Lyrics von den Wise Guys




back/zurück




Inhalt:

Alles Banane!
Alles im grünen Bereich
Der letzte Martini
Dumm gelaufen
Ein Herz und eine Seele
Es tut so weh
Flunder gibt es immer wieder
Haarige Zeiten
Heldensaga vom heiligen Ewald
Ich bin grumpig
Ich bin raus
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll
Ich will keine a-cappella
Jetzt ist Sommer
Julia
Köln ist einfach korrekt
Liebe im Internet
Mann & Frau
Meine heisse Liebe
Mädchen lach doch mal
Nein, nein, nein!
Oh Handy
Ohne Dich
Probier's mal mit 'nem Bass
Reklame
Ruf doch mal an
Sie ist die beste
Skandal
Tekkno
Total egal
Tut mir leid
Wie die Zeit vergeht
Wie kann es sein
Wise Guys Opener
Zur Lage der Nation









ALLES BANANE!

Alles Banane!
Bananen sind das Allerschönste auf der Welt!

Bananen machen schön und verstärken deine Triebe
Bananen teilt sich der Professor mit dem Affen
Bananen machen reif für die große wahre Liebe
Mit Bananen kannst du Weltrekorde schaffen
Bananen brauchst du nicht im Supermarkt zu klau'n
weil die sowieso nicht so viel kosten
Bananen kannst du locker mit den dritten Zähnen kau'n
Bananen fangen niemals an zu rosten

Ref.:
Alles Banane!
Bananen sind das Allerschönste auf der Welt!
Aber bitte ohne Sahne
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Banane eingestellt

Bananen begleiten uns durch unser ganzes Leben
Bananen sind im Grunde ziemlich krumme Dinger
Ohne Bananen hätt's die Einheit nie gegeben
Bananen kannst du schön zermatschen mit dem Finger
Bananen kannst du dir auch in der Pfanne braten
mit lecker Honig und mit Zimt
Bananen sind nicht rot, denn sonst wären's ja Tomaten
Ich hab das nachgeprüft – es stimmt!

Ref.:
Alles Banane!
Bananen sind das Allerschönste auf der Welt
Aber bitte ohne Sahne
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Banane eingestellt
Ich bin völlig Banane

Täglich gönne ich mir
einen Bananen-Bissen
sonst krieg ich nämlich einen Tick
Im Grunde leben wir hier
– das sollte jeder wissen –
in 'ner Bananenrepublik

Ref.:
Alles Banane!
Bananen sind das Allerschönste auf der Welt
Aber bitte ohne Sahne
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Banane eingestellt

Bananen, die schmecken auch beim Poker und beim Skat
Bananen sind schon von Geburt an schick bekleidet
Bananen haben echt ein stattliches Format
um das sie sicher heimlich mancher Mann beneidet
Alte Bananen werden matschig und braun
Bei manchen Menschen ist's genau dasselbe
Die grüne Jungbanane ist possierlich anzuschaun
Doch ich persönlich steh' nur auf die Gelbe

Ref.:
Alles Banane!
Bananen sind das Allerschönste auf der Welt
Aber bitte ohne Sahne
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Banane eingestellt

Ref.:
Alles Banane!
Bananen sind das Allerschönste auf der Welt
Aber bitte ohne Sahne
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Banane eingestellt
Ich bin völlig Banane
Alles Banane!
nach oben






ALLES IM GRÜNEN BEREICH

Man hält das Glück im Leben oft für unvergänglich,
und der Verstand ist für die Wahrheit nicht empfänglich:
Das Glück ist keineswegs normal, und selbstverständlich
ist alles Irdische letztendlich ziemlich endlich.
Doch wird mir erst später klar
wie schön es vorher war,
dann kann ich mir doch nix mehr dafür kaufen!
Man muß sein Glück sofort erkennen
und es auch beim Namen nennen:
Bis jetzt ist alles tierisch gut gelaufen.

Ref
Hier und jetzt hab ich dich,
und es ist alles im grünen Bereich.
Weil ich weiß, daß sich das ändern kann,
sag ich dir lieber gleich:
du bist für mich die absolute,
im Grund viel zu gute,
Nummer eins in meiner Hitparade.
Wirst du mich in fernen Tagen
mal zum Teufel jagen,
dann könnte ich nur sagen:
Das wär wirklich schade!

Vielleicht häng ich schon morgen in der Klinik am Tropf,
vielleicht fällt mir auch einfach plötzlich ein Klavier auf den Kopf.
Eines Tages schlägt die Pumpe nicht mehr,
das kann passieren im Straßen- und bei jedem sonstigen
Verkehr.
Du bist schon lang an meiner Seite,
vielleicht suchst du bald das Weite,
und weil mich dann der Katzenjammer auffrißt,
will ich die Chance nicht verpassen
und dich jetzt schon wissen lassen:
Du bist das Beste, was mir je passiert ist.
nach oben






DER LETZTE MARTINI

Es ist ein Trauerspiel, wie er am Tresen hängt
und an die Zeit der fetten Spesen denkt,
mit schönen Frauen um die Welt zu jetten,
nach dem Frühstück eben mal die Welt zu retten...
Seine Majestät, sein Mutterland,
schickten James Bond in den Ruhestand.
Ein starker Mann, ein großer Held
wird kaltgestellt!

Der letzte Martini,
geschüttelt, nicht gerührt.
Die schönen Frau'n im Bikini
bleiben unverführt.

Zum Abschied nahm man ihm den BMW.
Miss Moneypenny weinte und hauchte "Ade!".
'Q', der Erfinder, schenkt ihm zur Pension
einen Treppenlift mit eingebautem Telefon.
Geheimagent in tausend Nöten:
Sie entzogen ihm die Lizenz zum Töten,
und vom Kürzel '007'
sind nur die Nullen geblieben...

Jetzt steht er ausrangiert auf dem Abstellgleis.
Raucherlunge, Leberschäden und Gelenkeverschleiß,
die Menschheit ist vom Kalten Krieg befreit,
sein Frauenbild paßt einfach nicht mehr in die Zeit.
Doch er hat noch 'ne Mission für die Zeit der Rente:
Über fünfzig Frauen fordern Alimente!
Kein Geld mehr für's Casino –
demnächst in Ihrem Kino:

Der letzte Martini...
nach oben






DUMM GELAUFEN

Die Menschheit ist sich ziemlich einig:
Man sagt kollektiv, ich sei peinlich.
Dies Urteil ist relativ schlecht, aber leider gerecht...

Auf einer Party, zu der ich noch nicht mal eingeladen war,
sah ich eine junge Dame, und mir war sofort klar:
An dieses hübsche Wesen mach ich mich ran - darum sprach ich sie an:
„Was macht 'ne Superspitzenklassefrau, wie Sie eine sind,
auf einer Party, die ich, kurz gesagt, todlangweilig find'?"
Sie sagte kühl: „Das hat durchaus seinen Sinn: Ich bin die Gastgeberin."

Refr.:
Dumm gelaufen, da hab ich wieder mal Pech gehabt,
vielleicht bin ich auch einfach unbegabt,
man nennt mich den gesellschaftlichen Overkill.
Ein Elefant im Porzellanladen ist nicht so schlimm wie der Totalschaden,
den ich hinterlasse, wenn ich zu 'ner Klasse-Frau nur höflich sein will.

Ein and'res Mal war ich bei meiner neuen Flamme zu Haus',
da kam 'ne Dame rein, die sah wie ihre Großmutter aus.
Und weil das höflich ist und nett und charmant, küß' ich galant ihre Hand.
Ich fragte, ob ich ihr wohl mal ein Kompliment machen kann:
„Ihre achtzig Jahre sieht man Ihnen wirklich nicht an!"
Später hörte ich dann - was für ein Mist! - das sie erst sechzig ist!

Refr.:
Dumm gelaufen, da hab ich wieder mal Pech gehabt,
vielleicht bin ich auch einfach unbegabt,
man nennt mich den gesellschaftlichen Overkill.
Ein Elefant im Porzellanladen ist nicht so schlimm wie der Totalschaden,
den ich hinterlasse, wenn ich zu 'ner Klasse-Frau nur höflich sein will.

„Glück im Spiel - Pech im Benehmen": Wär' was dran an diesem Motto,
Dann hätt' ich jeden Samstag einen Volltreffer im Lotto!

Neulich hatt' ich 'ne Brünette auf dem Beifahrersitz.
Ich erzählte ihr den neuesten Blondinenwitz.
Doch damit hab' ich auch bei ihr nix geerbt:
Die Haare war'n nur gefärbt!
Jetzt bin ich immer noch allein. Ich such' 'ne Frau, und zwar 'ne Nette,
die nix versteht von Höflichkeit und nix von Etikette.
Als Frau für's Leben suche ich
einen Trampel wie mich!

