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muenic's Gedichte
Hier sind sie nun, meine eigenen kleinen Verse. Lange habe ich hin- und herüberlegt, ob ich sie veröffentlichen soll. Ich habe mich für das Dafür entschieden und werde es hoffentlich nicht bereuen.
Was bleibt Erst nachdem die Liebe qualvoll verschwand, erkannte sie seine wahre Natur. Stille Wasser gründen tief, das ist bekannt und haben allgemein zu wenig Temperatur. Wenn das Wasser dann zu Eis gefriert und sich dort kein Leben mehr regt, wird die unangenehme Wärme ausrangiert. Verbitterung hat sich über den Schmerz gelegt das ist alles, was bleibt. © 18.04.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Vertrauter Feind Ich kenne ihn schon von Kindesbeinen an, ich erinnere mich noch gut, wie alles begann. Schon oft habe ich ihm in die Augen gesehen und manchmal sagte er: Komm mit, wir gehen. Er rief meinen Namen ganz sanft und sacht, es klang fast so als ob er leise lacht. Diese Stimme, verführerisch und so klar, betäubte mich, ich war nicht ansprechbar. Er ist ein kalter Hauch, ein warmes Licht, das im Nu den stärksten Willen bricht. Doch ich widerstand ihm mit all meiner Kraft, und ich habe es immer wieder geschafft. Fragen beschäftigen mich von Zeit zu Zeit: Wann ist es das nächste Mal so weit? Will er mich warnen, wenn er vor mir steht? Ist es Glück, wenn er schweigend geht? Fragen, die mir keiner beantworten kann, aber ich weiß sehr genau, was ich gewann. © 03.04.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Süsser Schmerz Freunde für's Leben so sollte es immer sein, wir haben uns viel gegeben, ließen uns nicht allein. Übermannt von gärenden Gefühlen und Willenlosigkeit gleichermaßen, stehen wir nun zwischen den Stühlen und irren umher auf verlassenen Straßen. Die Gefahr lauerte jederzeit und überall, doch wir waren stark und immer kühl. In jener Nacht kam der Verstand zu Fall, wie eine Schauer überfiel uns das Gefühl. Dieses Gefühl, das man wahre Liebe nennt - tiefe Verbundheit auf beiden Seiten. Wenn in beiden ein loderndes Feuer brennt, kann man es nicht lange bestreiten. Gekannt habe ich sie nie, diese Gegenseitigkeit, immer nur allein von ganzem Herzen geliebt. Ich bin so dankbar, daß du es mir gezeigt, und traurig, es hat unsere Freundschaft durchsiebt. Doch gern denk ich an jene Nacht zurück - sie belebte mein geschundenes Herz. Sie war nur ein sehr kurzes Glück aber lieber ein süsser als ein bitterer Schmerz. © 20.03.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Einsicht Ich bin allein, Einsamkeit macht sich breit ein bekanntes Gefühl, ich war es schon immer, selbst in Zeiten einstiger Zweisamkeit. Aber - was ist nun besser? Einsamkeit allein oder Einsamkeit zu zweit? © 15.03.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Fata Morgana Ein Mensch ohne Liebe ist wie ein Meer ohne Wasser. Wie blind ich doch war, daß ich in solch ein Meer hineinsprang und dabei sogar ertrank. © 07.03.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Gewichtig Wollte man meine Liebe zu dir in einer Gewichtseinheit messen, so hat sie 30 Pfund gewogen. 30 Pfund, die ich verlor, auf deinem Weg von mir fort. Was hast du verloren? Ein paar Gramm meiner Gesellschaft - nicht mehr und nicht weniger. © 10.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Schlußfolgerung Unverständnis und Schmerz beherrschen sie Tag und Nacht sie kennt nicht den wahren Grund, diese unbekannte Macht. War es Gewohnheit, war es Alltag oder Frust? War da vielleicht ein Schmerz in seiner Brust? Nein, das war es nicht, daüber redet man normalerweise, nur die pure Berechnung handelt konsequent und leise. © 10.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Zugfahrt Ich fuhr im Zug der Liebe auf den Gleisen des Lebens - du saßt neben mir und fuhrst ein Stück mit. Plötzlich bemerktest du, daß du im falschen Zug sitzt - die falsche Richtung und unbequeme Sitze. An der Station der Gleichgültigkeit stiegst du aus und gingst deines Weges, mit einem Ticket für den Zug der Zweckmässigkeit in der Hand. Allein fahre ich nun weiter im Zug der Liebe, bis zur einsamen Station des Vergessens. Vielleicht steigt dort jemand ein, der sich mit dem Zugfahren auskennt. © 08.