
(Danke an bondgirl017)
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Woher stammt das Lächeln
das auf den Lippen eines schlafenden Kindes erstrahlt
während es schläft ?
Betrachte den Schlaf des Kindes
dann hülle Dich in Schweigen.
Liebe und Zärtlichkeit
- so wird Dir hinter Tränen
das Geheimnis des Glücks geschenkt.
(Indianische Weisheit)
(Danke an Matthias)
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Die Quelle
Aus deines Herzens Innern
Sprudelt silbrig hell,
Unter klarem schimmern,
Traumhaft schöner Quell.
Begib dich hin zu Ihr,
Knie dich ruhig hernieder,
Vergesse dein Geirr`
Und Träume kehren wieder.
(Martin Kammer)
(Danke an Martin Kammer)
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Ich wünsche dir Menschen,
die dich mögen und bejahen,
die dir Mut machen und dich anregen,
die dir Vorbild sein können,
die dir weiterhelfen,
wenn du traurig bist
und müde
und erschöpft...
Ich wünsche dir Menschen,
die es gut mit dir meinen.
(Autor unbekannt)
(Danke an Meike)
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Der Brunnen
Wörter werfe ich
wie Steine
in die Tiefe des
Brunnens
Atemlos
höre ich hin
bis sie aufkommen
unten am Grund
Manche aber
scheinen in
eine unendliche Tiefe
zu fallen
Das Echo
ihres Aufschlags
entzieht sich
meiner Wahrnehmung
(Lothar Zenetti)
(Danke an Monika)
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Das Lachen des Gestern im Raum des Heute verhallt,
eine Sekunde, die unbewußt durch das Leben schallt.
Ein kleiner Moment, ein Augenblick,
ein Leben an einem dünnen Strick.
Wertlos scheint es unter tausenden und doch bewundernswert als Beitrag zum gesammten Dasein,
wie ein Baum, enstanden aus nur einem kleinen Keim.
Gewachsen durch die große Welt,
ist es das, was die Natur am Leben hält.
(Julia Homann)
(Danke an Julia Homann)
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Vergebt
Ich weiß, ich habe mich verändert,
mein frohes Lachen, meine herzliche Art,
wie vom Winde fortgeweht.
Doch, in mir tanzt noch das Kind,
es wartet auf den Tag, an dem alles wieder gut ist,
auf den Tag, wo das Lachen wieder etwas wert ist
und die Zeit des Schmerzes vergangen ist.
Es tut mir leid, dass ich Euch nicht mehr teilhaben lasse an meinen Gedanken,
an Kummer und Leid, aber auch nicht an Freuden.
Doch ich liebe Euch, wie es ist und so wird es bleiben,
auf alle Zeit!
(Julia Homann)
(Danke an Julia Homann)
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Tausend Gedichte über Liebe, Sorgen, Selbstmord, Schmerz und dem unausstehlichen Leben.
Doch nur wenige Worte über den Tod tausender Menschen.
Menschen, die ihr Leben lieben, die unschuldig sind.
Menschen die durch Machtgier sterben.
Träume die nie verwirklicht werden,
Kinder die nie erwachsen werden.
Verliebte, die nie heiraten.
Und hier, wo wir unsere Sorgen in Gedichte verfassen, hassen wir schon unser Leben,
beweinen unser Leid.
Wissen wir, was Leid, Kummer und Schmerz ist?
Oder denken wir nur an uns, verschliessen wir unsere Augen vor der Welt?
Ein jeder sollte sich zu Herzen nehmen, was die Macht verursacht
und wovor wir uns mit unseren eigenen Problemen verstecken.
(Julia Homann)
(Danke an Julia Homann)
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Du lebst!
Gefesselt ans Bett für eine halbe Ewigkeit,
DOCH DU LEBST!
Kannst nur schwer sprechen, kennst kaum ein lachen mehr,
DOCH DU LEBST!
Bist immerzu allein, nimmst kaum wahr ob jemand bei dir ist,
DOCH DU LEBST!
Mußt lernen zu gehen, lernen zu essen,
DOCH DU LEBST!
Der Weg wird lang und es wird nicht leichter.
Das Ziel ist weit,
doch irgendwann werden wir es zusammen erreichen,
DENN DU LEBST!
(für meine kleine LEA)
(Julia Homann)
(Danke an Julia Homann)
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Warum?
Warum erlosch die Lampe?
Ich hielt meinen Mantel davor,
um sie vor dem Winde zu schützen.
Darum erlosch die Lampe.
Warum verwelkte die Blume?
Ich presste sie an mein Herz
in ängstlicher Liebe.
Darum verwelkte die Blume.
Warum trocknete der Strom aus?
Ich legte einen Damm hindurch,
um ihn mir nützlich zu machen.
Darum trocknete der Strom aus.
Warum zerbrach die Saite der Harfe?
Ich versuchte, ihr einen Ton zu entreißen,
der ihre Kräfte überstieg.
Darum zerbrach die Saite der Harfe.
(Rabindranath Tagore)
(Danke an Monika)
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Glückstränen
Gebangt, gehofft,
doch nicht aufgegeben.
Du entschiedst dich für das Leben.
Es steht noch schwer,
ich sorge mich sehr.
Doch heute bist du erwacht,
aus einer langen dunklen Nacht.
Du leidest unter dem Geschehen,
doch das Licht der Welt kannst du wieder sehen.
Du hast ein paar Worte gesprochen,
deine Distanz zur Außenwelt ist gebrochen.
Tränen der Erleichterung, Tränen des Glücks in meinem Gesicht,
vergiss nicht, ich brauche dich!
(Julia Homann)
(Danke an Julia Homann)
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Nicht alle sind glücklich,
die glücklich scheinen.
Manche lachen nur,
um nicht zu weinen!
(Autor unbekannt)
(Danke an Sandra Mikonya)
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Schweigen ist wie sterben,
ganz leise ungehört.
Worte bauten Brücken,
in der Stille wurden sie zerstört.
Augen können nicht lügen,
doch wer schaut in sie hinein?
Herzen die sich nicht öffnen,
bleiben für immer allein.
(Autor unbekannt)
(Danke an Sandra Mikonya)
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Backfisch
Wie schön war doch mein Leben, vor geringer Zeit,
die alltäglichen Probleme, aber sonst keine Sorgen weit und breit!
Dann war das Ende der Lehre da,
keine Geldsorgen mehr, ist doch klar!
Nur leider wurde ich eines Besseren belehrt,
„Mädel, glaube mir, du denkst verkehrt!“
Sagte mir damals ein weiser mann,
wer`s war?! – ich erinnere mich nicht mehr daran!
„Mädel, ach Mädel, glaube mir nur!“
Ich beachtete ihn nicht und blieb damals stur.
Was wollte nur der alte Mann,
wo ich in meinem Leben doch soviel erreichen kann!
„Mädel, ich würd dir soviel geben,
man hat nie ausgelernt in seinem Leben!
Selbst wenn man denkt, nichts mehr lernen zu müssen,
merkt man einst, man hat sich selber beschissen!
Ich dacht damals, „Ja ja du hast recht!“
Was sollte es denn, ihm gings damals schlecht
und ich hoffte ihm darin Besserung zu geben,
indem ich ja sagte zu seinem Leben!
Ich glaube, er wusste, was ich da gespürt,
denn als er starb, hat er meine Hand berührt!
Ganz eigenartig als war ihm klar,
dass ich damals nicht mehr, als ein „Backfisch“ war!
(Sabrina Schneider)
(Danke an Sabrina Schneider)
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Normal ?!
Hoffnungsvoll war einst ihr Blick in die Zukunft.
Voll von Träumen...
Einen Job, ne eigene Wohnung, Familie, Kinder...
Das Normale halt...
Und jetzt...
Keine Träume mehr
Zerstört von der Realität, die ihr mehr und mehr den Atem raubt
Kein Job, keine Familie, keine Kinder...
Einfach nicht mehr normal...!?!?
(Sabrina Schneider)
(Danke an Sabrina Schneider)
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Ich bitte Dich!