Refr.:
Dumm gelaufen, aber dann wird alles schöner sein:
Immer zu zweit in jeden Fettnapf rein,
und keine Angst, sich vor der Menschheit zu blamier'n.
Ich könnt' mich endlich ganz normal geben,
so wie ich bin – das ist zwar voll daneben,
doch sie wär genauso, und würd' auch als Frau so was wie mich akzeptier'n.
nach oben






EIN HERZ UND EINE SEELE

Wir beide war'n ein Fels in Sturm und schwerer Brandung,
flogen hoch hinaus – um so härter war die Landung.
Wie geht sowas ab? Erst die Himmel voller Geigen,
jetzt kalte Arroganz und eisiges Schweigen.
'Wir werden mal befreundet sein', davon erzähl' ich
schon seit fast zwei Jahren – wer's glaubt, wird selig:
Das, was wir mal waren, haben wir kaputtgemacht.
Die Liebe hat aufgehört,
den Rest haben wir dann zerstört.
Wir waren ein unzertrennliches Gespann.
Heute schau'n wir zwei uns mit dem Arsch nicht mehr an.

Wir war'n ein Herz und eine Seele,
jetzt ist's wohl so, daß ich dir gar nicht mehr fehle.
Glaub' bloß nicht, daß ich auf dich warte!
Es reicht doch nicht mal für 'ne Karte.
Ich will nie dein Kumpel werden,
wünsch' dir alles Glück auf Erden,
daß du frei bist,
daß du zufrieden bist –
und daß du mich vermißt...

Die Zeit ließ sich viel Zeit mit dem Heilen tiefer Wunden.
Inzwischen hab ich längst eine Andere gefunden.
Mir geht's soweit ganz gut, und nach menschlichem Ermessen
hab' ich dich komplett verdrängt und vergessen.
'Aus den Augen, aus dem Sinn' – ich wollt's nie ausprobieren,
doch, wenn ich ehrlich bin: Es wird wohl funktionieren.
Tief im Niemandsland. Ich frage mich, wie nennt man das?
Weder Freundschaft, noch Liebe, noch Haß.
Ich fürchte, ich komm da niemals mit klar.
Wie krieg ich das weg, was zwischen uns einmal war?
nach oben






ES TUT SO WEH

Erst fühlte ich mich wie der letzte Mensch auf der Welt,
so hilflos und unendlich allein.
Erst später hat sich langsam mein Verstand angestellt
und sagte mir: "Los, spring in den Rhein!".
Ich bin dann in den Dom und hab 'ne Kerze angemacht.
Das Wasser war im Taufbecken gefroren.
Die Hohenzollernbrücke ächzte bitter in der Nacht.
Es ist vorbei. Und alles ist verloren.

Es tut so weh, so unendlich weh.
Wie soll ich diese Trauer je besiegen?
Es ist passiert:
Mein 1.FC Köln ist in die zweite Liga abgestiegen.

Ich schleppte mich zur Brücke, und ich merkte, daß ich abkrach.
Wie konnte der FC nur so tief sinken?
Die Ratten gingen schnell von Bord, und Polster ging nach Gladbach
und ließ mich hier in Tränen ertrinken.

Ich stand schon auf der Brücke am Geländer und wollt
springen:
Hallo Himmel – guten Abend, Hölle!
Da hörte ich auf einmal hundert blonde Engel singen:
"Unser Hätz schlät für der FC Kölle!".
Und da erschienen mir der Adenauer, Weisweiler und Kardinal Frings,
die Höhner, Pierre Littbarski, Millowitsch, die Bläck Fööss, sogar Brings!
Und alle stimmten ein in himmlischem Gesange:
"Kopf hoch, Jung, et hätt noh immer jootjejange!"

Es tut zwar weh, doch wir kommen wieder,
und ich werd wieder munterer und dreister:
Wir steigen auf, wir holen den UEFA-Cup,
und wir werden deutscher Meister!
Nie mehr zweite Liga, nie mehr, nie mehr...
nach oben






FLUNDER GIBT ES IMMER WIEDER

Ich bin eine Scholle
hier im Ozean.
Ich hätt' gern 'ne Olle,
ich bin im Liebeswahn!
Alle Fische steh'n auf mich
und finden mich so nett,
doch ich will nur mit einer
in mein Wasserbett.

Flunder gibt es immer wieder,
lauter blöde Aale, Lachs und Tintenfisch.
Doch ich liebe eine Qualle,
'ne richtig schöne dralle –
doch sie liebt misch nisch...

Es klingt ziemlich kitschig,
doch ich lieb' nur sie.
Sie ist so schön glitschig,
und Schuppen hat sie nie...

Hier am Meeresgrunde
versanden meine Triebe.
Ich lecke meine Wunde
unerfüllter Liebe.
Ich sitz' in der Falle,
alles ist vorbei:
Meine süße Qualle,
die liebt 'nen Kredithai!

Flunder gibt es immer wieder...
Wir kriegen alle nicht immer, was wir wollen,
das gilt auch für Schollen -
Fisch, ärger disch nisch!
nach oben






HAARIGE ZEITEN

Des Mannes Alterungsprozeß birgt viele Tücken:
Die volle Haarpracht zieht sich forschen Schritts zurück.
So mancher tröstet sich mit albernen Perücken
und sucht mit Haarwuchsmitteln längst vergang'nes Glück.
Falls irgendjemand sagt, nur Frauen seien eitel,
ist das ein antiquiertes, albernes Klischee.
Ich träume oft von einem hochgefönten Scheitel
und bin verzweifelt, wenn ich dich im Spiegel seh.

Bevor ich dich traf, ging ich selten auf die Rampe,
gekränkte Eitelkeit, gefolgt von tiefem Frust.
Die ersten Falten, und 'ne nette, kleine Wampe
sind nicht mal halb so schlimm wie dieser Haarverlust.
Doch an jenem Abend sagtest du mir leise:
„Ich finde echt, du siehst total sympathisch aus!
Deine Stirn macht dich erfahren und so weise,
ich glaub, ich nehm dich heute abend mit nach Haus."

Ref.:
Ja, du wirst mich begleiten
in diesen Haarigen Zeiten,
du hast's geschafft, in mir neuen Stolz zu wecken:
Nichts ist so sexy wie Geheimratsecken.

Es gibt nur eine Sache, die ich jetzt noch hasse,
doch einmal jährlich komm ich nicht daran vorbei,
wenn ich mir öffentlich die Haare schneiden lasse,
fühl ich mich angespannt, verkrampft und schwer wie Blei.
Wenn ich die Rechnung sehe, muß ich kräftig fluchen,
doch die Friseuse sagt mir freundlich ins Gesicht:
„Der Preis ist weniger für’s Schneiden als für's Suchen!"
So richtig taktvoll war die Dame leider nicht.

Ref.:
Aber du wirst mich begleiten
in diesen Haarigen Zeiten,
du hast's geschafft, in mir neuen Stolz zu wecken:
Nichts ist so sexy wie Geheimratsecken.

Ref.:
Ja, du wirst mich begleiten
in diesen Haarigen Zeiten,
du hast's geschafft, in mir neuen Stolz zu wecken:
Nichts ist so sexy wie Geheimratsecken.
nach oben






HELDENSAGA VOM HEILIGEN EWALD

In den letzten Jahren war's für uns die Hölle,
in Hamburg, München, Bremen, Frankfurt am Main
lachten uns die Leute aus: "Ihr seid aus Kölle?
Der FC ist nur ein Karnevalsverein!"

Uns're kölschen Herzen wären fast zerbrochen.
Es hieß überall: "Ihr Kölner seid so schlecht!"
Wir haben dem nur leise widersprochen,
denn das Schlimmste war: Die Leute hatten Recht.

Die Kölner spielten wie die letzten Deppen,
sie schossen keinen Ball mehr geradeaus.
Schlechter als die Damen-Elf des SV Meppen...
und wir trauten uns aus Köln nicht mehr hinaus.

Einen Funken Hoffnung wahrten wir zwar immer,
dachten, "schlechter geht es einfach gar nicht mehr."
Doch am nächsten Samstag wurde es noch schlimmer.
Sogar Kölsch zu trinken, fiel uns plötzlich schwer.

Ringsherum die Wüstenei - von Provinz und Stümperei
Es gibt keine Hoffnung mehr - Flasche leer
Nach dem Hinspiel gegen Cottbus - weiß mer, dat dä Schuster fott muss
In Berlin gegen TB: - Es tut so weh
Chemnitz spielt schon ziemlich schwach - Köln kriegt trotzdem eins auf's Dach
Dann zu Hause gegen Mainz: - Null zu eins
Köln spielt gegen Oberhausen - Die FC-Fans packt das Grausen
Kurz vor Ende null zu zwei - Au wei.
Kickers Stuttgart spielt nicht toll - Köln haun sie die Bude voll
Köln spielt gegen Greuther Fürth - Greuther führt.
Und die Fans stehn schon unter Schock: - Selbst der Geißbock hat kein' Bock
Das hält doch kein Mensch mehr aus - Wer holt uns hier raus?