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Was besser scheint Vertrauen haben - zu unsicher - Misstrauen ist besser Über Gefühle reden - zu kompliziert - schweigen ist besser Lieben - zu altmodisch - benutzen ist besser All dies zu lernen - zu arbeitsintensiv - für dich © 08.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Mal ehrlich Ein paar Probleme in der Beziehung, also hast du ihr unverzüglich - der Einfachheit halber - ein Ende gesetzt. Mal ehrlich, war da jemals Liebe? Wenn nun Probleme in deinem Leben auftauchen, beendest du dieses dann auch? Nein - dafür liebst du es zu sehr. © 08.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Drei Fragen Gefühle, was ist das? hast du gefragt. Ich konnte dir keine Antwort geben, du hättest es nicht verstanden. Liebe, was ist das? hast du gefragt. Ich konnte dir keine Antwort geben, du hättest es nicht verstanden. Du, wer bist du? hast du gefragt. Ich habe dir eine Antwort gegeben, du hast mich nicht verstanden. Aber spielen kannst du mit dem, was du nicht verstehst, sehr gut. © 04.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Garantiefall Dein Schönwetter-Auto ist ausgerechnet bei schönem Wetter nicht mehr angesprungen. Es wollte nicht nur ein Schönwetter-Auto sein, es hatte Gefühle und einen Herzenswunsch - eine Fahrt für's Leben wollte es machen. Wie gemein, da mußte ein Fehler vorliegen, so ein Auto kannst du nicht lange fahren. Also hast du gesagt "Ich suche mir ein Neues" und es umgetauscht, bevor die Garantie ablief. Wie man das bei ausgedienten Autos so macht, die man nicht mehr haben will und zurückgibt, hast du ein wenig wehmütig zurückgeschaut und dich noch bei ihm für die schöne Zeit bedankt. Vergessen hast du es schon lange, das Neue steht bereits schön poliert vor deiner Tür. Dem neuen Auto wird es nicht anders ergehen, es wird eine Zeit lang gut fahren und irgendwann wird auch ihre Garantie abgelaufen sein. © 04.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Vergeudete Liebe? Sie schaut nicht mehr zurück zum vermeintlichen Glück. Geliebt hat nur sie, das hat sie erkannt, mußte dafür büßen, ihre Liebe wurde verbrannt. Sie hat ihm vertraut und auf ihn gebaut - sie dachte, sie hätte ihm ins Herz geschaut. Das kalte Wasser hat sie übersehen, es wurde zu Eis und sie mußte gehen. Sie verlor das Vertrauen in die ehrlichen Seelen - ja, sie glaubt, jeder will ihr das Herz nur stehlen. Jahre ihres Lebens hat sie ihm gegeben, jetzt ist sie froh, es war nicht ihr ganzes Leben. Sie schaut nicht mehr zurück zum vermeintlichen Glück. © 03.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Erkenntnis So wie sie, so hat er sich nicht geschunden - im Gegenteil, er hat bereits ein neues Glück gefunden. Kalt wie Eis, sie sieht ihn nun in diesem dunklen Licht, er sprach einst von Liebe - was das ist, das weiss er nicht. Prestigeobjekt und Gesellschaftsdame wird jede für ihn sein er braucht eine Interessensgemeinschaft, ist nicht gern allein. Nur wenn sie ihm einen Stammhalter gebärt hat sie für ihn vielleicht einen anderen Stellenwert. © 01.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Recycling Er hält ein gebrauchtes Taschentuch in der Hand und wirft es bedacht in den Müll. Er hält ihr Herz in der Hand und wirft es achtlos in den Müll. Das Taschentuch und ihr Herz treffen sich in der Tonne - getreten und geschreddert warten beide auf die Wiederverwertung. © 01.02.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Grausame Träume Viele Träume hatte ich in meinem bisherigen Leben manche wurden wahr und manch Dejavu mußte ich erleben. Seit du fort bist, handelt jeder Traum nur noch von dir aber wenn ich aufwache, dann bist du nicht bei mir. In einem Traum wolltest du die Wogen glätten und kamst zurück, mein Herz machte einen Satz und zersprang fast vor Glück. Doch diese Träume, sie werden sich nie bewahrheiten, das herbeigesehnte Dejavu flüchtet in unendliche Weiten. Nun hab ich grosse Angst vor dieser Art Traum, ich bleibe einfach ewig wach und schlafe kaum. Denn nach jedem Traum durchbohrt die bittere Realität mein Herz, jedesmal sterbe ich den gleichen Tod durch den gleichen Schmerz. © 19.