Die Nachricht deines Unfalls drang in mich, wie ein Schlag.
Ich glaubte zu kippen und Trännen fielen über mein Gesicht.
Mein Herz so schwer, meine Angst so groß.
Du liegst da, so schwach, so allein.
Ich kann dir nicht helfen.
Nicht mal du selbst kannst es.
Ich darf dich nicht sehen.
Ich kann nur hoffen,
hoffen, dass all diese Operationen,
all die Schmerzen vergehen und du wieder lachst,
so wie ich dich kenne.
Gib nicht auf,
ich brauche dich,
wir alle brauchen dich!
(Für Lea)
(Julia)
(Danke an Julia)
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Unerwünscht
Unerwünschte Kinder werden abgetrieben und die Kranken haben selten eine Chance.
Was ist der Mensch, dass er glaubt, bestimmen zu können über das ungeborene Leben?
Welche Liebe glauben wir, da noch zu geben?
Wo bleibt die Ehrfurcht vor dem Leben?
Man redet nur noch von einem Gewebe, es ist ja kein wirkliches Lebewesen.
Kinder- sie werden immer mehr zum Abfallprodukt,
nur noch eine Nummer, die das Reagenzglas bedruckt,
zum Studium für den medizinischen Fortschritt,
und Wenige leiden bei dem Wissen wirklich mit.
Erwünschte Kinder haben das Glück,
sie werden nicht zerrissen, nicht verätzt oder zerstückt.
Plötzlich ist es ein Lebewesen,
ein Mensch, den man schon vor seiner Geburt mit Liebe beschenkt.
Unerwünschte haben die Menschen auf der Welt nicht gewollt,
die Ungeborenen, Chancenlosen.
Gott sei Dank, sie sind dennoch nicht verloren,
sie sind im Himmel wieder geboren
und erhalten grössere Liebe,
die wir ihnen nicht im Geringsten zuteil kommen liessen!
(Karin Casaulta)
(Danke an Karin Casaulta)
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Lichtblicke
Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie einfach da sind.
Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut,
sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen.
(Paul Celan)
(Danke an Susanne)
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Herz aus Glas - ist schwer
- leer.
Herz aus Glas - liebt
- vergibt.
Herz aus Glas - wird angemacht
- verlacht.
Herz aus Glas - vergißt
- vermißt.
Herz aus Glas - ist eingezwängt
- verdrängt.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Der alte Mann
sieht mich an.
Sein Blick
ein Stück;
jener Schmerzen
in meinem Herzen.
Gebrochene Augen wirken entrückt
blicke zurück;
in den Spiegel.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Ernste Stunde
Wer jetzt weint irgendwo in der Welt,
ohne Grund weint in der Welt,
weint über mich.
Wer jetzt lacht irgendwo in der Nacht,
ohne Grund lacht in der Nacht,
lacht mich aus.
Wer jetzt geht irgendwo in der Welt,
ohne Grund geht in der Welt,
geht zu mir.
Wer jetzt stirbt irgendwo in der Welt,
ohne Grund stirbt in der Welt,
sieht mich an.
(Rainer Maria Rilke)
(Danke an Patch)
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Unaufhaltsam
Das eigene Wort,
Wer holt es zurück,
Das lebendige
Eben noch unausgesprochene
Wort?
Wo das Wort vorbeifliegt,
Verdorren die Gräser,
Werden die Blätter gelb,
Fällt Schnee.
Ein Vogel käme wieder.
Nicht Dein Wort,
Das eben noch ungesagte,
In Deinen Mund.
Du schickst andere Worte
Hinterdrein,
Worte mit bunten,
Weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
Das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
Es hört nicht auf,
Anzukommen.
Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
Am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.
Am Ende ist das Wort,
Immer
Am Ende
Das Wort
(Hilde Domin)
(Danke an Fanny)
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In endlosen Versuchen
- hab ich stumm gerufen.
Du warst da
- ganz nah.
Sahst mich an
- wie jedermann.
Lachtest heiter
- gingst weiter.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Verhallende Schritte tragen mich fort
von einst geliebten Ort.
Führen mich auch auf neuem Gleis
stets im Kreis.
Bringen mich gleich endlosem Spiel
niemals ans Ziel.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Sehnsucht
Stille um mich her, versonnen schaue ich auf's weite Meer.
Betrachte die Farbenspiele,
die die untergehende Sonne bietet.
Still ist es auch in mir drinnnen
und doch bewegen mich tausend Dinge.
Einen Gedanken ergibt den Anderen,
es scheint ein endloses Wandern.
Wie aus der Tiefe vom Tale,
höre ich mein Herz vom Rufen hallen,
als wäre die Seele auf der Flucht,
verfolgt von einer starken Sehnsucht.
Das Leben spüren und mit Zärtlichkeit an tiefer Liebe rühren.
Einfach das Dasein leben,
um in anderen Herzen das Wertvolle zu wecken.
(Karin Casaulta)
(Danke an Karin Casaulta)
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Erst wenn der letzte Baum gefällt ist:
erst wenn der letzte Fluss vergiftet ist;
erst wenn der letzte Fisch gefangen ist,
erst dann wird der Mensch erkennen,
dass man Geld nicht essen kann.
(Cree indian prophecy)
(Danke an Matthias)
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Herz aus Glas- Du bist allein
- jeder schaut in Dich rein.
Herz aus Glaus - sei endlich stumm
- Du bringst mich um.
Herz aus Glas - bleibt kalt
- wird alt.
Herz aus Glas - tagtäglich versteckt
- bleibt unentdeckt.
Herz aus Glas - verrint der Wille
- verfällt in Stille.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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So gib mir auch die Zeiten wieder
da ich selber noch im Werden war
Da sich ein Quell gedrängter Glieder
ununterbrochen neu gebar
Da Nebel mir die Welt verhüllten
die Knospe Wunder noch versprach
und ich die tausend Blumen brach
die alle Täler reichlich füllten.
Ich hatte nichts
und doch genug
den Drang nach Wahrheit
und die Lust am Trug
Gib ungebändigt jener Triebe
jenes tiefe schmerzenvolle Glück
des Hasses Kraft - die Macht der Liebe
gib meine Jugend mir zurück.
(Vorwort von Faust - Goethe)
(Danke an Matthias)
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Weiße Gipfel - grünes Land
vergessene Zeichen in Stein gebrannt.
Keine Spuren - ich frag: Warum ?
Ein alter Mann sagt - Schau Dich doch um.
Der alte Mann ging mit mir ein Stück;
- ich sah die Bilder in seinem Blick.
Er sah mich an, gab mir das Gefühl
daß ich gar nichts weiß - er wußte soviel.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Ich frage mich - wo die Träume sind;
die ich kannte als Kind.
Im Kreis der Verlorenen sehe ich sie;
ich schließe die Augen,
und höre ihr Lied.
(Häuptling Black Crowe - Sioux)
(Danke an Matthias)
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In der Zelle meines Lebens
liegt vergraben der Schatz
mit dem ich mich quäle
es ist, in einem Satz
der Held in meiner Seele.
In der Zelle meines Lebens
bin ich funktional
Freiheit wird zur Qual
Jeder sieht Dich -
und mich ?
In der Zelle meines Lebens
ist die Leere ausgeplant
hab keine Zeit für Gedanken
Zweifel sind verbannt
und umklammern mich doch wie Ranken.
In der Zelle meines Lebens
werden Freunde rar
nehm es kaum noch wahr.
Gehen die Jahre vorbei
im einerlei.
In der Zelle meines Lebens
gehe ich in mich
traf Dich.
Da warst Du -
machte nur die Augen zu.
In der Zelle meines Lebens
suche ich die Tür
die nach außen führt
zu Dir
meine Seele berührt.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Aus kleinen Städten kamen wir
die Fernen zu erobern;
ungelöschte Träume lodern
verharre - ungebeten hier,
halten aus
zu Haus.
Der Freiheitswille
übertönt von Stille.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Der Wald erzieht sich seine Bäume
nach Norm.
Im Gleichmaß der Stämme
die Äste gekappt.