Der Herr hat uns auf unser Fleh'n und Betteln
einen tapf'ren Ost-Westfalen zugesandt,
im blauen Hemd und mit ganz vielen kleinen Zetteln.
Das kölsche Schicksal lag allein in seiner Hand.

Die Kunst des Fußballs, die man hier vergessen hatte,
machte er im Training seinen Männern vor.
Die trafen erst wieder den Ball und dann die Latte,
und nach ein paar Wochen sogar auch ins Tor.

Er lehrte alle Kölner, was wir noch nicht kannten:
Bescheidenheit und Fleiß und strenge Disziplin.
Ein echtes Wunder wurde wahr: Die Spieler rannten,
um gemeinsam ins Gelobte Land zu zieh'n.

Und dann kam das fünf zu drei gegen Hannover,
und der Trainer trank ein Kölsch, vielleicht auch zwei.
In der Tagesschau verkündete Jan Hofer:
"Der FC ist wieder oben mit dabei."

Einer hat uns aus dem Leid - Ewald Lienen
und der Sklaverei befreit - Ewald Lienen
Der FC war mausetot - Ewald Lienen
da kam der Retter in der Not - Ewald Lienen
Führt uns ins Gelobte Land - Ewald Lienen
daß die Väter einst gekannt - Ewald Lienen
Ward im Blauen Hemd gebor'n - Ewald Lienen
Uns zum Heiland auserkor'n - Ewald Lienen
Bis wir wieder oben steh'n - Ewald Lienen
lassen wir ihn nicht mehr geh'n - Ewald Lienen

Und jetzt weint das DSF - FC Kölle
denn wir war'n der Quotenchef - FC Kölle
Aber macht euch eines klar: - FC Kölle
Gladbach bleibt noch ein Jahr da - FC Kölle
Ottmar Hitzfeld und der Rest - FC Kölle
halt' die Lederhose fest! - FC Kölle
Und die Nummer Eins am Rhein - FC Kölle
wird nicht Leverkusen sein. - FC Kölle
Nach zwei Jahren Höllenqual - FC Kölle
sind wir wieder erste Wahl - FC Kölle
nach oben






ICH BIN GRUMPIG

Ich hab' manchmal nix dagegen
mich im Regen zu bewegen
und aus Lust und Laune in 'ne braune
Pfütze reinzulegen.
Jetzt hingegen wär's ein Segen,
Regenschirme wegzulegen
und statt schimmelgrau mal himmelblau
den Sonnenkult zu pflegen.
Ich kann einiges ertragen, ohne Klagen, sozusagen,
doch jetzt schlagen mir die Wolken auf den Magen!

Ich bin grumpig,
das Wetter macht mich krank,
nix als Regen, schönen Dank!
Ich geh' nicht mehr ohne Taucherbrille raus.
Ich fühl' mich grumpig, so richtig heftig grumpig.
Was ist das? Alles naß!
Das macht doch keinen Spaß.

Und mein einziges Interesse
wäre braune Haut statt Blässe,
doch nur weiter südlich gibt's minütlich
Sonnenbrandexzesse.
Schon seit Wochen diese Nässe,
"noch mehr Wolken!", schreibt die Presse,
lauter Dauerschauer, tiefe Trauer,
alle ziehn 'ne Fresse.
Ich bin ziemlich hart im Nehmen, auch bei unbequemen Themen,
doch ich will mich jetzt mit Sonnenmilch eincremen.

Ich bin grumpig,
das Wetter macht mich krank,
ich schau' in meinen Schrank,
da ham sogar die Jacken Mäntel an...

Es ist ein klarer Sachverhalt:
Und wär' es hundertfach so kalt,
man darf die Fassung nicht verlieren.
Ich bin charakterschwach, sobald
es regnet, schlag' ich Krach. Ich halt
halt nix davon, zu tropfen und zu frieren.
nach oben






ICH BIN RAUS

Weil mir das Sparpaket tierisch auf die Nerven geht,
weil der Sommer immer kälter wird und der Kanzler immer älter wird,
weil ich nicht sagen kann, daß ich Tekkno noch ertragen kann,
lautet meine Diagnose: Bei mir ist tote Hose!
Kurz gesagt: Mir gehn hier tausend Dinge auf den Wecker.
Deshalb mache ich's jetzt ganz genau wie Boris Becker.
Ich scheide morgen in der ersten Runde aus, und sage
tschüß, ich bin raus. (WAS? - Raus. - Uuuund tschüß.)

Refr.:
Ich bin raus, ich mache blau,
und eins weiß ich genau,
ihr seht mich garantiert so schnell nicht wieder.
Ich such' mir einen schönen Strand,
und knall' mich in den Sand,
und sing' ganz sicher keine Heimatlieder!

Ich fürchte, ich versteh' nicht voll, was ein Telefon an der Börse soll,
weil ich eh' kein Geld für Aktien hab', denn das nimmt mir der Theo ab.
Microsoft und Internet verfolgen mich bis nachts ins Bett,
bis dann demnächst der Wahnsinn siegt, und Schumi eine Talkshow kriegt.
Mir reicht's, ich hab genug, das war's, ich mache Urlaub auf dem Mars,
denn was zuviel ist ist zuviel, vielleicht macht Mars mich ja mobil,
und wenn das auch nix ist, dann habt ihr sogar Glück,
(Wieso? - Dann komme ich zurück. - Yeah, juchhe, yippee ja ja)

Der Alltag ist mir hier ganz einfach zu trübe,
ich brauch ne große Ladung Frischluft für die Rübe,
ich nehm mir einfach eine Pause, eine Pause von Zuhause,
und mache eine Riesensause.

Refr.:
Ich bin raus, ich mache blau,
und eins weiß ich genau,
ich nehm dorthin nur meine Traumfrau mit.
Und wir beide machen dann,
was man im Urlaub machen kann,
auf dem Rückweg sind wir dann vielleicht zu dritt.
nach oben






ICH SCHMEIß MEIN AUTO AUF DEN MÜLL

Hierzulande gehen jeden Morgen dummerweise
-zig Millionen Leute auf die selbe Wahnsinnsreise.
Der Verkehr stürzt alle in mittelschwere Krisen,
doch wir sind, wie man so sagt, auf's Auto angewiesen

In einer Zeitung hab' ich neulich noch gelesen:
Demnächst haben außerdem Millionen von Chinesen
und eine nicht zu knappe Menge junger Russen
ebenfalls die Nase voll von oder Bussen.

Mit dem Autokult, den wir hier seit Jahren praktizieren,
haben wir's geschafft, den Rest der Welt zu infizieren.
Wenn die Dinge dort so laufen wie bei uns in Westeuropa,
dann sag' ich „gute Nacht - ich werd' wohl leider niemals Opa!"

Wär'n wir konsequent, zögen wir die Konsequenzen.
Doch wir spielen lieber weiter Schumacher und Frentzen.
Ab heute ohne mich. Ich mach' den ersten Schritt
und spiele ab sofort nicht mehr mit:

Ref.:
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll, gleich morgen früh,
dann hat die liebe Seele Ruh', und alle Leute schau'n mir
staunend dabei zu.
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll
und fahre lebenslänglich Rad und Bahn und Bus,
mit meinem Auto mach' ich Schluß!

Ich bin kein Öko, und ich wähle nicht die Grünen,
doch ich mag den Wald, das Meer, die Berge und die Dünen.
Was nutzt mir ein Mercedes, mit allem Drum und Dran,
wenn ich ihn nur noch auf dem Mars fahren kann?

Dann höre ich dich sagen: „Ich habe keine Zeit
mit Bus und Bahn zu fahren, also ehrlich, tut mir leid!
Und außerdem: Schau sie dir doch an, die deutsche Bahn-
Dauernd Pannen und Verspätungen - das ist der reinste Wahn!"

Das ist zwar leider wahr, doch hör' zu wenn ich Dir sage:
Der Service wird sich bessern - bei steigender Nachfrage:
Fahren alle mit der Bahn, verdienen die 'nen Haufen,
Und du wirst schon seh'n: Dann wird der Laden laufen.

Doch mit meiner Predigt stoße ich auf taube Ohren.
Zum Ökomissionar bin ich auch leider nicht geboren,
Weil ich beim guten Vorsatz viel zu lang verharre:
Morgen sitz' ich doch nur wieder selber in der Karre!