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Lichteffekte Das Licht bricht und streut sich in meinem Herz gestreut durch Scherben, gebrochen vom Schmerz Kann nicht mehr lieben, kann nicht mehr lachen - nur gebündelt kann das Licht ein Feuer entfachen © 15.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Zwei Rosen In meinem Garten blühen zwei Rosen; die eine, voller Kraft und Schönheit gepflanzt, um ewig zu blühen aber von stählernder Hand zum Verblühen verurteilt. Die andere, noch jung und zierlich ebenfalls gepflanzt, um ewig zu blühen aber im Schatten der kräfigen Rose kann sie nicht wachsen. © 12.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Ansichtssache Ein paar freie Stunden mit mir teilen wichtig, sehr wichtig für dich Mein Leben mit dir teilen wichtig, sehr wichtig für mich aber unwichtig für dich © 08.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Halbe Kündigung Als seine Begleit- und Bettdame streikte, weil sie mehr als das sein wollte, hat er kurzerhand den Vertrag gekündigt. Aber die Option auf weitere Begleitdienste wollte er sich offen halten. Zu wissen, welchen Status sie wirklich bei ihm hatte macht den Verlust nicht einfacher für sie - denn sie hat geliebt. © 06.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Prioritäten setzen Du hattest Träume und Wünsche und ein Ziel, aber ein Opfer dafür bringen, das war dir zuviel. Deine Gewohnheiten, die wolltest du nicht ändern, einfach nur weiterhin durch's Leben schlendern. Meine Einsamkeit, die hat dich nicht gestört, meinen lauten Hilferuf, den hast du nicht gehört. Hast uns lieber einen tödlichen Strick draus gedreht, der unsere Liebe unwiederbringlich in den Staub verweht. © 06.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Unbekannte Macht Wenn es eine Macht gibt, die stärker ist als die Liebe, so stark, daß sie sie qualvoll sterben läßt, dann war die Liebe nicht stark genug. © 06.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Verkehrte Welt Hab dich nicht gesucht und doch gefunden ein glücklicher Zufall hat uns verbunden Jetzt suche ich dich und finde dich nicht dein eiserner Wille tut nun seine Pflicht © 02.01.03 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Verständnislos Ich werde es nie verstehen. Ich wollte an deiner Seite gehen und mit dir die Welt umdrehen. Ich wollte zu dir stehen und mit deinen Augen sehen. Du läßt mich einfach stehen, willst nicht mit meinen Augen sehen. Mir noch deine Liebe gestehen und doch einen neuen Weg gehen. Ich werde es nie verstehen. © 26.12.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Gebrochenes Herz Tosende Meere voller Gefühle Trockene Steppen der Sehnsucht Reißende Flüsse voller Erinnerungen Gefrorene Wasserfälle voller Tränen Glühende Funken der Hoffnung Kurz - Ertrunken und verdurstet, erfroren und verbrannt Ist das gebrochene Herz © 25.12.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Tatsache Du sagtest mir, daß du mich noch liebst. Das kann nicht die Wahrheit gewesen sein, denn wenn du nur um Freundschaft kämpfst, dann hat sich die Liebe verflüchtigt, wie dein Duft an meinem Kissen. © 25.12.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Herzensschrei Ein Herz schreit in die Welt hinaus verzweifelt, ruft, weint, läßt alles raus will sich nicht vor'm geliebten Herz verstecken will es wiederfinden, will es wecken - aber geliebtes Herz ist taub, hört kein Schrei'n unerhörtes Herz bleibt allein © 07.12.