Bedeckt genormt
den Boden durch totes Laub.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Bohr ein Loch in den Sand
sprich ein Wort hinein
sei leise
vielleicht
wächst dein kleines Vertrauen
irgendwann
groß in die Sonne
(Konstantin Wecker)
(Danke an Andrea)
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Nimm dir Zeit zum Arbeiten-
es ist der Preis des Erfolges.
Nimm dir Zeit zum Denken-
es ist die Quelle der Kraft.
Nimm dir Zeit zum Spielen-
es ist das Geheimnis ewiger Jugend.
Nimm dir Zeit zum Lesen-
es ist der Brunnen der Weisheit.
Nimm dir Zeit freundlich zu sein-
es ist der Weg zum Glück.
Nimm dir Zeit zum Träumen-
es bringt dich den Sternen näher.
Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden-
es ist das Privileg der Götter.
Nimm dir Zeit, dich umzuschauen-
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.
Nimm dir Zeit zu lachen-
es ist die Musik der Seele.
(Altes irisches Sprichwort / Gesehen: Landkirche Wustrau)
(Danke an Carina Wittig)
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Früher oder später
verrät der Verräter
des Verräters
dem Verräter
den Verräter
früher oder später.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Jahre Tür an Tür - angestammt
- verwandt.
Alles was uns einst verbunden
- geschwunden.
Jeder alleine
- fast Feinde.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Jene unsichtbaren Ketten
können Seelen glätten;
uns verleiten
- und begleiten.
Schließen wir ganz klein
in uns ein.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Habe aufgegeben
zu leben.
Mein Leben - Funktion
statt Person.
Spüre Leere
- Schwere.
Frage schon
nach der Illusion.
Bleibe
- übersehen -
und schreibe
- wem ?
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Jeder
jeder braucht jemanden
jemanden der mit ihm redet
der ihm zuredet
ihn überredet.
Jeder
jeder braucht jemanden
jemanden der auf ihn hört
der ihm zuhört
ihn erhört.
Jeder
jeder braucht jemanden
jemanden den er liebt
zum verlieben
von dem er geliebt wird.
Jeder
jeder hat jemanden!
Jemand?
JEDER???
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Herz aus Glaus hat nie gesprochen
- zerbrochen.
Herz aus Glas wird zu Eis
- verwaist.
Herz aus Glas wird vergehen
- ungesehen.
Herz aus Glas ist fast verschwunden
- geschunden.
Herz aus Glas neidet
- leidet.
Herz aus Glas hat das Lachen verlernt
- verhärmt.
Herz aus Glas weint innerlich
- heimlich.
Herz aus Glas hofft
- schon oft.
Herz aus Glas war nie verführt
- bleibt unberührt.
Herz aus Glas das keiner versteht
- vergeht.
Herz aus Glas das niemand will
- steht still.
(Autor unbekannt)
(Danke an Matthias)
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Am wichtigsten unterwegs ist das Wasser:
damit die Bäume frisch sind,
deine Kraft nicht nachlässt,
deine Beine nicht knicken.
Am wichtigsten unterwegs ist die Erde:
dass du, wenn du müde bist, dich legen kannst,
dass ein Einschnitt da ist im Gebirge,
der dir den Weg ebener macht.
Am wichtigsten unterwegs ist das Feuer:
Ein Licht gibt es in der Mitternacht,
an dem der Fröstelnde sich wärmt,
ein fernes Zeichen ist es einer Behausung.
Doch fade wird dir dein Brot sein,
der Schluck Wasser wird dir nicht munden,
und dürftig wird das Lagerfeuer qualmen,
wenn keiner da ist, mit dem du es teilst:
Am wichtigsten unterwegs ist der Gefährte.
(Jelena Nikolajewskaja)
(Danke an Elena)
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Ich schenk Dir ein Lächeln,
so gut ich es kann,
ich wart nicht erst lange,
fang gleich damit an:
Ein Lächeln,
das Dir Deine Sorgen vertreibt,
das ankommt
und Dir in Erinnerung bleibt,
ein Lächeln der Hoffnung,
wenn mutlos Du bist,
das Dich, bist Du traurig,
wie ein Sonnenschein küßt.
Nimms hoffnungsfroh auf,
gib es freudig zurück,
es kostet Dich nichts
und schenkt Freude und Glück
(Josef Huber)
(Danke an Steffi)
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Sinn des Lebens
Gibt es jemanden, der den Sinn des Lebens kennt?
Ist das Leben ein Weg,
auf dem man bis zum Ende rennt?
Ist der Tod das Erwachen,
der Schlüssel zum wahren Glück?
Oder wirft er dich
bis zum Anfang zurück?
(Black)
(Danke an Black)
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Ich bin Mensch.
Bin nicht NUR Mensch.
Bin einfach Mensch.
Bin Mensch von Mensch zu Mensch.
Aber bin nie NUR Mensch.
Ich bin Mensch.
Und will immer Mensch bleiben.
((Treuer) Kater)
(Danke an Matthias Wagner)
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Nebelschwaden leicht und kalt,
säumen dunklen Tannenwald.
Kann nur ein paar Meter sehn,
doch es ist egal,
zu schön um nur zu gehn.
Ich muss laufen, fliegen über Stock und Stein,
über die Wiese in den wunderschönen Wald hinein.
Ich atme Tannenduft,
unbeschreibliches liegt in der Luft.
Die Stille fast schon wieder laut,
streift über meine Gänsehaut.
Ich laufe, atme Luft nur ein,
und es gibt nichts,
das könnte schöner sein.
Ich halte inne drehe mich im Kreis,
und der Nebel tanzt mit, ganz in weiss.
Das Glück erfasst mich wie eine Welle,
trägt mich über die irdische Schwelle,
tief hinein und zeigt mir das Licht,
das langsam durch die Wolken bricht.
Ein Morgen wie dieser - unvergessen,
Glücksgefühle nicht zu messen.
((Treuer) Kater)
(Danke an Matthias Wagner)
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Ich sehe in den Spiegel und erschrecke mich.
„Hallo!“ Sage ich mir, und grüße den neuen Menschen, der mich anblickt.
Sie lächelt und reicht mir die Hand und ich ergreife sie und komme mit in ihre Welt.
Wie schön es ist, hier zu sein. Man kommst zu mir und küsst mir die Wange mit weichen Lippen.
Wie schön es ist, weite, grüne Wiesen zu sehen. Und Kinder, die spielen, voller unschuldiger Freude.
Gesunde Menschen, die die Morgensonne mit einem Lächeln auf dem Gesicht begrüßen.
Sie lachen und sprechen über dies und das. Und ich lache mit ihnen.
Wie schön es ist, die Vögel in den Lüften segeln zu sehen,
das schrille kreischen von Möwen, das helle Zwitschern der Singvögel.
Bunte, duftende Blumen, das Summen der Bienen, das Schnurren einer Katze,
die Farben des Sonnenaufganges, wie glücklich ich bin.
Sie sieht mich an und schüttelt ihren Kopf. Ihre Augen so kalt. Ich...
Ich sehe in den Spiegel und erschrecke mich.
(Lilli)
(Danke an Lilli)
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Eine Hand!
Sie ist ein Symbol
für Geborgenheit,
Wärme und Schutz.
Aber sie schlägt mich!
(Sternauge)
(Danke an Sternauge)
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Du bist Du
Vergiss es nie:
Dass du lebst, war keine eigene Idee.
Und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie:
Dass du lebst, war eines anderen Idee
und dass du atmest sein Geschenk an dich.
Vergiss es nie:
Niemand denkt, fühlt und handelt wie du.
Und niemand lächelt so, wie du es gerade tust.
Vergiss es nie:
Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du.
Und niemand hat je, was du weißt, gewusst.
Vergiss es nie:
Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt.
Und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie:
Du bist reich, egal, ob mit oder ohne Geld.
Denn du kannst leben! Niemand lebt wie du.
Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls.
Keine Laune der Natur.
Ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes ein genialer noch dazu:
Du bist Du
(Jürgen Werth)
(Danke an Devilsraveangel)
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Ganz bleiben
Unter fallenden Kastanien
den Garten umarmen
Durch Zeitgeräusche wandern
von Stimme zu Stimme
Herzliche Briefe
lieben.