Ref.:
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll, nächstes Jahr,
dann hat die liebe Seele Ruh', und alle Leute schau'n mir
staunend dabei zu.
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll
und fahre lebenslänglich Rad und Bahn und Bus,
mit meinem Auto mach' ich Schluß!

Ref.:
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll, irgendwann,
dann hat die liebe Seele Ruh', und alle Leute schau'n mir
staunend dabei zu.
Ich schmeiß mein Auto auf den Müll
und fahre lebenslänglich Rad – Bahn – Bus,
mit meinem Auto mach' ich Schluß – irgendwann.
nach oben






ICH WILL KEINE A-CAPPELLA

Ich habe keine Pizzeria
Ich hab ne schöne Eiscafé
Das ist die Treff von Schickeria
Denn meine Eis, die is OK.
Schon für sieben Mark und fünfzig
bekommst du Riesenkugel Eis,
das ist im Ganzen ziemlich günstig,
denn die Sommer isse heiß.

Refr.:
Ich will keine a-cappella,
ich will lieber schöne Frau.
Ich schenk ihr viele Stracciatella,
und weiter weiß ich nicht genau.

Neulich una bella donna
kommt in meine Café rein,
die hatte Kugeln von zwei Tonna,
und auch ansonsten ware fein.
Ich habe sie gefragte leise,
ob ich ihr was bringen kann,
plötzlich kommen Weise Geise (Wise Guys),
und fangen mit die Singe an.
Frau hat geschaut wie ein Zitrone,
und ist gerannt aus mein Café,
ich kriege heut noch Agressione,
wenn ich die Weise Geise seh.
nach oben






JETZT IST SOMMER

Sonnenbrille auf und ab ins Café,
wo ich die schönen Frauen auf der Straße seh.
Dann 'n Sprung mitten rein in den kalten Pool
und 'n Caipirinha - ziemlich cool!

Sonnenmilch drauf und ab zur Liegewiese,
wo ich für mich und Lisa eine Liege lease.
Wir lassen uns gehn und wir lassen uns braten -
alles Andre kann 'ne Weile warten...

Und wenn nix draus wird wegen sieben Grad,
dann kippen wir zu Haus zwei Säcke Sand ins Bad.
Im Radio spielen sie den Sommerhit -
wir singen in der Badewanne mit

Jetzt ist Sommer!
Egal, ob man schwitzt oder friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer!
Ich hab das klargemacht:
Sommer ist, wenn man trotzdem lacht...

Sonnendach auf und ab ins Cabrio,
doch ich hab keins, und das ist in Ordnung so,
weil der Spaß daran dir schnell vergeht,
wenn's den ganzen Sommer nur in der Garage steht...

Manchmal, wenn ich das Wetter seh,
krieg ich Gewaltfantasien, und die Wetterfee
wär' das erste Opfer meiner Aggression,
obwohl ich weiß: Was bringt das schon,

wenn man sie beim Wort nimmt und sie zwingt,
dass sie im Bikini in die Nordsee springt?
Ich mach mir liebe meine eigne Wetterlage,
wenn ich mir immer wieder sage:

Jetzt ist Sommer!
Egal, ob man schwitzt oder friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer!
Ich hab das klargemacht:
Sommer ist, wenn man trotzdem lacht...

Ich bin sauer, wenn mir irgendwer mein Fahrrad klaut.
Ich bin sauer, wenn mir einer auf die Fresse haut.
Ich bin sauer, wenn ein Andrer meine Traumfrau kriegt
und am Pool mit dieser Frau auf meinem Handtuch liegt.
Doch sonst nehm ich alles ziemlich locker hin,
weil ich mental ein absoluter Zocker bin:
Ich drücke einfach auf den kleinen, grünen Knopf
und die Sonne geht an in meinem Kopf:

Jetzt ist Sommer!
Egal, ob man schwitzt oder friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer!
Ab ins Gummiboot -
Der Winter hat ab sofort Hausverbot.
Es ist Sommer!
Egal, ob man schwitzt oder friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.
Es ist Sommer!
Ich hab das klargemacht:
Sommer ist, wenn man trotzdem lacht.
Scheiß aufs Wetter - egal ob man friert:
Sommer ist, was in deinem Kopf passiert...
nach oben






JULIA

Irgendwo aus England, aus 'nem finsteren Labor,
drang vor kurzem eine krasse Neuigkeit hervor.
Da ham'se wohl aus Lust und Laune experimentiert
und mit ein paar Genen so herummanipuliert.
Heraus kam ein süßes kleines Schaf,
und das bringt jetzt die Menschheit um den Schlaf!

Wie aus einem Munde fingen alle an zu schrei'n:
„Wenn man das mit Menschen macht! Das kann und darf nicht sein."
Man fordert jetzt Gesetze, die das Klonen sehr erschwer'n,
„Wo kommen wir dahin, wenn wir uns im Labor vermehr'n!"
Die Leute sagen, das wär nicht moralisch,
ich sehe das nicht ganz so theatralisch.

Ref.:
Denn meine Julia, die würd' ich gerne viermal klonen,
von mir aus könnten dann auch alle fünfe bei mir wohnen.
Ich finde diese Gengeschichte wirklich ziemlich nett,
denn bald hab' ich noch viel mehr Spaß im Bett.
nach oben






KÖLN IST EINFACH KORREKT

In Berlin kann man kulturell sehr viel erleben,
und in München soll's ein super-schrilles Nachtleben geben.
Hamburg ist die einzig wahre Metropole,
und das Ruhrgebiet hat viel mehr drauf als Fußball und Kohle.
Steuern hinterzieh'n kann man am besten in Baden,
im Allgäu kriegt der Wandervogel strammere Waden.
Auf Sylt riecht die Nase frische Meeresluft,
in Frankfurt Börsenduft.

Es gibt vieles, was ich gerne mag
in ander'n Städten und Ländern.
Bis zum heutigen Tag
konnt ich's trotzdem nicht ändern:
Ich fühl' mich hier wohl
trotz KVB und FC,
trotz Geklüngel und Filz:
Kölsch ist besser als Pils!
Ich kann's nicht beschreiben,
doch ich werd' wohl hier bleiben,
egal, ob's dir schmeckt:
Köln ist einfach korrekt!
Hier in Köln ist das Wetter eher wolkig als heiter.
Der FC kommt seit Jahren sportlich keinen Schritt weiter.
Der Rhein schaut im Winter in der Altstadt vorbei,
zwei Mark vierzig kostet jetzt ein Gläschen nullkommazwei!
Einmal jährlich werden Spießer plötzlich Stimmungskanonen.
Wer den kölschen Klüngel kennt, kann sich mit Pöstchen belohnen.
Herr Antwerpes möchte, daß wir alle 30 fahr'n
— auf der Autobahn!
Es gibt vieles, was ich lieber mag...
Es ist nicht dasselbe
wie an Isar und Elbe:
Köln ist nicht perfekt:
Köln ist einfach korrekt!
nach oben






LIEBE IM INTERNET

Hallo kleine Maus
Ich bin die Computer-Ratte.
Ich würd dich gern zu Haus installieren auf der Festplatte.
Ich liebe deine Software
mach mir den Doppel-Mausklick!
ich zeig dir meine Hardeware
und vielleicht sogar den Joystick....

Liebe im Internet
(heiße Gefühle digital)
Liebe im Internet,
(das ist in Zukunft ganz normal).
Ohne Küsse und Kondom und ohne Bett-
Ich liebe dich rein virtuell
auf dem Daten-Highway to Hell,
Liebe im Internet

Hallo kleine Maus
Ich bin sicher kein Professor,
doch ich gleich das aus
mit nem kräftigen Prozessor.
Und wenn ich dich anklick,
oh ja das wäre schon fein,
der Gipfel der Romantik:
Baby gehst du mit mir online?

Hallo, kleine Maus!
Ich will dich bestimmt nicht hetzten,
aber, gradheraus:
Ich will mich mit dir vernetzen.
Hey, das ist kein Scherz,
ohne dich ist alles sinnlos!
Öffne mir dein Mega-Herz,
dann schließen wir die Windows....

Liebe im Internet,
das ist auch im Winter nett,
ich will, dass du mich hyperlinkst
und auf deine Homepage bringst.
Liebe im Internet,wer nicht surft,
der spinnt komplett,
wir surfen durch das Internet,
langsam wird mein Hintern fett.....
Liebe im Internet.
nach oben






MANN & FRAU

Herz reimt sich auf Schmerz,
und Liebe paßt auf Triebe.
Nerz reimt sich auf Kommerz,
und Diebe paßt auf Hiebe,
doch was jedes kleine Kind erkennen kann:
Frau reimt sich nicht auf Mann.
Fleck reimt sich auf Dreck,
und Patriot auf Idiot.
Scheck reimt sich auf Zweck,
Chaot paßt auf Lokalverbot,
aber jeder Depp weiß ganz genau:
Mann reimt sich nicht auf Frau...