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Fassungslos Wie einfach du es dir doch machst - du tadelst mich, weil ich die Hoffnung zu Grabe trug. Du weißt, Hoffnung braucht die Sonne zum Überleben. Doch die Türen hieltest du fest verschlossen, die Fenster schmücktest du mit finsteren Vorhängen. Die Schlüssel, sie stecken immer noch, die Vorhänge, sie bleiben zugezogen. Die Hoffnung dreht sich im Grabe um und kann es nicht fassen. © 07.12.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Hoffnungstod "Die Hoffnung stirbt zuletzt" mitnichten - meine Liebe zu dir steht nun am Grab der Hoffnung und weint © 30.11.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Die Gezeiten Einsam stehe ich am verlassenen Strand denke daran, was uns beide verband. Traurig beobachte ich die Gezeiten, erinnere mich an frühere Zeiten. Wir haben zusammen geweint und gelacht und oft die Nacht zum Tag gemacht. Wir haben uns gegenseitig viel gegeben - eine Flut der Leidenschaft erfüllte unser Leben. Wir haben auch wie Schiffe auf rauher See gewankt und ein manches Mal wurde keine neue Kraft getankt. Fehler haben sich leise eingeschlichen, die so leicht nicht mehr entwichen... Aber ist das alles nicht der Liebe ewige Glut, wie dem Meer die Ebbe und die Flut? © 27.11.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Beziehungsweise Ich habe dir zugesehen, wie du sorgfältig dein Hemd gebügelt hast voller Knitterfalten war es - du hast jede einzelne ausgebügelt. Nun ist es an der Zeit wieder etwas auszubügeln - ein paar Falten hier und da - doch du lässt das Bügeleisen kalt werden. © 27.11.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Relationen Kieselsteine habe ich geworfen Um die Zahnräder ans Laufen zu bringen Du hast mit einem Felsen geantwortet Dessen Gewicht das ganze Uhrwerk lahmlegt. © 27.11.02 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Rückkehr Du bist nicht da Und die Zeit ohne dich Sie erdrückt mich Und du sagst: Warte auf mich die Zeit wird vergehen ein Jahr ist kein Jahrhundert Seit Du nicht mehr da bist Hat für mich die Einsamkeit begonnen Um mich herum Ist die Erinnerung Der schönen Tage unserer Liebe Die Rose, die Du mir hinterlassen hast Ist mittlerweile vertrocknet Und ich bewahre sie in einem Buch auf Was ich nie aufhöre zu lesen Und du sagst: Denke immer an mich Und du wirst sehen Die Zeit wird vergehen Ich denke immer an dich Doch die Zeit ohne dich Sie bleibt stehen © 26.06.01 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Rückblick Traurig war ich, denn Du bist gegangen. Wütend war ich, denn Du bist nicht freiwillig gegangen. Machtlos war ich, denn ich konnte es nicht ändern. Froh bin ich, denn in meinem Herzen lebst Du weiter. In Erinnerung an Christian M. © 10.03.01 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Augenblick Ein Augenblick, Ein Augenblick nur Genügte, Dich zu sehen, Dich zu fühlen, Dich mit all meinen Sinnen wahrzunehmen. Wahrlich, keine lange Zeit Und deshalb wert, Sie für immer festzuhalten. © Mai 2000 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Träume Tausend Träume träumte ich von Dir Tausend Träume, nicht vier. Doch nun kenne ich Dein Wesen - es wären wohl besser bloß vier gewesen. © 26.01.01 (muenic)
~~~~~~~~~~~~ Ein Buch Es gab ein Buch, in dem ich las, was niemand sonst lesen konnte. Dieses Buch, so klar und schön waren deine Augen. Dieses Buch, das mich anzog, das mir soviel verriet, dessen Lektüre spannend, faszinierend und belebend war. Ich lese immer noch in diesem Buch, wenn wir uns begegnen. Doch es gibt kaum mehr was zu lesen, denn dein Herz ließ die Buchstaben verblassen. © 22.06.00 (muenic)
Hinweis: Damit es keine Mißverständnisse gibt: Die obigen Gedichte unterliegen meinem Copyright. Die Texte sind alle mit einem digitalen Zeitstempel versehen, so daß ich notfalls mein Urheberrecht und Copyright nachweisen kann. Veröffentlichung, egal ob im Ganzen oder auch nur von Teilen und egal in welcher Form auch immer, ist ohne meine vorherige Genehmigung nicht erlaubt. Wer daran Interesse hat, kann mich jederzeit per Mail erreichen. Danke für die Wahrung meines Copyrights!
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