Sich an allen Ecken
wundstossen
und ganz bleiben.
(Rose Ausländer)
(Danke an Brigitte)
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Tage
es gibt Tage an denen ich denke,
ich schaffe es,
es geht,
mir gehts gut,
ich kann es.
Dann kommen aber wieder Tage an denen ich denke
ich schaffe es nicht,
ich will nicht mehr,
kann nicht mehr....
(Blackangel)
(Danke an Blackangel)
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Spuren hinterlassen
Wo immer wir auch gehen,
ein Teil von uns bleibt dort,
die Spuren unsrer Schritte,
sie gehen nicht mehr fort.
Ein Lächeln bleibt zurück,
ein Herz das freudig schlägt,
die Wärme unsrer Stimme,
die durch die Kälte trägt.
Berührung unsrer Hand,
die noch zu fühlen ist,
und dass durch uns ein Mensch
das Weinen kurz vergisst.
Ein liebes Wort klingt nach,
durch Schmerz und Dunkelheit,
und unsre Spur vertreibt
die schlimme Einsamkeit.
Wo immer wir auch gehen,
bleibt eine Spur zurück,
und hinterlässt ein Strahlen
von unsrem eignen Glück.
(Monika Schudel)
(Danke an Monika Schudel)
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Namenlos
Ich habe keinen Namen,
weiss nicht mal wer ich bin!
Auch aus Neuem geboren,
ergeb ich keinen Sinn!
Bin einfach da,
warum weiss keiner so genau!
Bin schwarz, trag keinen Namen
und bin am Ende grau!
Mäuse, Ratten, Ungeziefer,
von keinem gern gesehen!
Doch da bin ich, ohne Namen
und von jedem gern geseh´n!
(E. Black)
(Danke an miria)
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Weg...
Bin wieder farblos, neutral,
war endlich farbig für ein Jahr!
Hast Du mir weggenommen, kein Gedanke, keine Pflicht!
Hast mich vergessen, weggeschlossen,
hinter Dein eigenes Gesicht!
Auch die Gedanken gehn vorüber und der Schein trügt jedes Sein,
doch das Sein, so wills die Pflicht, holt letztlich jeden ein...
(E. Black)
(Danke an miria)
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Schmerz
Tu es nicht, es tut doch weh
wieder dieses Geschrei, in mir
wieder und wieder,
es ist mir egal
wieder dieses Gschrei,
tu es nicht, es tut doch weh,
ich fühle nichts mehr denke ich,
keine Schmerzen,
nichts mehr,
erst später,
setze wieder an,
Blut spritzt,
es tut nicht weh,
kann nicht aufhören,
kein Schmerz,
immer wieder,
immer wieder
keine Gefühle,
höre auf,
spüre erste Schmerzen,
lasse Wasser drüber laufen,
jetzt tut es weh,
in mir,
das ich es wieder getan hab,
nach so langer Zeit,
nach 3 Monaten...
(Blackangel)
(Danke an Blackangel)
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Mich lieben??
wozu?
wer bin ich?
niemand,
so ist es,
kein ich,
niemand,
langweilig,
dumm,
ausgeschlossen,
mich lieben?
nie,
wozu auch,
damit es weh tut,
wenn ich mich wieder hasse??
ich weiß nicht,
kann es nicht,
mich lieben,
es tut zusehr weh...
(Blackangel)
(Danke an Blackangel)
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WER BIN ICH??
Ich weiß nicht mehr wer ich bin,
keine Ahnung,
lebe nur,
wie lang noch?
weiß es nicht,
keine Ahnung,
keine Gefühle mehr,
wer liebt mich schon noch?
wem würde ich fehlen?
wer würde um mich trauern?
wahrscheinlich keiner,
sie würden alle den Kopf schütteln und nie verstehn,
sie kennen auch mich nicht,
kennen nur mein ewig lächelndes Gesicht....
(Blackangel)
(Danke an Blackangel)
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Erfahrungswerte
Das Entscheidende im Leben sind die Momente,
Türen, die sich öffnen und schliessen
Wege, die sich aufzeigen und dann wieder verborgen sind.
Wichtig ist es, nicht vor einer verschlossenen Tür zu verharren oder
den verborgenen Weg zu suchen -
sonst verliert man das Ziel aus den Augen.
Was eindrücklich bleibt im Leben, sind die Momente,
Momente des Schmerzes und Momente des Glücks - sie bleiben,
so besteht das Leben aus der Aneinanderreihung unvergesslicher Momente.
Dauer und Anzahl spielen nur eine untergeordnete Rolle -
wichtig ist die Intensität - die Stärke der Gefühle, die Magie des Augenblicks.
(Günter Prümm, 22.07.02)
(Danke an Günter Prümm)
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Aus Fehlern zu lernen
Aus Fehlern zu lernen, seinen Weg zu bestimmen
sollte einfach sein denkt man, müsste gelingen
Doch Narben die tief von Fehlern geschlagen,
machen`s oft schwer den Neubeginn zu wagen -
Doch Glaube der oft schon Berge versetzt
scheint mir hier das beste Rezept
Glaube an`s Ich, mit Stärke und Mut das Leben zu wagen
sollte auch mich über den Regenbogen tragen
(Günter Prümm, 25.06.02)
(Danke an Günter Prümm)
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Angst und Zweifel
Angst und Zweifel den andern zu enttäuschen...
Angst und Zweifel selbst entäuscht zu werden...
Angst und Zweifel sich im Labyrinth der Gefühle zu verirren...
Angst und Zweifel sind schlechte Ratgeber,
bedeuten sie doch Resignation und Stagnation als Ergebnis einer Erfahrung.
Doch die Erfahrungen sollen uns lehren unser Leben zu gestalten und unsere Freiheit zu finden...
Angst und Zweifel machen aus dieser Freiheit ein Gefängnis.
(Günter Prümm, 11.07.02)
(Danke an Günter Prümm)
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Hummel, Hummel, kleines Ding
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Tanzt von Blum’ zu Blume hin.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Weißt du überhaupt, wohin?
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Tanzt zu den großen Sonnenblumen hin.
Sie scheinen so viel zu bieten,
Doch der Schein trügt, sie haben nur große Blüten.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Schwebst von Blum’ zu Blume hin.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Du fragst dich: „Wo führt mich dies alles hin?“
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Schwebst zur roten Blume hin.
Sie sieht so schön aus,
Doch ihr Nektar ist nur ein kleiner Schmaus.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Irrst von Blum’ zu Blume hin.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Du fragst dich: Hat dies alles einen Sinn?
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Irrst zur trockenen Wüste hin.
Dort bist du frei und nichts hindert dich am fliegen,
Doch sie ist leer und hat eh nichts zu bieten.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
In hundert Tagen ist dein Leben hin.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Wirst du dann endlich wissen, wohin?
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Flogst von Blum’ zu Blume hin.
Hummel, Hummel, kleines Ding.
Was macht jetzt die Hummelin?
Hummelin, Hummelin, kleines Ding.
Flogst mit der Hummel über die Wiese hin.
Hummelin, Hummelin, kleines Ding.
Jetzt weißt du: Es hat doch einen Sinn.
(Christian)
(Danke an Christian)
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Ziel vor Freund
Eigene Ziele aufzuwerfen,
darin ist der Mensch wohl gut,
doch vertraute Seelen noch zu herzen,
wird schnell vergessen,
ganz ohne Reue, ohne Mut.
So trampelt jener einen breiten Pfad,
der Freunde Stimmen weit zurück,
zu den Ohren dringt kein Rat,
vertrautes Lachen, längst verstummt,
man ist allein mit seinem Glück.
(Karsten)
(Danke an Karsten)
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Warum leben?
Mich interessiet es nicht mehr, was andere Leute sagen.
Mich interessiert es nicht mehr, dass andere Leute klagen.
Ich habe keinen Grund zu reden und meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Ich sehe keinen Gund zum essen, denn warum kein Hunger, wenn es eh bald vergeht?!?