Ene, mene, Miste,
jede Mann-und-Frau-Beziehungskiste
kann gar nicht klappen, weil wir nicht zusammenpassen.
Ene, mene, Meck,
Mann und Frau, das hat kein' Zweck,
ich glaub, du und ich, wir sollten's besser lassen.

Er geht gerne kicken,
sie geht gern in's Theater.
In manchen Augenblicken
wünscht er sie zum Psychiater.
Jeder Mann mit nur ein wenig Cleverness
weiß: Frauen machen Streß!
Sie will drüber reden,
und er will drüber schlafen.
Sie will plötzlich jeden,
er will den Ehehafen.
Und was lernt die Frau von heute schnell daraus?
Laß' keinen Mann in's Haus!

Warum bloß die ganzen Kämpfe,
Liebeskummer, Magenkrämpfe,
um am Ende irgendwann den Partner umzubuchen...
Frisch verliebt ist halb geschieden,
dieser Zirkus wird vermieden,
wenn es Mann und Frau ganz einfach gar nicht erst versuchen!
nach oben






MEINE HEISSE LIEBE

Du bist die Erste, an die ich morgens denke,
die Einzige, der ich seit Jahren meine ganze Liebe schenke.
Du hilfst mir durch den Tag,
das ist das erste Mal, daß ich dir das so sag'.
Ich liebe dich und deinen schwarzen Humor,
dein Temp'rament kommt mir so latino-americano vor.
Du bringst mein Herz zum Rasen,
manchmal muß ich sogar blasen,
denn du bist viel zu heiß...

Meine heiße Liebe:
Meine Tasse Kaffee!
Wenn ich dich morgens seh',
bin ich meistens noch im Koma,
doch dann riech' ich dein Aroma,
schon bin ich frisch und munter,
und draußen geht die Sonne wieder unter.
Guten Morgen, heiße Liebe!

Sie nennen dich im Fernseh'n liebevoll "die Krönung" –
für mich bist du viel mehr: Dein Koffein ist die totale Dröhnung,
die ohne Frage 'reinhaut,
und meine Magenschleimhaut
ist genauso weg wie ich.
Manchmal mische ich dich auf mit saurer Sahne,
dann wirst du plötzlich kreidebleich und blaß, und ich ahne:
Saure Sahne wird ja klumpig,
darum guckst du auch so grumpig,
und dann schütt' ich dich in's Klo.

Ich trinke dich in Amsterdam, New York und in Berlin,
Milch und Zucker (oder ohne), aber nur mit Koffein,
du bist nicht gut für mich, aber gut für mein Adrenalin.

(Extro) Dallmayer, Tchibo, Jacobs "Café au lait"
sind okay, doch ich steh' mehr auf Dritte-Welt-Kaffee:
Der kostet mehr, ist aber fair, soweit ich das seh'.
In dreißig Jahren bin ich hoffentlich schon Opa,
und dann fahr' ich mit dem Zug quer durch Europa
und trinke jede volle Stunde einen großen Pott Mitropa.
Ich trinke dich in Amsterdam....
nach oben






MÄDCHEN LACH DOCH MAL

Ich treff sie in der Straßenbahn,
weil wir die gleiche Strecke fahrn,
ich treff' sie manchmal in der Stadt,
weil sie die selbe kleine Stammkneipe hat,
in die ich immer öfter geh.
Ich freu' mich so, wenn ich sie seh,
ich treff sie jede Nacht im Traum,
ansonsten kenn ich sie kaum.

Geheimnisvoll ist ihr Gesicht,
'nen festen Freund hat sie nicht,
sie ist 'ne wahre Naturgewalt,
hab' mich sofort in sie verknallt.
Sie hat wirklich eine Topfigur,
perfekt – ich frag' mich nur:
Hat ihr denn niemand beigebracht,
wie man lächelt oder lacht?

Mädchen lach doch mal,
bitte, bitte lächel einmal nur für mich,
danach kann ich in Frieden sterben,
du kannst gerne alles erben,
Mädchen lach doch mal,
denn auch das schönste Gesicht –
ohne Lächeln funktioniert es nicht,
ohne Lächeln funktioniert es einfach nicht.

Ich stürze mich für sie vom Dom,
fahr mit dem Rad über die Alpen bis nach Rom,
ich geb ihr alles, was ich hab,
schreib ihren Namen auf mein Grab,
kauf mir die neue CD von Pur,
ich schwör: Ich schwöre jeden Schwur.
Geb ihr Kredite unverzinst,
wenn sie nur einmal für mich grinst!
nach oben






NEIN, NEIN, NEIN!

Nein, nein, nein!
Uns're Liebe durfte nicht sein.
Großer Schmerz und schreckliche Pein
und ich bin immer noch allein!

Ich weiß noch ganz genau es war
am Strand von Loretta del Mar.
Sie lag auf ihrer Düne, wie auf einer Bühne,
ich spürte die Gefahr.
Am Abend gingen wir spazieren,
sie fing ein bischen an zu frieren.
Ich nahm sie in den Arm und hielt sie zärtlich warm -
ich hatte nix zu verlieren.
Ich sagte ihr: "Ich lieb dich sehr,
schöne Frau, wo kommst du her?"
Sie sah mich an und sagte wörtlich:
"Fast aus Köln, nur etwas weiter nördlich!"

Nein, nein, nein!
Uns're Liebe durfte nicht sein.
Großer Schmerz und schreckliche Pein -
Sie kam aus Düsseldorf am Rhein!

Ich hab' versucht, bis kurz vor sieben
sie trotzdem irgendwie zu lieben,
und hab' die ganze Nacht allein mit ihr verbracht,
von der Leidenschaft getrieben.
Ich baute ihr ein Bett aus roten Rosen,
sie träumte von den Toten Hosen.
Ich zeigte ihr la Luna, sie träumte von Fortuna
und Altbier aus Dosen.
Da sagte ich: "Ich muss jetzt geh'n,
ich will dich nie wieder seh'n!
Ich bin kein Mann, der für dich in diese Stadt reist,
in der das Bier so schmeckt, wie es heißt!"

Nein, nein, nein!
Uns're Liebe durfte nicht sein.
Großer Schmerz und schreckliche Pein -
Sie kam aus Düsseldorf am Rhein!

Sie war die Frau, die mein Herz im Sturm erobert hat.
Doch dann kam der Super-GAU:
Sie wohnte in der verbotenen Stadt!
Sie weinte und sie schrie:
"Ich zieh für dich fort, in einen schöneren Ort.
Komm mit mir zum Nabel der Welt,
zieh mit mir nach Bielefeld!"
- Nach Bielefeld?? -

Nein, nein, nein!
Uns're Liebe durfte nicht sein.
Großer Schmerz und schreckliche Pein -
Sie kam aus Düsseldorf am Rhein!

Nein, nein, nein!
Uns're Liebe durfte nicht sein.
Großer Schmerz und schreckliche Pein
und ich bin immer noch allein!
nach oben






OH HANDY

Es ist noch nicht lange her,
da war mein Leben öd und leer.
Niemand hörte zu, keine Frau sprach mit mir,
mein Chef gab keine Ruh, weil ich immer verlier,

Doch plötzlich kam die Wende dann,
als ich in der Lotterie gewann.
Zwar nicht den Hauptgewinn, und keine Million,
doch neuen Lebenssinn, ein Funktelefon.

Refr.:
Oh Handy, seit du bei mir bist, fühl' ich mich wichtig,
denn die Leute beachten mich, Handy,
und ab heute mach' ich alles richtig,
denn ich bin wieder wer, mein Handy.

Ja, du bist ein echter Hit.
Ich nehm' dich überall hin mit:
In die Straßenbahn, ins Schwimmbad, ins Kino,
auch zum Fahrradfahr'n, ins Bett sowieso,

Refr.:
Mein Handy, seit du bei mir bist, fühl' ich mich wichtig,
denn die Leute beachten mich, Handy,
und ab heute mach' ich alles richtig,
denn ich bin wieder wer, mein Handy.

Du versendest gefährliche Strahlen,
die Krebsgefahr wird vermehrt, oh Handy,
und ich muß mehr Gebühren bezahlen,
doch das bist du mir wert, mein Handy.
nach oben






OHNE DICH

Ich lief allein durch die Sahara
und kämpfte mich durch manchen Wüstensturm,
und in Berlin, weil ich grad da war,
sprang ich mit dem Bungee-Seil vom Fernsehturm.
In den Straßen der Bronx sang ich mit der Gitarre
Lieder von BAP, an der Schläfe eine Knarre.
Doch ich lebe noch,
ich glaub ich lebe immer noch...
Hab meine kleinen grauen Zellen
in Alkohol ertränkt wie ein Gehirnchirurg.
Mit schwarzer Schuhcreme im Gesicht
lief ich mitten in der Nacht durch Magdeburg.
Zog in ein Studentenwohnheim
trotz meiner schweren Stauballergie,
und ich fühlte mich so schlapp wie nie,
doch ich lebe noch...