Warum nicht mal schlecht gelaunt?! Nicht immer nur Fun!
Warum leben, wenn man´s besser haben kann!!
(christal)
(Danke an christin)
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Weh getan
Alles ging kaputt, was sie sich erbaute.
Niemand wusste, warum sie so oft zu den Sternen schaute.
Keiner checkte das Leid, das aus ihr sprach
und keiner merkte, dass ihr Herz jedes mal etwas mehr zerbrach.
Alle schauten weg, niemand sah hin.
Sie spürte: das Leben hat für sie keinen Sinn.
Warum ist es so schwer, sich über Probleme zu unterhalten?
Warum müssen sich immer die besten Wege spalten?
Niemanden wollte sie damit weh tun, niemanden wollte sie das Herz zerreissen.
DOCH SIE HAT ES GETAN !!
(christal)
(Danke an christin)
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Eins-Sein
Wenn Du
Zeit und Raum vergißt,
Eins bist mit Dir
und mit dem,
was Du tust,
dann lebst Du wirklich!
(Autor unbekannt)
(Danke an Vik)
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Manchmal...
Manchmal
da denke ich
mich zu kennen -
doch dann;
ganz plötzlich
erfahre ich
über mich selbst,
dass ich mich
völlig falsch
eingeschätzt habe.
(Autor unbekannt)
(Danke an Vik)
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Was braucht der Mensch?
Einige Menschen brauchen mehr,
als Dinge,
die sie sehen und begehren.
Einige Menschen möchten erkennen,
was hinter den Dingen verborgen ist.
(Autor unbekannt)
(Danke an Vik)
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Geh wohin dein Herz dich trägt
Jedesmal, wenn du dich verloren fühlst, verwirrt,
denk an die Bäume, an ihre Art zu wachsen.
Denk daran, dass ein Baum mit einer grossen Krone
und wenig Wurzeln beim ersten Windstoss umgerissen wird,
während bei einem Baum mit vielen Wurzeln
und kleiner Krone die Säfte nicht richtig fliessen.
Wurzeln und Krone müssen gleichermassen wachsen,
du musst in den Dingen und über den Dingen sein,
nur so wirst du Schatten und Schutz bieten können,
nur so wirst du zur rechten Jahreszeit blühen und Früchte tragen können.
Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden,
und du nicht weisst, welchen du einschlagen sollst,
dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte.
Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast,
als du auf die Welt kamst, lass dich von nichts ablenken, warte, warte noch.
Lausche still und schweigend auf dein Herz.
Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt.
(Susanna Tamaro)
(Danke an Vik)
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Worte
Sind Worte wie Brücken
die Menschen miteinander verbinden?
oder sind Worte Mauern
die Menschen voneinander trennen?
Worte können Mauern brechen und Brücken bauen
aber es ist schwerer Mauern durch Brücken zu ersetzen
als durch wenige Worte Brücken zu sprengen.
(Autor unbekannt)
(Danke an Vik)
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Ich glaube
Ich glaube wir sind ein Volk von Pflanzen
Wie anders könnten wir sonst ruhig
auf unsere Entlaubung warten?
Würden wir sonst den Mut haben
wie im Schlaf auf einer Rutsche
fast bis in den Tod zu gleiten
mit der Gewißheit
daß es ein leichtes sein wird
noch einmal geboren zu werden...
Ich glaube wir sind ein Volk von Pflanzen
Wer hat schon einen Baum gesehen
der sich aufbäumt?
(Ana Blandiana)
(Danke an Vik)
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Die Zeit
Um den Wert eines Jahres zu erfahren,
frage einen Studenten, der im Schlußexamen durchgefallen ist.
Um den Wert eines Monats zu erfahren,
frage eine Mutter, die ein Kind zu früh zur Welt gebracht hat.
Um den Wert einer Woche zu erfahren,
frage den Herausgeber einer Wochenzeitung.
Um den Wert einer Stunde zu erfahren,
frage die Verlobten, die darauf warten, sich zu sehen.
Um den Wert einer Minute zu erfahren,
frage jemanden, der seinen Zug, seinen Bus oder seinen Flug verpaßt hat.
Um den Wert einer Sekunde zu erfahren,
frage jemanden, der einen Unfall überlebt hat.
Um den Wert einer Millisekunde zu erfahren,
frage jemanden, der bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille
gewonnen hat.
Die Zeit wartet auf niemanden.
Sammle jeden Moment, der Dir bleibt, denn er ist wertvoll.
Teile ihn mit einem besonderen Menschen, und er wird noch wertvoller.
(Autor unbekannt)
(Danke an Vik)
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Verlierer
Ich bin zu blind, um Dich zu sehen,
Und all die Dinge, die Du magst.
Ich bin zu taub, um zu verstehen,
Was Du mir alles nettes sagst.
Ich bin zu träge, aufzustehen,
Ich bleibe liegen, bleibe ruhn.
Ich bin zu starr, mich umzudrehen,
Um etwas anderes zu tun.
Ich bin zu langsam, um zu rennen,
Ganz ohne Weg und ohne Ziel.
Zu egoistisch, zu erkennen,
Was jemand anders haben will.
Ich bin zu feige, das zu machen,
Was ich wirklich machen mag.
Und zu traurig, um zu lachen,
Viel zu traurig, Tag für Tag.
Ich bin zu dumm, um zu kapieren,
Was wichtig ist und was ich brauch.
Darum werd ich das Spiel verlieren
Und alle andren Dinge auch.
(Jens '99)
(Danke an Vik)
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Mutter
"Mutter, bitte setz' dich!
Nimm dir einen Stuhl!
Ich muß dir etwas sagen:
Mutter, ich bin schwul."
Wie oft schon habe ich
diesen einen Satz gesagt,
geprobt,
habe mich gefragt,
ob sie weint oder tobt,
ob sie vielleicht versteht
oder aus dem Zimmer geht,
ob sie sich meiner schämt,
sich vor Kummer grämt,
ob sie sich heimlich fragt,
wo sie versagt?
"Mutter,
ich mag dich nicht enttäuschen.
Ich will dich nicht verletzen.
Doch kann ich nicht länger schweigen.
Ich will auch dir endlich zeigen,
wer ich wirklich bin.
Drum setz' dich hin
und hör' mich an!
Mutter, ich liebe einen Mann."
Bisher habe ich nur davon geträumt,
ihr das zu sagen.
Ich habe es versäumt.
Ich wollte es nicht wagen.
Doch heute will ich sprechen,
will ich mein Schweigen brechen:
"Mutter, ich bin verliebt.
Es ist ein Mann, der mir das gibt."
Denn heute ist Muttertag -
ein Tag, den jede Mutter mag.
Auch ich will meiner etwas schenken,
ich will ihr reinen Wein einschenken.
Doch noch fehlt mir der Mut.
Nicht mein Freund sitzt an meiner Seite,
an meiner Seite sitzt die Ruth.
Sie brauchte Geld, denn sie war pleite.
Ihre Rolle spielt die Ruth
mit viel Gefühl, viel zu gut.
Meine Mutter strahlt.
Ich höre schon, wie sie prahlt:
"Mein Sohn hat eine Frau,
mein Sohn ist frisch verliebt.
Ich wußte ganz genau,
daß sich das noch ergibt."
Wenn ich daran denke,
wird mir schlecht.
Ein Schnaps kommt mir gerade recht.
Jetzt ist Schluß mit Sahnetorte!
Es ist Zeit für wahre Worte.
Nach dem dritten Glas
bin ich soweit.
Ich nehme Maß,
ich bin bereit,
mich zu trauen:
"Mutter, ich stehe nicht auf Frauen."
Gerade will ich sprechen,
endlich mein Schweigen brechen,
da fängt meine Mutter an:
"Mein Sohn,
ich will dir etwas sagen:
Ich bin von Ruth sehr angetan.
Sie kann sich gut betragen.
Ich bin froh, daß du sie gefunden hast -
eine Frau, die zu dir paßt.
Ich wußte, das sich das ergibt.
Mein Sohn, auch ich bin frisch verliebt.
Als dein Vater von uns ging,
nahm er meine Liebe fort.