Und das alles war schöner,
das alles war besser,
das alles war gesünder als die Zeit mit dir.
Ich bin wieder hier und freue mich,
denn das Leben ist schön -
ohne dich!

Hundert Tage, hundert Nächte,
in denen ich keine feste Nahrung zu mir nahm,
Streichhölzer links und rechts im Auge,
abends, wenn im Fernsehn Big Brother kam.
Hab mir schon vorher Arabella,
Bärbel Schäfer und Hans Meiser reingeknallt,
mir wurde immer wieder heiß und kalt,
doch ich lebe noch...
In Holland hab ich die erlaubten
weichen Drogen bis zum Anschlag konsumiert,
und ich kann wirklich nicht behaupten,
ich hätt nicht viele andre Frauen ausprobiert.
Jede Single-Bar in Deutschland erkenn ich am Toilettenpapier.
In Gedanken war ich nur bei dir,
doch ich lebe noch...

Und das alles war schöner...

Du hast ja keine Ahnung, wie gut es mir geht,
seit sich mein Leben nur noch um mich selber dreht.
Du kannst es ja nicht wissen,
du hast ja keinen Schimmer,
es geht mir zwar beschissen,
aber vorher war's noch schlimmer...

Du rufst mich nicht an -
ist mir egal, ich bin eh nicht da.
Ich geh sowieso nicht dran,
vielleicht lieg ich auch grad am Strand von Ibiza.
Du hast mich schon vergessen,
ich trink mit einem Cocktail auf dein Wohl -
dass dich der Teufel oder sonstwer hol!
Das Leben ist wunderbar...

Und das alles ist schöner...
nach oben






PROBIER'S MAL MIT 'NEM BASS

Bist du enttäuscht von eingebildeten Tenören?
Kannst du das alberne Gepiepse nicht mehr hören?
Hast du das Gefühl, Tenöre sind nur halbe Kerle?
Ein Bariton macht Frauen auch nicht grade munter:
Kommt nicht richtig rauf, aber auch nicht richtig runter.
Unter allen Männerstimmen ist der Baß die Perle.

Hey, Baby, probier's mal mit 'nem Baß!
Hey, Baby, ein Baß macht viel mehr Spaß.
Ein Baß hat einfach mehr Gemütlichkeit.
Probier's mal mit 'nem Baß, es ist höchste Zeit!

Bässe sind die Krone der Schöpfung aller Sänger,
Bässe kommen tiefer und bleiben abends länger.
Unwiderstehlich – alle jubeln, toben, klatschen.
Das ist nicht leicht für die Psyche der Kollegen,
auch wenn sie sich, rein tonal, meist über mir bewegen:
Man nennt mich "Tiefes D, den Häuptling der Apachen!"

Ich hab' die allerbesten Texte:
Jede Silbe reimt sich super auf die nexte!
(Er ist nicht dumm,) – bum bum!
(er weiß genau,) – bao bao!
(daß jeder Hörer erkennt:) – Ich bin das Fundament!

Hey Baby, ich bin der Baß!
Hey Baby, ich zeig' dir was:
Ich hab' mehr Gemütlichkeit,
ich bin der Beste weit und breit!
nach oben






REKLAME

Hol' dir Deutschlands meiste Kreditskarte,
kauf' die superdünne, extrazarte,
die jetzt noch weicher ist als weich;
mit Lotto am Mittwoch bleiben sie reich.
Fruchtig oder cremig aber ultraleicht,
also greifen sie zu solang der Vorrat reicht:
Ein Sonderangebot, einfach sensationell,
mit dem Airbag fahr'n Sie sicher, fahr'n sie weiter so schnell.
das wäscht so weiß, ehrlich weißer geht's nicht;
lehn' dich zurück, fühl dich frei und verwöhn' dich
und nebenbei, ei, ei,ei,spar 'ne Mark oder zwei.

Reklame, du gehst mir tierisch auf den Geist.
Und wenn der letzte Strang meiner Nervenstränge reißst, dann kauf' ich alles, was du willst,
kann ich's auch überhaupt nicht brauchen,
bevor du mich killst, fang ich sogar noch an zu rauchen,
doch diese eine Mal hörst du mir zu:
Laß mich bitte in Ruh'.

Schon ab vierzig Grad und im Schonwaschgang
würden Katzen Camel kaufen, denn die schmeckt so lang;
mit der Extraportion Milch und 'nem
Sicherheitsgetriebe
kommt das Partnerglück,
neue Wege in der liebe.

Fast so gut wie frischgepresst und neue tolle Rubbellose;
das edle Zartgemüse koomt ab heute aus der Dose.
Gut ist uns nicht gut genug, denn wir sind einfach gut,
leg' dein Geld geschickter an als es dein Nachbar tut.
Das verrückte Huhn ist wieder da,
schon für hundert Mark ab nach Ibiza,
denn die Krönung vom Genuß gibt#s nur bis Ladenschluß.

Reklame, ich hab' dich gründlich satt,
ich weiß, dass deine Penetranz Methode hat.
Denn mit subtilem Psychoterror weckst du künstliches Begehren.
Leider gibt's noch nichts zu kaufen um sich gegen dich zu wehren.
Du willst nur unser Bestes, doch das ist für dich das Geld,
niemand bleibt von dir verschont, nirgendwo auf dieser Welt.
Ich glaub', bald holen mich die Männer mit dem weißen Kittel, doch bevor es soweit ist, greif' ich zum allerletzten Mittel
und komme aus dem Werbehorror 'raus:
Ich mach das Radio aus.
nach oben






RUF DOCH MAL AN

Na na na na na na na na....

Ref.:
Ruf doch mal an, oder schreib mir 'ne Karte,
weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick mir ein Fax und 'ne E-mail gleich dahinter,
ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Ruf doch mal an, ich sag es dir ganz deutlich,
ist es auch ein Ferngespräch, die Telekom, die freut sich.

Ein Foto, das in meiner Schublade lag,
du und ich mit achtzehn, ein sonniger Tag,
wir würden uns bald wiedersehn, das ham wir geglaubt,
das Foto ist inzwischen ziemlich angestaubt.
Wieviel Jahre ist das her? Ich glaub es sind sieben,
du zogst in die Welt hinaus, und ich bin geblieben.
Ich hab dich fast vergessen, dann hab ich dich vermißt,
jetzt will ich wissen, was aus dir geworden ist!

Ref.:
Ruf doch mal an, oder schreib mir 'ne Karte,
weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick mir ein Fax und 'ne E-mail gleich dahinter,
ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Ruf doch mal an, ich sag es dir ganz deutlich,
ist es auch ein Ferngespräch, die Telekom, die freut sich.

Wir haben schon im Kindergarten Doktor gespielt
und mit einem Schneeball auf den Nachbarn gezielt.
Später in der Schule: ein Herz und eine Seele,
ich würd gern wissen ob ich dir ein klein wenig fehle.
Wir waren grundverschieden, doch das hat uns nie gestört,
leider hast du meine Liebe nie ganz erhört.
Gegensätze ziehn sich an, das ist nicht gelogen,
doch ich hätt dich ganz gerne auch mal ausgezogen.

Ref.:
Ruf doch mal an, oder schreib mir 'ne Karte,
weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick mir ein Fax und 'ne E-mail gleich dahinter,
ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Wiedervereinigung – das wäre mein Plan
Du und ich – das wird vielleicht ein Fortsetzungsroman
Alte Liebe rostet nicht, das weißt du doch auch
Du zauberst mir ein Kribbeln in den Bauch!

Ref.:
Ruf doch mal an, oder schreib mir 'ne Karte,
weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick mir ein Fax und 'ne E-mail gleich dahinter,
ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Na na na na na na na na na na na na...

Ref.: (2x)
Ruf doch mal an, oder schreib mir ne Karte,
weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte?
Schick mir ein Fax und ne E-mail gleich dahinter,
ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
nach oben






SIE IST DIE BESTE

Ich hab' den lieben langen Tag
geträumt von all' den tollen Sachen,
die sie so mit mir macht.
Was ich ganz bestimmt am liebsten mag,
ist ihr unverschämtes Lachen
und was sie damit entfacht.
Sie spielt die Hauptrolle in meinem Leben.
Dafür wird man ihr zwar leider keinen Oscar geben,
doch eins kriegt sie ganz sicher, ob sie will oder nich',
und das bin ich!

Sie ist die Beste –
sie ist, das, was ich will.
Sie ist die Beste:
Wie ein Tag im April
läßt sie es scheinen und regnen,
Tag und Nacht begegnen
sich in ihr.

Sie ist nicht glatt und elegant,
keine von den Super-Schönen.
Sie brach in mein Leben ein,
ich ergab mich ohne Widerstand.
Ich glaub, ich könnt mich dran gewöhnen,
ständig bei ihr zu sein.
Manche Leute sagen: "Was ist los mit dir?
Die Frau hat doch 'ne Macke, Mann, was findest du bloß an ihr?".
Ich brauch' keinen guten Rat und keine Ermahnung –
die ham keine Ahnung!

Manchmal ist sie Löwe – dann spielt sie schwarzes Schaf.
Manchmal abgedreht – und plötzlich ganz brav.
Ständig dreht sich der Wind.
Sie lacht und weint wie ein Kind,
keiner wird aus ihr schlau.
Doch ich weiß ganz genau:
Sie ist die Frau,
die ich will!
nach oben






SKANDAL

Wir sind die Wise Guys, und wir wär'n so gerne Stars,
haben alles ausprobiert, und schon fast gesagt: "Das war's!".
Heute wissen wir: Es liegt an unsrer Chorknaben-Natur,
wir brauchen dringend eine Imagekorrektur.
Wir haben leider nix von Rambo, Rammstein oder Ballermann,
sind noch nicht mal böse Onkels, nur die Jungs von nebenan.
Wir sind zu lieb, zu brav, zu höflich und zu nett,
sind viel zu still, zu freundlich und adrett.
Wir brauchen 'nen Skandal, total,
'ne Schlagzeile in BILD wär optimal, brutal,
ansonsten schaun mer mal.
Die Leute wollen Blut sehn,
und uns wird's ziemlich gutgehn,
Skandal her!
Wir müssen unser Luxusleben zügellos genießen,
vielleicht mal ab und zu 'nen kleinen Hund erschießen,
abends im Hotel spiel'n wir dann 'ne Runde Squash,
und ham wir keinen Ball, ja dann nehm'n wir halt 'nen Frosch.
Im Interview erzähl'n wir Witze über Minderheiten,
um danach 'ne nette kleine Story zu verbreiten:
Was bewegt die Menschen noch in diesem unsrem Land?
Wir sind mit Schröders Doris durchgebrannt!
Dann ham wir den Skandal....
Im Hotel zu randalieren für die Karriereleiter,
solche Kindereien helfen uns jetzt auch nicht weiter.
Nur ein richtiger Skandal macht uns bundesweit bekannt:
Wir stecken auf der Bühne unsern Bariton in Brand.
Am Anfang unsrer Show spring'n wir nackt aus einer Torte,
mit Schweineblut zu spritzen hilft oft mehr als tausend Worte.
Für den Erfolg zu allem bereit –
ich hoffe, daß die Mama mir verzeiht.
nach oben






TEKKNO

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh'.

"Entchen? Who the fuck is Entchen?"

Ich bin der Produzent......

Kohle machen tut er
mit Lärm aus dem Computer,
ohne Instrumente,
hat jetzt schon seine Rente.

Tekkno geht überall,
außer bei nem Stromausfall.
Stromausfall- großer Schreck!-
Laufen uns die Teenies weg.
Teenies weg, gibt's kein Geld,
Geld dirigiert die Tekkno-Welt.

Fuchs du hast die Gans gestohlen,
gib sie wieder her,
gib sie wieder her,
sonst kommt dich der Jäger holen mit
dem Schießgewehr.
nach oben






TOTAL EGAL

Mir ist alles egal, total egal,
das klingt vielleicht jetzt brutal,
doch ich find's völlig normal.
ich bin kein bischen sozial
und auch nicht kollegial,
ich gehe niemals zur Wahl, denn mir ist alles egal.

ich hab keine Hobbies,
denn mir fehlt das Intresse,
hab' nicht allzuviel Bildung,
weil ich alles vergesse.
Ich geh' nie ins Theater,
häng' zuhaus' vor der Glotze,
wo ich dann übr alles,
was gesendet wird motze.
Ich hab ein paar Kumpels,
und die gehn mit mir saufen,
es macht mir viel Spaß,
neue Klamotten zu kaufen,
ich steh'echt auf Cabrios mit Funktelefon,
aber ansonsten glaub ich war's das auch schon.

Ich hab' nach der Schule BWL studiert,
ich geb' offen zu das hat mich nie ineressiert.
Doch man hat mir gesagt,
mehr als mit anderen Sachen
kann man da tierisch schnell Kohle mit machen.
Ich geh' nicht mehr zur Kirche,
denn da fehlt mir der Sinn,
doch ich heirate kirchlich,
das ist jetzt wieder "in".
Ich hab' meine Eltern beinah' völlig vergessen,
ich fahr' Weihnachten hin, dann gibt's was Leckeres zu essen.

Ich kann nicht klagen, ich Hab' Geld genug
und lebe gut mit meinem Selbstbetrug.
Nur manchmal,
wenn ich nachts nicht schlafen kann,
dann fang' ich mit dem Grübeln an.
Dann wünsch' ich mir manches Mal ein Ideal
und eine gute Moral, mein Leben ist so banal.....
doch dann mach' ich mir klar,das ist im Grunde egal,
denn Leute wie ich sind in der Überzahl.
nach oben






TUT MIR LEID

Ich habe eine Theorie, doch das Problem daran ist,
daß ich sie beim besten Willen nicht beweisen kann:
Als man dort oben einst vor langer Zeit die Woche erfand,
hat man den größten Teil davon
ganz einfach "Alltag" genannt.

Der Mensch hat dieses schlichte Wörtchen akzeptiert
und sich den Unterschied
zum Wochenende definiert:
Von Montag früh bis Freitag spät
gibt's nichts als Sorgen und Not,
und man erließ für diesen zeitraum striktes Lachverbot.

Ich seh' die Leute morgens in der Straßenbahn,
die superschlecht gelaunt zur Arbeit fahr'n.
Wenn sie sich an ihrem eig'nen Kummer weiden,
dann weiger' ich mich mitzuleiden.

Ich steige aus und geh' zum Lebensmittelladen,
um die schlechte Laune
sämtlicher Kassierer auszubaden.
Ich krieg' den Kassenbon
und einen Blick voll Verdruss
und sag': "Vezeih'n Sie, dass ich heut' bei ihnen einkaufen muss!"

Tut mir leid,
doch ich bin heute trotzdem gut gelaunt,
und ich kann nichts dagegen machen,
muß über alles lachen,
das hört so schnell nicht auf,
denn ich bin einfach gut drauf!
Und auf den kultivierten,
selbstgemachten Alltagsfrust
hab' ich heut' mal wieder einfach keine Lust.
Nur zu leben für die Sonn- und Feiertage,
kommt für mich nicht in Frage.

Die Leute tragen wohl an einer schweren Last.
Ich denk': Mein Gott,
hab' ich die Tagesschau verpaßt?
Ist die Lindenstraße abgesetzt worden?
Oder gibt's ein neues Robbenmorden?

Ein Blick in die Zeitung zerstreut meine Sorgen,
es ist nichts passiert,
es ist einfach Montagmorgen.
Das Wochenenddessert war wieder süß und zart,
drum ist die Montagkost
natürlich doppelt so hart.
nach oben






WIE DIE ZEIT VERGEHT

Der Wecker schellt um sieben, und ich hab Kaffee gemacht,
kaum hab ich ihn getrunken, ist es viertel vor acht.
Ich haste schnell zur Uni – kann man so was verstehn?
Die Uhr behauptet „Elf" – gerade war's doch noch zehn!
Dieweil ich fleißig vor mich hinstudier',
rennt der Zeiger weiter, ich merk’s erst um vier.
Der Rest des Tages läuft dann circa dreimal so schnell:
Ich komme aus der Kneipe, und es wird schon hell!

Ref.:
Und ich dreh mich einmal um, schon ist der ganze Tag rum.
Weil kein Mensch so schnell versteht, wie die Zeit vergeht.

Die Weihnachtsgans liegt noch halbverdaut im Magen,
schon geht es heiter weiter mit den Karnevalstagen.
„Dschingderassabumm" und ne rote Pappnase,
es klingelt an der Tür, das ist der Osterhase.
Eiermalen, Eiersuchen, Eierlikör,
vor dem ersten Mai noch schnell zum Frisör!
Pfingsten gibt's bei Tante Marlies Kaffee und Kuchen
– verdammt, ich muß ja noch meinen Urlaub buchen!

Ref.:
Und ich dreh mich einmal um, schon ist das halbe Jahr rum.
Weil kein Mensch so schnell versteht, wie die Zeit vergeht.