Doch die Liebe ist ein seltsam' Ding.
Sie ist zurück an diesem Ort."
Dabei zeigt sie auf ihr Herz.
Verwirrung springt mich an:
"Wer nahm ihr wohl den Schmerz?
Wer ist ihr neuer Mann?"
"Mutter, ich bin schwul."
Wann dieser Satz wohl fällt?
Ich springe auf von meinem Stuhl,
als es an der Türe schellt.
"Das wird wohl der Neue sein,"
denke ich bei mir,
"der kommt heut' zum Stelldichein."
Ich öffne ihm die Tür.
"Hallo, ich heiße Jutta.
Ich bin die Freundin deiner Mutter."
(Guido Gramatke)
(Danke an Vik)
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Niemals...
Versuche niemals, alles zu verstehen -
manches wird nie recht viel Sinn machen.
Sträube Dich niemals, Deine Gefühle zu zeigen -
wenn Du glücklich bist, zeige es!
Wenn Du es nicht bist, finde Dich damit ab!
Scheue Dich niemals davor, etwas zu verbessern -
die Ergebnisse könnten Dich überraschen.
Lade Dir niemals die Last der Welt
auf Deine Schultern.
Lass Dich niemals von der Zukunft einschüchtern -
lebe einen Tag nach dem anderen.
Fühle Dich niemals der Vergangenheit schuldig -
was geschehen ist, ist nicht mehr zu ändern.
Lerne von den Fehlern, die Du gemacht hast.
Fühle Dich niemals allein,
es gibt immer jemanden, der für Dich da ist
und an den Du Dich wenden kannst.
Vergiss niemals, daß alles,
was Du Dir nur vorstellen kannst,
auch erreichbar ist.
Stell Dir das vor!
Es ist nicht so schwer, wie es aussieht.
Höre niemals auf zu lieben.
Höre niemals auf zu glauben.
Höre niemals auf zu träumen.
(Laine Parsons)
(Danke an Vik)
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Oh nehmet euch meiner an,
denn Ihr allein entscheidet über Himmel oder Hölle.
Gedeih und Verderben, es liegt in Eurer Hand!
Euer Herz, sei unser Zukunft Richter.
(Peter Reichel)
(Danke an Peter Reichel)
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Ich versuche zu verstehn,
was ich nie verstand,
wenn zwei Menschen so tun
als hätten sie sich nie gekannt!
(unbekannt)
(Danke an Mel)
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Flucht in die Nacht
Leise geht die Sonne unter
Am Himmel tummeln sich die Sterne
Jetzt erst scheinen sie herunter
Ich sehe sie schon in der Ferne
Die Bäume rascheln stumm
Schatten flackern im Licht
Man vernimmt ein leichtes Summen
Das Dunkel versperrt mir die Sicht
Das Schönste ist ein einziger Tupfen
Erreichen kann man ihn nicht
Man meint ihn einfach wegzuzupfen
Das Helle in den Augen sticht
Wie schön die Nacht auch ist
Sie bringt mit sich Gefahr
Dies ist ihre größte List
Schnell ist die Angst da
Doch wenn ich an die Seelen denke
Die leben dort oben im All
Sie wissen, dass ich ihnen meine Liebe schenke
Auch wenn ich in ein großes Loch fall
Ich glaube an das Gute
Die Sterne funkeln mich an
Mir ist gut zumute
Dies schon mein Leben lang
Langsam geht die Sonne auf
Sterne schwinden auf der Fläche
Mein Ziel ist die Höhle in die ich schnell lauf
Die Sonne ist meine Schwäche
Ruhig sitze ich im Dunkeln
Träumend an das nächste Mal
Sollen doch die Leute munkeln
Das ist mir total egal
(Kaddy)
(Danke an Kaddy)
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Engel des Lichtes
Hast Du
den Engel des Lichtes
gesehen
sanft streift er
durch
die Nächte der Welt
legt hier
die Hand auf ein Stöhnen
blickt dort
voll Erbarmen
der Angst in die Augen
und sagt in den
Schrei der Verzweiflung
sein lichtendes Wort
hast du
den Engel des lichtes
gesehen
hier war er
und dort
und doch überall
er streift durch
die Nächte der Welt
und gräbt
in die Finsternis tief
den Samen
des ewigen Morgens
streut Schweigen
in jegliche Not
hast du
den Engel des Lichtes
gesehen
du findest ihn
immer
in dir
(Annette Soete)
(Danke an Katja)
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Kaum geboren
schon verloren,
krumm gebogen,
zum Knecht erzogen,
von Knechten,
die Knechte von Knechten sind.
Mein armes Kind.
Und zwischen Hoffen und Bangen,
zwischen Hab´ und Sei,
bist Du tödlich gefangen
und grenzenlos frei.
(Helmut Born)
(Danke an Helmut Born)
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Musik
Musik voll Zartheit und voll Liebe
Sie ist des einzige was bleibt
Musik weckt noch in dir die Triebe
Wenn alles schon zum Ende treibt.
Musik macht noch im Todesahnen
Das Leben freudevoll und wert
Musik lenkt dich auf gute Bahnen
Wenn schon das Herz nicht mehr begehrt.
Musik mit ihrer reichen Fülle
Hüllt dich in Lieb und Segen ein
Musik stellt um dich eine Hülle
Sie macht die größten Sorgen klein
Musik, du reicher Gottesatem
Wenn er dich streift bist du versöhnt.
Musik kann so in Schönheit baden
Dass sie den Ärmsten noch verwöhnt.
(9.11.1965, Elsa-Maria Schröder *1923 +1986)
(Danke an Uli Schröder)
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Leben
Es gibt Zeiten, da denkst du das Leben ist so hart und grausam und hat keinen Sinn.
Du glaubst, die ganze Welt hat sich gegen dich verschworen und du willst keinen sehen.
Du denkst, du bist ganz allein auf dieser Welt.
Du bist ganz unten und glaubst es kann nicht mehr schlimmer kommen, und doch passierts.
Doch dann ganz unverhofft, merkst du, es gibt wieder Hoffnung.
Und ab diesem Zeitpunkt geht's wieder bergauf.
Und ehe du dich versiehst, merkst du das du es geschafft hast,
dein Leben wieder im Griff hast, und du wieder ganz oben angelangt bist.
Doch nun hast du Angst, es könnte wieder alles zerstört werden.
Denk nicht daran, denn nur du hast DEIN LEBEN in der Hand, also mach das Beste draus.
(Maikee)
(Danke an Maikee)
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Bebend wenn hochkommt
was sie mir geliehen hat
Das Fehlende hassend
die Wahrheit ergreifend
Gegenstände
Metaphern dichtend auf deren
Grund sie gnadenlos schläft
(massivEGreen)
(Danke an massivEGreen)
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Mein schönstes Gedicht
Mein schönstes Gedicht?
Ich schrieb es nicht.
Aus tiefsten Tiefen stieg es.
Ich schwieg es.
(Mascha Kaleko)
(Danke an sorry)
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Engellieder
Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte in meinen Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seinen Himmel gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt...
Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten, -
denn er muß meine einsame Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten -
seit mein Engel mich nicht mehr bewacht.
Hat auch mein Engel keine Pflicht mehr,
seit ihn mein strenger Tag vertrieb,
oft senkt er sehnend sein Gesicht her
und hat die Himmel nicht mehr lieb.
Er möchte wieder aus armen Tagen
über der Wälder rauschenden Ragen
meine blassen Gebete tragen
in die Heimat der Cherubim.
Dorthin trug er mein frühes Weinen
und Bedanken, und meine kleinen
Leiden wuchsen dort zu Hainen,
welche flüstern über ihm...
Wenn ich einmal im Lebensland,
im Gelärme von Markt und Messe -
meiner Kindheit erblühte Blässe:
meinen ernsten Engel vergesse -
seine Güte und sein Gewand,
die betenden Hände, die segenende Hand, -
in meinen heimlichsten Träumen behalten
werde ich immer das Flügelfalten
das wie eine weiße Zypresse
hinter ihm stand...
Seine Hände blieben wie blinde
Vögel, die, um die Sonne betrogen,
wenn die andern über die Wogen
zu den währenden Lenzen zogen,
in der leeren, entlaubten Linde
wehren müssen dem Winterwinde.
Auf seinen Wangen war die Scham
der Bräute, die über der Seele Schrecken
dunkle Purpurdecken
breiten dem Bräutigam.
Und in den Augen lag
Glanz von dem ersten Tag, -
aber weit über allem war
ragend das tragende Flügelpaar...
Um die vielen Madonnen sind
viele ewige Engelknaben,
die Verheißung und Heimat haben
in dem Garten, wo Gott beginnt.
Und sie ragen alle nach Rang,
und sie tragen die goldenen Geigen,
und die Schönsten dürfen nie schweigen:
ihre Seelen sind aus Gesang.
Immer wieder müssen sie
klingen alle die dunklen Chorale,
die sie klangen vieltausend Male:
Gott stieg nieder aus seinem Strahle
und du warst die schöne Schale
Seiner Sehnsucht, Madonna Marie.
Aber oft in der Dämmerung
wird die Mutter müder und müder, -
und dann flüstern die Engelbrüder,
und sie jubeln sie wieder jung.
Und sie winken mit den weißen
Flügeln festlich im Hallenhofe,
und sie heben auss den heißen
Herzen höher die Strophe:
Alle, die in Schöhnheit gehn,
werden in Schöhnheit auferstehn.
(Rainer Maria Rilke)
(Danke an Sabine)
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Sehn-Süchtig
...Würdest Du mich bei der Hand nehmen,
Würdest Du mich geleiten und mein Führer sein,
mir den Weg leuchten mit fahlem Kerzenschein
Würdest Du mich in meiner Blindheit führen,
und mir öffnen die verborgenen Türen
...Und vielleicht würdest Du mich wirklich sehen,
und mich dann bedecken wie ein Regen,
und vielleicht würdest Du mich wirklich hören und zu mir sprechen,
und mich liebkosen wie ein Wind mit Deinem Lächeln
...und würdest Du dann mit mir auf den Tischen tanzen,
und in mir des Regenbogens Samen pflanzen.
Würdest Du einen Blitz erbeuten in Deinen Netzen,
und mit ihm in meiner Brust die ergraute Illusion ersetzen.
...und würdest Du mir dann ein Lied singen,
und mir so die gebrochenen Flügel wiederbringen,
...Würdest Du mich träumen und würdest Du mich glauben,
würdest Du mich pflücken und mich schlemmen wie die süßen Trauben
...und würdest Du dann nicht gehen sondern bleiben,
und würdest Du den stummen Schatten vertreiben,
und würdest Du die Tränen küssen,
und vielleicht das Lachen vermissen?
..und so wie Du mich also erkennst in meinen Ängsten und Nöten,
würdest Du dann noch zögern mich zu zerreissen und zu töten?
(Der Lümmel)
(Danke an Der Lümmel)
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Mondnacht
Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst!
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
(Joseph von Eichendorff)
(Danke an JuneN06)
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Dauer im Wechsel
Hielte diesen frühen Segen
Ach nur eine Stunde fest!
Aber vollem Blütenregen
Schüttelt schon der laue West.
Soll ich mich des Grünen freuen?
Dem ich Schatten erst verdankt;
Bald wird sturm auch das zerstreuen,
Wenn es falb im Herbst geschwankt.
Willst du nach den Früchten greifen;
Eilig nimm dein Teil davon!
Diese fangen an zu reifen
Und die andern keimen schon;
Gleich, mit jedem Regengusse,
Ändert sich sein holdes Tal,
Ach, und in dem selben Flusse
Schwimmst du nicht zum zweitenmal.
Du nun selbst! Was felsenfeste
Sich vor dir hervorgetan,
Mauern siehst du, siehst Paläste
Stets mit andern Augen an.
Weggeschwunden ist die Lippe,
Die im Kusse sonst genas,
Jener Fuß, der an der Klippe
Sich mit Gemsenfreche maß.
Jene Hand, die gern und milde
Sich bewegte wohlzutun,
Das gegliederte Gebilde,
Alles ist ein andres nun.
Und was sich, an jener Stelle,
Nun mit deinem Namen nennt,
Kam herbei, wie eine Welle,
Uns so eilt's zum Element.
Laß den Anfang mit dem Ende
Sich in Eins zusammenziehn!
Schneller als die Gegenstände
Selber dich vorüberfliehn.
Danke, dass die Gunst der Musen
Unvergängliches verheißt,
Den Gehalt in deinem Busen
Und die Form in deinem Geist.
(Johann Wolfgang von Goethe)
(Danke an JuneN06)
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Nacht
Mit Einsamkeit bin ich geboren
war immer ein komisches Kind
immer anders wie die anderen
fand die Dunkelheit schon immer wunderschön
fühlte mich in ihr wohl
ja, sie war mein Freund
mein verbündeter
die Nacht
so dunkel und kalt für die meisten
und für mich doch wärmer als
so mancher Sommertag
raus in die Nacht
rein in die Dunkelheit
in die Stille
die sich an meine Haut schmiegt
und die Einsamkeit mit tiefen Zügen einatmen
ja, ich war schon immer anders
als alle anderen Kinder
niemand verstand mich
und niemand tut es heute
einsam mach ich meine Spaziergänge in der Nacht
einen gleichgesinnten Gefährten suchend.
(baob)
(Danke an Babs)
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Das Birkenbäumchen
Ich weiß den Tag, es war wie heute,
ein erste Maitag, weich und mild,
und die erwachten Augen freute
das übersonnte Morgenbild.
Der frohe Blick lief hin und wieder,
wie sammelt er die Schätze bloß?
So pflückt ein Kind im auf und nieder
sich seine Blumen in den Schoß.
Da sah ich dicht am Wegessaume
ein Birkenbäumchen einsam stehn,
rührend im ersten Frühlingsflaume.
Konnt' nicht daran vorübergehn.
In seinem Schatten stand ich lange,
hielt seinen schlanken Stamm umfaßt
und legte leise meine Wange
an seinen kühlen Silberbast.
Ein Wind flog her, ganz sacht, und wühlte
im zarten Laub wie Schmeichelhand.
Ein Zittern lief herab, als fühlte
das Bäumchen, daß es Liebe fand.
Und war vorher die Sehnsucht rege,
hier war sie still, in sich erfüllt;
es war, als hätte hier am Wege sich eine Seele mir enthüllt.
(Gustav Falke)
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Über das Lächeln
Ein Lächeln kostet nichts und bringt viel.
Es bereichert den, der es erhält,
ohne den, der es schenkt, ärmer zu machen.
Es dauert nicht länger als einen Augenblick,
aber die Erinnerung daran ist manchmal ewig.
Niemand ist reich genug,
um es nicht brauchen zu können.
Es schenkt Glück im Heim
und ist ein zartes Zeichen der Freundschaft.
Ein Lächeln gibt dem Bekümmerten Auftrieb
und dem Schwachen Kraft.
Wenn Du einmal jemanden triffst,
der Dich nicht anlächelt,
sei großügig und lächle ihn an;
denn niemand braucht ein Lächeln mehr als der,
der es dem anderen nicht zu geben weiß.
(Autor unbekannt)
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Das Lächeln
Wie doch die Menschen sind! Sie sorgen,
was morgen wird und übermorgen -
Und Ihre Seelen bleiben blind und arm;
an Gärten wandern sie vorbei, an Gittern,
die von dem Drängen junger Sträucher zittern,
und ihre Seelen füllt der ewig gleiche Harm.
Daß über Nacht ein Wunder neu geboren,
daß aus der alten Häuser tiefen Toren,
nun wieder Kinderlaut und Kühle weht,
und daß sich Wölkchen bilden in den Lüften,
von Zigaretten - und Orangendüften,
oder Parfum, wenn eine schöne Frau vorübergeht -
Sie fühlen dieses nicht, und nicht das Neigen
der Abende, wenn sich in langen Reigen
müd-armes Volk die Straßen heimwärts drängt.