Der Urlaub ist vorbei – Sonne, Strand und geiles Wetter.
Kaum zuhause, fall'n natürlich prompt die ersten Blätter!
Wieder keine Zeit für erforderliche Taten,
denn es ist soweit: Ich muß die Weihnachtsgans braten...

Im Augenblick bin ich noch nicht mal Ende zwanzig,
doch in ein paar Sekunden wird die gute Butter ranzig.
(pause) dann hab ich meine siebzig Jahre abgerissen,
und kurz darauf wird in das grüne Gras gebissen.
Vielleicht wird's dann ja noch was Himmlisches geben,
so mancher nennt den Zustand Ewiges Leben.
Läßt Petrus mich hinein, gibt es keinen Grund zu trauern:
Das Ganze dürfte dann ja wohl was länger dauern!

Ref.:
Ich sag im Himmel kurz und knapp alle Termine ab.
Dann hab ich endlich für mich Zeit, und zwar ne Ewigkeit.
nach oben






WIE KANN ES SEIN

Die Sonne versinkt
Und der Tag wird still
Und der Lärm kommt allmählich zur Ruh'.
Was aufgewühlt war,
Wird ruhig und klar:
Alles, was ich brauche, bist Du.
Die Spannung verklingt.
Was ist bloß passiert?
Ich kann es überhaupt nicht versteh'n.
Vertrocknet und leer.
Du fehlst mir so sehr.
Morgen werden wir weiterseh'n.

Ref.:
Wie kann es sein, daß Zufriedenheit verblaßt
Und plötzlich irgendwie gar nichts mehr paßt?
Wer hat die Welt auf den Kopf gestellt?
Nichts geahnt
Und nichts geplant.
Überrannt und die Gefahr nicht erkannt.

Und die Nacht bricht herein:
Tiefes Schwarz, das die Fragen verhüllt.
Ein weißes Papier,
Kariert, Din A 4,
Wird ohne Worte langsam zerknüllt.
Was niemals sein darf, kann und wird nicht sein,
Leicht verständlich und so unendlich schwer.
Vernunft ist verschleppt.
Es gäb' ein Konzept,
(Wenn heut' noch) alles so wie vorgestern wär'.

Ref.:
Wie kann es sein, daß das Glück sich verkehrt
Und offenbar jede Lösung verwehrt?
Laß' uns die Szene noch einmal dreh'n!
Mit viel Mut.
Alles wird gut.
Schlaf' jetzt ein, ich würde gern bei Dir sein.
nach oben






WISE GUYS OPENER

Intro:
Lauft nicht zur Theke, geht nicht aufs Klo, hier kommt die Wise
Guys a-cappella-Show!
Wir sagen schönen guten Abend, meine Damen und Herren,
ohne Instrumente singen wir besonders gern
deutsche, englische und kölsche Lieder.
Immer? Nicht immer, (Sari:) aber immer wieder!
(Eddi:) Wir machen das schon seit geraumer Zeit,
doch der Weg zum Erfolg ist steinig und weit.
Wir lassen uns nicht nerven, wir lassen uns nicht stressen,
denn mir sin kölsche Jung, (Ferenc:) nur einer kommt aus Essen.

Refr.:
Hallo, hallo, hier kommt die Wise Guys a-cappella-Show!

Däns Strophe
Das ist unser Eddi, doch das Schlimme
ist, daß alle sagen, Mann hat der 'ne tolle Stimme.
Alle Leute stehen auf ihn, besonders alle Frauen,
und wir müssen ständig in die Röhre schauen!
Er hat Rosinen im Kopf, und zwar 'ne ganze Horde,
doch er arrangiert für uns sämtliche Akkorde.
Moll oder Dur, synkopiert oder triolisch,
er hat nur einen Fehler, er ist leider nicht katholisch.

Refr.:
Hallo, hallo, hier kommt die Wise Guys a-cappella-Show!
Hallo, hallo, hallo!

Ferenc' Strophe
Der lange mit den Rettungsreifen, das ist unser Dän.
Als Ansager find ich ihn voll zum Gähnen.
Er hört sich gerne reden, er redet gerne Mist,
weil er Student der Germanistik ist.
Manchmal hat er unerklärlich produktive Zeiten,
dann schreibt er tausend Lieder, um Texte zu verbreiten.
Durch diese Inflation ist nicht jeder seiner Reime
von gleicher Qualität, das versteht sich von selbst!

Clemens’ Strophe
Ferenc ist der Mann mit den tiefgelegten Tönen.
Nach dem Duschen hat er nicht mehr allzuviel zu Föhnen.
Er kennt die Welt, er ist ein wahrer Dandy,
als einziger von uns hat er ein echtes Handy.
Der Preis ist hoch, denn im Rahmen seiner Arbeit
muß er jeden Tag nach Düsseldorf, das ist die harte Wahrheit.
Alle seine Töne lernt er konsequent und fleißig,
das muß man honorieren, denn er ist ja schon fast dreißig.

Refr.:
Hallo, hallo, hier kommt die Wise Guys a-cappella-Show!

Eddis Strophe:
Dieser junge Mann hier hat leider einen Tick:
Er studiert auf Lehramt Mathe und Physik.
Privat läßt er sich von seiner guten Laune leiten,
um stundenlang auf einer flachen Pointe 'rumzureiten.
Er heißt zwar Marc, doch die meisten sagen Sari,
er ist der Löwe auf der Sprechgesangssafari!

Saris Strophe:
Über Clemens ist hinauszuposaunen: Er versetzt uns in
Erstaunen,
aufgrund privater Launen kommt er oft zu spät zum Proben.
Kein Grund zum Toben, man muß ihn vielmehr loben, denn er
ist Computerspezialist.
Und in mancher langen Nacht hat er eifrig nachgedacht
und die Wise Guys online ins Internet gebracht.
Jetzt sind wir up-to-date, das haben wir Clemens zu verdanken,
deshalb wollen wir uns mit ihm nicht über Pünktlichkeiten zanken!
Refr.:
Hallo, hallo, hier kommt die Wise Guys a-cappella-Show!
Hallo, hallo, hallo!

Schluß:
Stimmt Sie unser Auftritt gutgelaunt und heiter,
sein'se doch so nett, empfehlen Sie uns weiter.
(dideldidideldababeldubup) Woa yeah!
nach oben






ZUR LAGE DER NATION

In unsrem Land passieren schreckliche Geschichten,
die jungen Leute kriegen mit den Fremden Streit.
Die Fremden stören sie beim Denken und beim Dichten.
So kann's nicht weitergehn bei uns, das geht zu weit!
Unsre Computer programmieren jetzt die Inder,
die sich bei uns die schnelle Mark verdienen wolln.
Und keiner denkt an unsre armen kleinen Kinder,
die selber auch ein bisschen programieren wolln!

Ein klares Wort zur Lage der Nation!
Hier kommt der Plan - naja, sie wissen schon:
Wir baun die Mauer wieder auf, denn langsam wird uns das zu dumm.
Aber nicht mehr mittendurch, diesmal baun wir außenrum!
Dann feiern wir 12 Monate im Jahr Oktoberfest
und hoffen, dass die Welt da draußen uns in Ruhe lässt!
Mit Eisbein, Bier und Sauerkraut und viel Kartoffelbrei,
und Volksmusik - wir klatschen auf die 1 und auf die 3.

Die ganzen Fußballspiele mit den andern Ländern
ham wir verlorn weil soviel Gegentore fieln!
Das war frustrierend, doch das wird sich sicher ändern
sobald wir nicht mehr gegen andre Länder spieln!
Bleibt nur noch ein Problem: Die Sache mit Mallorca.
Es geht nicht ohne den Exzess am Ballermann!
Doch weil die Insel ja schon lang ein deutscher Ort war
holn wir sie heim - die kommt bei Sylt gleich nebendran!

Ein klares Wort zur Lage der Nation!
Hier kommt der Plan - naja, sie wissen schon:
Wir baun die Mauer wieder auf, denn langsam wird uns das zu dumm.
Aber nicht mehr mittendurch, diesmal baun wir außenrum!
Dann feiern wir 12 Monate im Jahr Oktoberfest
und hoffen, dass die Welt da draußen uns in Ruhe lässt!
Mit Eisbein, Bier und Sauerkraut und viel Kartoffelbrei,
und Volksmusik - wir klatschen auf die 1 und auf die 3.

[Jodeln]
Dann gibts kein Sushi mehr, nur noch Blumenkohl.
Dann bleibt der Anton in Tirol!
Dann meckert keiner: "Was erlauben Strunz?",
und wir sind endlich unter uns!

Wir baun die Mauer wieder auf ...
nach oben





Kein Menü ?
Klick hier !


© der Texte: Wise Guys