Sie sehen nicht, daß diese bleichen Wangen
der jungen Mädchen vor dem Frühling bangen,
der soviel Sehnsucht und Gefahr verhängt....
In meinem Leben weiß ich einen Kranken,
gelähmt an Gliedern, Willen und Gedanken.
Nur seine Seele war dem Wunder heil;
der konnte lächeln, wenn der erste Schimmer
der Frühlingssonne in sein trauriges Zimmer
sich leise schob, ein goldner, zarter Keil.
Der konnte lächeln über jede Blüte,
daß dieses Lächelns wundervolle Güte
dem toten Auge flüchtig Leben gab;
der konnte weinen über Kinderlieder
und tiefer atmen, wenn der Duft vom Flieder
ihn grüßen kam in seiner Kissen Grab.
Und dieses Lächeln diese Tränen waren
so überreich an jenem Wunderbaren,
das alle darben, die so dumpf-gesund.
Und ich hielt dieses Mannes Hand im Sterben
und ward zu seines Lächelns Erben,
das wie ein Blühen lag um seinen blassen Mund.
Drum faß ich diese Menschen nicht, die sorgen,
was morgen wird und übermorgen,
denn ihre Seelen bleiben blind und arm;
An Gärten wandern sie vorbei, an Gittern,
die von dem Drängen junger Sträucher zittern,
und ihre Seelen füllt der ewig gleiche Harm.
(Autor unbekannt)
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Ich wünsche Dir Zeit
Ich wünsche Dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche Dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freuen und zu lachen
und wenn Du sie nützt, kannst Du etwas draus machen.
Ich wünsche Dir Zeit für Dein Tun und Dein Denken,
nicht nur für Dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche Dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufrieden-sein-können.
Ich wünsche Dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche sie möge Dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schauen.
Ich wünsche Dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche Dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche Dir Zeit, zu Dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche Dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche Dir Zeit: Zeit haben zum Leben.
(Elli Michler)
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Lebenskunst
Ach, was sind wir dumme Leute -
wir genießen nie das Heute.
Unser ganzes Menschenleben
ist ein Hasten, ist ein Streben
ist ein Bangen, ist ein Sorgen -
Heute denkt man schon an Morgen.
Morgen an die spätere Zeit -
und kein Mensch genießt das Heut.
Auf des Lebens Stufenleiter
eilt man weiter, immer weiter.
Nutz den Frühling Deines Lebens
Leb im Sommer nicht vergebens
denn gar bald stehst Du im Herbste
bis der Winter naht, dann sterbste.
Und die Welt geht trotzdem heiter
immer weiter...
(Autor unbekannt)
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Nur geliehen
Es ist alles nur geliehen
hier auf dieser schönen Welt.
Es ist alles nur geliehen
aller Reichtum, alles Geld.
Es ist alles nur geliehen,
jede Stunde voller Glück,
musst Du eines Tages gehen,
läßt Du alles hier zurück.
Man sieht tausend schöne Dinge
und man wünscht sich Dies und Das,
nur was gut ist und was teuer,
macht den Menschen sehr oft Spaß.
Jeder möchte mehr besitzen,
zahlt er auch sehr viel dafür,
keinem kann es etwas nützen,
es bleibt alles einmal hier.
Jeder hat oft das Bestreben,
etwas Besseres zu sein,
schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein?
Alle Güter dieser Erde,
die das Schicksal Dir verehrt,
sind Dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.
Darum lebt doch euer Leben,
freut euch neu auf jeden Tag.
Wer weiß auf dieser Erdenkugel,
was der Morgen bringen mag?
Freut euch auch an kleinen Dingen,
nicht nur an Besitz und Geld,
es ist alles nur geliehen
hier auf dieser schönen Welt.
(Heinz Schenk)
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Gespräch mit dem Engel
Ein Geräuch in der Luft,
Wie von grossen Maschinen:
"Sagn Sie mal - lässt sich das nicht abstellen?"
"Damit kann ich leider nicht dienen,
Denn das ist das Stöhnen Gottes
Beim Betrachten seiner Welten.
Das heisst: Manchmal lacht er auch über sie.
Aber selten."
(Robert Gernhardt)
(Danke an Wilfried John)
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Zweifel
Ich sprach auch mit vielen Leuten
und hörte genau zu
und hörte viele Meinungen
und hörte viele von vielem sagen:
das sei ganz sicher!
Aber zurückkehrend sprachen sie anders,
als sie ehedem gesprochen hatten.
Und von dem andern sagten sie:
das ist sicher.
Da sagte ich mir:
von den sicheren Dingen
ist das Sicherste der Zweifel.
(B. Brecht)
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Trau dich!
Manchmal komme ich mir
so höflich vor,
so angepaßt, so etabliert, so normal,
so brav, so ernst und so logisch,
so beherrscht, so zaghaft, so liebenswürdig,
so maßlos ängstlich,
es könnte mich jemand
nicht mögen -
und mag mich selbst nicht mehr.
(Jochen Mariss)
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Überlass es der Zeit
Erscheint Dir etwas unerhört,
Bist Du tiefsten Herzens empört,
Bäume Dich nicht auf, versuchs nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.
Am ersten Tag wirst Du feige Dich schelten,
Am zweiten läßt Du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du`s überwunden;
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
(Theodor Fontane)
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Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen
Erkennst Du ganz, was Leben heißt;
Lerne denken mit dem Herzen
Und lerne fühlen mit dem Geist.
(Autor unbekannt)
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Die Welt gleicht einem Meer:
Die Menschheit einem über seine stürmischen Buchten segelnden Schiff.
Unsere Klugheit ist das Segel,
Künste und Wissenschaft dienen als Ruder,
Glück oder Unglück als günstige oder mißliche Winde:
Das Urteil ist das Steuer.
Ohne das letztere ist das Gefährt ein Spielball der Wogen.
(Oliver Goldsmith)
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In Mitte der Ewigkeit
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wegen schweben
und schwinden wir.
Und messen unsre trägen Tritte
nach Raum und Zeit;
und sind (und wissen's nicht) in Mitte
der Ewigkeit...
(Johann Gottfried von Herder)
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Wage zu träumen
von dir
und dem, was du nicht bist
wage zu träumen
von dir
und dem, was du nicht hast
wage zu träumen
von dir
wie du wirklich bist
wage zu träumen
von dir
und nach dem Erwachen
verwasche nicht
dein traumhaft
wahres Gesicht
(Margot Bickel)
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Glaube nicht
die Last auf deinen Schultern wird dir zu schwer,
glaube nicht
du wärst zu schwach, die Last anderer noch mitzutragen
Du wirst dich wundern
ob deiner Kraft
du wirst dich wundern
wie stark du bist trotz deiner Schwäche
(Margot Bickel)
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Es gibt Momente
da wünschte ich,
ich wäre Sonnenstrahlen für dich
Sonnenstrahlen, die deine Hände wärmen
deine Tränen trocknen
Sonnenstrahlen, die dich an der Nase kitzeln
und dich zum Lachen bringen
Sonnenstrahlen, die deine dunklen Winkel
in deinem Innern erleuchten
deinen Alltag in helles Licht tauchen
die Eisberge um dich zum Schmelzen bringen
(Margot Bickel)
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Das Leben und die Wellen
haben eines gemeinsam:
sie treiben etwas an
und spülen etwas anderes weg
denn wenn die Flut kommt
spülen die Wellen die Sandburgen weg
aber sie treiben vielleicht auch ein Stück Holz an
mit dem jemand das Dach seiner Hütte
ausbessern kann
(Margot Bickel)
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Ich weiß um das Geschenk
mich fallenlassen zu dürfen
und nicht zu stürzen
nur so vermag ich
immer wieder aufzustehen
(Margot Bickel)
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Weil das Gestern wir im Heute
Kaum verwandelt wiederfinden,
Fällt es uns so schwer Vergangenes
Als vergangen zu verwinden
Wenn in jedem neuen Heute
Wir das Morgen vorempfinden,
Können wir dem Gläubiger "Gestern"
leicht sein Schuldbegehr entwinden
(Hermann Broch)
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